Anfänge und Verhinderung von Depression

vom 09.11.2014, 21:45 Uhr

In meinem Umfeld sind mehrere Menschen unterschiedlich depressiv. Einige wurden es aufgrund Ereignisse ihrer Vergangenheit, andere aus Zukunftsängsten und anderen Gründen. Ich habe mir nun ernsthaft die Frage gestellt, wie man Depressionen vermeidet. Aufgrund meiner gesundheitlichen Probleme muss ich mich regelmäßig beim Neurologen/Psychiater blicken lassen. Und der schlägt nun scheinbar hochgradig Alarm.

Jetzt habe ich jedoch in wenigen Monaten 30 Kilo abgenommen, wahrscheinlich aber nicht nur aufgrund meiner Ernährungsumstellung und sportlichen Betätigung. Auch bin ich mittlerweile recht zurückgezogen, sprich seit einigen Tagen verziehe ich mich regelrecht vor Allem. Deswegen stellt sich mir die Frage, ob ich auf dem Weg in eine Depression bin und ob man diese auch irgendwie vermeiden kann? Ich wäre gerne rausgegangen, aber ich war regelrecht blockiert. Ist das der Anfang vom Ende oder habt ihr Erfahrungen, die mir weiterhelfen könnten, nicht in das große, dunkle Loch hineinzurutschen.

» Wibbeldribbel » Beiträge: 12618 » Talkpoints: 5,12 » Auszeichnung für 12000 Beiträge



Ja, genau so beginnt eine Depression. Wenn jegliche Art von Kontakt zur Außenwelt nicht mehr als Freude, sondern als unglaubliche Anstrengung empfunden wird. Gesunde Menschen haben zwar auch ab und an das Bedürfnis, ihre Ruhe zu haben und einfach einmal etwas für sich selber zu tun. Trotzdem treffen sie sich mindestens einmal in der Woche mit Freunden oder Bekannten und wenn es nur bei der Arbeit ist.

Wenn aber ein Mensch depressiv ist, zieht er sich immer mehr zurück, meidet es hinaus zu gehen, vernachlässigt seine Körperhygiene und auch, wenn welche da sind, seine Kinder und seine Familie. Die die am meisten leiden, sind die Angehörigen und es gibt auch viele Kinder, die von Depressionen der Mütter betroffen sind und diese dann auch regelrecht pflegen.

Was ich nicht so toll finde ist, wenn man darüber Bescheid weiß, sich aber nicht helfen lässt. Natürlich ist es schwer, in so einer Situation Hilfe zu suchen. Doch alleine der Familie und der Kinder wegen, sollte man sich sofort helfen lassen, wenn man merkt, dass man immer mehr melancholisch wird.

Am wichtigsten, um eine Depression zu vermeiden ist wohl ausreichender und regelmäßiger Schlaf, viel Kontakt zu Freunden, viel Unternehmungen mit der Familie und eine aufgeräumte Wohnung. Das letzte ist übrigens kein Witz- wenn die Wohnung chaotisch aussieht, wird man auch das Chaos in seiner Seele nicht ordnen können und umgekehrt. Dasselbe gilt übrigens auch für die Schlafstörungen- das eine verursacht das andere.

» nordseekrabbe » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »


Wie lange hast du diese Symptome denn schon? An deiner Stelle würde ich vorsorglich die Schilddrüse durchchecken lassen und den Vitamin-D-Gehalt. Bei einer Fehlfunktion der Schilddrüse kann es nämlich auch sein, dass vermehrt Hormone ausgeschüttet werden, die depressive Symptome verursachen können. Aber auch bei Vitamin-D-Mangel kann das passieren. Daher würde ich das vorsorglich abklären lassen und dann weitersehen.

Wenn eine Depression gerade im Entstehungsprozess ist und sich langsam manifestiert würde ich persönlich dazu raten, sich zu bewegen und nach draußen zu gehen, egal wie schwer es auch fällt. Gerade Sonnenlicht um die Mittagszeit im Herbst/Winter ist sehr positiv und kann die Gemütsstimmung schon verändern (siehe Vitamin-D-Mangel).

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» Olly173 » Beiträge: 14700 » Talkpoints: -2,56 » Auszeichnung für 14000 Beiträge



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