Wir haben ja schon ein paar Threads hier zum Thema Ebooks. Dort wurde gesagt, dass Ebooks platzsparend sind und daher sehr praktisch. Andere Leute sind der Meinung, dass sie lieber echte Bücher in der Hand halten. Auch über den Preis wurde schon gesprochen. Es wurde gesagt, dass die Ebooks zu teuer sind, weil sie oft genau so viel kosten wie das richtige Buch. Man kann sie aber weder verleihen noch weiter verkaufen oder verschenken.
Nun frage ich mich natürlich, wie viel wärt ihr denn bereit, für ein Ebook maximal zu bezahlen? Oder, da das natürlich von Buch zu Buch unterschiedlich sein wird, wie viel weniger sollte es kosten als die gedruckte Ausgabe? Reicht es euch, wenn das Ebook genau so günstig ist wie ein Taschenbuch das ist, oder sollte es noch mal deutlich unter dem Preis der Taschenbuch Variante liegen?
Ich habe mir vor kurzem den Kindle besorgt und erfreut festgestellt, dass es viele Klassiker inzwischen auch in Deutsch umsonst gibt. egal ob nun die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens, oder das Dschungelbuch von Rudyard Kipling und auch viele Andere. Doch genau so musste ich sehen, dass viele Bücher vielleicht gerade mal einen Euro günstiger waren als die Gedruckte Ausgabe.
 | :: Endymion :: Beiträge 1011:: 18.10 Talkpoints |
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Man erhält ja eher eine Leseberechtigung, wenn man ein E-Book kauft. Wie schon gesagt, kann man damit nichts weiter tun. Beim Kindle kann man Ebooks wohl einmalig für einen Monat an jemanden verleihen, der ebenfalls einen Kindle hat, aber das war es dann auch schon. Meiner Meinung nach sollten die Ebooks daher doch deutlich günstiger sein. Für ein 150 seitiges Buch 9-10 Euro zu verlangen, finde ich bei einem Ebook einfach zu viel. Es sollte schon noch mal einen deutlichen Unterschied zwischen Taschenbuchausgabe und Ebook-Ausgabe geben. Meine Traumvorstellung wäre so 2-3 Euro für ein Ebook, das als Taschenbuch noch 10 Euro kostet. Es muss ja nichts gedruckt werden und es muss auch nicht geliefert werden, weder an mich, noch an eine Bücherei.
Ein weiterer Pluspunkt wäre bei einem solchen Preis, dass es sich gar nicht mehr lohnen würde, die Bücher schwarz im Internet zu ziehen. Bei den MP3's, die ebenfalls im Internet für 99 Cent verkauft werden, klappt dies ja auch sehr gut. Viele kaufen sie inzwischen oder haben Flatrates. Das sollten sie also hier auch machen.
Wie seht ihr das? Wie viel seid ihr bereit, auszugeben für ein Ebook. Habt ihr da eine Schmerzgrenze die nicht überstiegen werden darf, oder würdet ihr es für jeden Preis kaufen, da ihr es in Minuten bei euch habt und gar nicht mehr zur Bücherei gehen müsst und auch nicht mehr auf Ladenöffnungszeiten achten müsst?
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:: Endymion
:: Beiträge 1011:: 18.10 Talkpoints ::  |
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Ich habe ja auch einen Reader (iPad), habe aber noch nicht viele Ebooks gekauft, weil ich die Preise auch für zu teuer halte. Wenn ich mir ein aktuelles Taschenbuch für ca.10 Euro kaufe, kann ich das nach dem Lesen noch für ca.3 Euro weiter verkaufen, was ich oft auch mache. Wenn jetzt das Ebook von diesem Buch nur 6-7 Euro kosten würde, würde ich mir nicht das Taschenbuch, sondern das Ebook holen. Aber da die Ebooks dann meistens nur 1 Euro günstiger sind als das Buch, lohnt es sich für mich nicht.
Was ich aber viel geladen habe, sind Klassiker. 70 Jahre nach dem Tod eines Autors sind die Bücher ja nicht mehr durch ein Copyright geschützt und dürfen kostenfrei weitergegeben werden. Davon gibt es ja einige auch bei Amazon für den Kindle. Ich nutze meinen Reader sowieso im Moment hauptsächlich im Urlaub, um zu vermeiden dass ich zu viele Bücher mitschleppe. Für den Alltag habe ich lieber noch normale Bücher.
