Bei häufiger Zystitis den Partner mitbehandeln?
Ich habe gelesen, dass man bei häufiger Zystitis (Blasenentzündung) den Partner mitbehandeln sollte. Dadurch, dass beide Partner Geschlechtsverkehr haben, würden sich die Bakterien ansonsten immer wieder von einen auf den anderen übertragen und es so eine erneute Ansteckung kommen. Beim Mann könnten diese Bakterien auch versteckt auftreten, so dass diese wohl keine Beschwerden machen.
Ich frage mich allerdings, wie man denn feststellt, ob der Partner auch betroffen ist. Sollte dann so eine Blasenentzündungen nicht meist kurz dem Geschlechtsverkehr auftreten? Ist es da wirklich sinnvoll den Partner mitbehandeln zu lassen? Wie stellt man denn fest, ob dieser auch betroffen ist?
Feststellen kann man das einfach mittels einer Urinuntersuchung ob der Partner ebenfalls Träger ist. Der Weg beim Mann zur Blase ist einfach länger als bei einer Frau und somit kann das ganze auch verdeckt ohne Beschwerden beim Mann vorhanden sein. Dennoch sollte man nicht wild einfach drauf los behandeln, erste Maßnahme sollte die Urinprobe sein. Auch kann ein Kondom beim Geschlechtsverkehr die dauerhafte hin und her Übertragung stoppen bis das ganze auskuriert ist.
Wie kurz oder lang nach einer Übertragung von Bakterien erste Symptome einer Infektion zu merken sind, das ist nicht so pauschal zu sagen. Jeder Infekt hat eine typische Inkubationszeit. Während manche Erreger sogar über Monate oder Jahre im Körper schlummern bis sie etwas bewirken, geht das bei anderen vergleichsweise schnell.
Ich würde in dem Fall zum Urologen gehen und für beide Partner einen Termin abmachen. Zudem wäre es vielleicht nützlich, ein Protokoll vorher zu führen, wo man aufschreibt, wann eine Übertragung statt gefunden haben könnte und wann man Symptome gemerkt hat. Möglicherweise findet man da ja auch ein Muster, wenn man häufiger unter solchen Entzündungen leidet. Dabei würde ich den Mann aber nicht als einzige mögliche Infektionsquelle notieren, sondern auch solche Dinge wie ein Besuch im Schwimmbad. Oder wenn man einen Tag lang zu wenig getrunken hat.
Ich finde die Idee mit dem Protokoll ziemlich nützlich und auch sinnvoll. Da würde ich aber auch alles mögliche reinschreiben, also auch die Gefühlslage. Es kann ja auch sein, dass man durch übermäßigen Stress oder Angst mit einer Blasenentzündung reagiert, weil durch Stress eben auch das Immunsystem geschwächt wird und die Pathogene so leichteres Spiel haben.
Auch würde ich die Ernährung dokumentieren, das Liebesleben mit dem Partner und auch wie viel und was ich über den Tag verteilt trinke und wie ich mich dabei fühle. Ich habe mal gelesen, dass kalte Getränke und auch Kohlensäure nicht gut für die Blase sein sollen, gerade im Winter. Vielleicht gibt es auch da einen Zusammenhang. So hätte man wenigstens Klarheit, wenn man nach einer Weile ein bestimmtes Muster erkennt und auch ableiten kann. Das wäre sicherlich nützlich bei der Ursachenforschung.
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