Der Upload-Filter kommt, das Ende des heutigen Internets?
Wie ihr hoffentlich schon mitbekommen habt, hat sich dass EU-Parlament für einen Upload-Filter, im Zusammenhang mit Artikel 13 und Artikel 11, entschieden. Das Problem dabei besteht darin, dass nun sämtliche Sachen (Bilder, Videos,...) die ihr hochladen wollt, durch diesen Filter gehen und geprüft werden. Seht ihr darin ein Ende des heutigen Internets wie wir es kennen? Werden wir dadurch doch zuviel eingeschränkt?
Das wird sicher dann nicht mehr möglich sein, Filme für den Schulgebrauch zu finden. Dann wird es wohl meine australische Serie auf Dailymotion auch nicht mehr geben. Nachdem es aber ja von der EU ausgeht, wird es vielleicht Alternativplattformen aus Nicht EU Staaten geben. Da gibt es sicher Länder, die hier den großen Reibach machen könnten. Ein zensiertes Internet verliert sicher an Attraktivität und die Leute, die glauben, dass sie jetzt durch die Plattformen super entlohnt werden, werden eher durch die Finger gucken. Vielleicht kommt dann halt eben Google News und die anderen Seiten werden nicht mehr durch Google erfasst und nicht mehr gelesen. Das Ganze beweist nur, dass man dem Hirnfurz der EU einen Riegel vorschieben sollte und das Ganze auflösen sollte. Nur der Euro sollte bleiben.
Die Inhaltskontrolle bei Youtube gibt es schon seit einiger Zeit. Hier wird zum Beispiel Begleitmusik eines privaten Videos direkt schon beim Hochladen per Onlinefilter auf Content-ID-Verletzung überprüft. Dabei geht es zunächst darum, ob schon ein anderer User seinen Content monetarisiert hat. Ist das der Fall, wird entweder die Tonspur des Videos ganz gesperrt, oder der Content-ID-Beansprucher hat zugestimmt, dass das Video mit Ton nur dann hochgeladen werden darf, wenn hernach Werbung eingeblendet wird. Zudem erhält man eine Nachricht zum Video. Und einen Vermerk im Profil.
Der Algorithmus zur Titelerkennung ist dabei so gut, dass er auch bei einer sehr schlechten Tonqualität die Musik sicher erkennt. Das hat mich deswegen befremdet, weil bei einem Video, das dazu dienen sollte, lediglich die Tonqualität eines Rundfunkmitschnittes zu beurteilen, zwangsläufig Musiktitel hochgeladen werden mussten, die bereits monetarisiert waren. Zum Beispiel ein Rundfunkmitschnitt einer Kurzwellensendung, um die typischen Verzerrungen zu verdeutlichen.
Zwischen der Intention, nicht die Musik selbst, sondern nur die Tonqualität zu demonstrieren, und dem Hochladen, um irgendeine Bezahlung zu unterwandern, wird nicht unterschieden. Was jetzt erfolgt, ist lediglich eine Ausweitung dieser schon seit einiger Zeit durchgeführten Praxis. Dass das zum Ende des heutigen Internets führt, halte ich für übertrieben. Was ich noch viel eigenartiger finde, ist die Untertitelungspflicht. Die habe ich überhaupt noch nicht verstanden.
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