Ich kann gar nicht so pauschal sagen, wieviel ich maximal für ein Ebook bezahlen würde, es kommt immer auch auf den Preis des gedruckten Buches an. Ich würde für ein Ebook von einem Buch, das in gebundener Form vorliegt auch mehr bezahlen, als für ein Ebook eines Taschenbuchs. Es kommt auch immer darauf an, wie aktuell ein Buch ist.
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:: Barbara Ann
:: Beiträge 1538:: 454.78 Talkpoints ::  |
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Ich habe schon einige ebooks bei amazon für meinen Kindle gekauft. Das teuerste ebook war der Herr der Ringe für ca. 28,00 EUR. Dieses ebook wollte ich auf jeden Fall haben. Die große Anzahl meiner ebooks beziehe ich aber über bookrix.de oder neo-books. Dort sind die meisten Bücher kostenlos. Wer nicht immer nur die großen Autoren lesen möchte, der ist dort gut aufgehoben. Ich habe schon den ein oder anderen Roman von sehr guten unbekannten Autoren gelesen. Die ebooks wandle ich erfolgreich mit calibre um. Die Preise für die ebooks werden nicht billiger, wenn sich an der Buchpreisbindung in Deutschland nichts ändert. Ich bin aber nicht gewillt für ein ebook nur 2 bis 3 EUR unter dem Taschenbuchpreis zu zahlen. Da warte ich doch lieber mal ab und überbrücke mir die Zeit mit den kostenlosen Büchern.
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:: sand70
:: Beiträge 12:: 6.20 Talkpoints |
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Ich habe auch schon überlegt, mir einen E-Book-Reader zu kaufen. Sobald das Urheberrecht 70 Jahre nach dem Tod des letzten Miturhebers erlischt, kann man ja das Buch gratis herunterladen. Viele Klassiker könnte ich dann kostenfrei auf meinem E-Book lesen. Ein weiterer Vorteil wäre, dass ich z.B. im Bus oder auch im Urlaub Auswahl zwischen mehreren Büchern hätte, ohne eine Bibliothek mit mir herumschleppen zu müssen. Andererseits ist es doch ein anderes Gefühl, ein Buch in der Hand zu halten. Jedenfalls habe ich mir bisher doch noch keinen E-Book-Reader besorgt, weil die E-Books einfach noch viel zu teuer sind. Beispielsweise kostet ein Buch, dessen gebundene Ausgabe 25€ kostet, als E-Book immerhin noch 23€.
Ich denke das ist viel zu teuer, da Amazon keinen Versand zahlen muss, und außerdem das Drucken eines Buches sicherlich auch einige Euros kostet. Ein E-Book aber dann mit Musik zu vergleichen finde ich übertrieben. Ein Lied zu schreiben dauert vielfach nur wenige Stunden, besonders der heutige Mainstream-Pop. Ein Buch zu schreiben erfordert allerdings viel Kreativität, Phantasie und vor allem Zeit. Deshalb wären 99 Cent für ein E-Book eindeutig zu wenig. Vielleicht werde ich mir in 5 oder 10 Jahren einmal einen E-Book-Reader kaufen, wenn das Angebot schon größer und billiger ist.
Wie viel Geld ich für einen solchen E-Book-Reader ausgeben würde hängt natürlich stark von den Funktionen ab. Ein Amazon Kindle kostet ja derzeit 100€. Diesen Preis finde ich ganz in Ordnung, allerdings ist das Kindle meiner Meinung nach noch verbesserungswürdig. Für ein iPad würde ich selbstverständlich bedeutend mehr Geld ausgeben. Immerhin hat das noch viel mehr Funktionen als das Kindle, auf dem man lediglich Bücher lesen kann.
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:: mendacium.
:: Beiträge 627:: -69.79 Talkpoints |
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Das Problem mit den E-Books ist in Deutschland die Buchpreisbindung. Die Bücher dürfen einfach nicht wirklich günstiger verkauft werden, auch nicht im digitalen Format.
In Amerika ist das anders, daher sind die E-Books hier auch stark auf dem Vormarsch. Ich denke aber, dass unsere Regierung irgendwann die Vorteile des digitalen Formats gegenüber den Printmedien erkennen und die Buchpreisbindung für digitale Bücher aufheben oder lockern wird.
Ansonsten wird es wohl relativ schwer für E-Books werden, sich auf dem deutschen Markt durchzusetzen. Ich wäre auch nicht bereit, den gleichen Preis für ein digitales Buch zu zahlen wie für ein gedrucktes.
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:: TuDios
:: Beiträge 1432:: 39.03 Talkpoints ::  |
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