Ich halte wenig davon, erst so spät mit dem Kinder kriegen zu beginnen! Klar, sich mit 15 schwängern zu lassen und dann ohne Schulabschluß und Ausblidung dazustehen ist auch nicht die optimale Lösung.
Aber ich habe ein paar Freundinnen, die erklären, sie wollten frühestens mit 35 mit dem Mutter sein anfangen, da sie "ja auch noch was vom Leben haben" wollen. Wer Mutter sein und das Leben genießen als zwei Dinge betrachtet, dei nicht miteinander vereinbar sind, der sollte das mit Kinder kriegen lieber ganz bleiben lassen.
Ich denke wenn man zwischen 25 und 30 das erste Mal Mutter wird, ist das ein guter Zeitpunkt. Man hat in den meisten Fällen seine Berufsausbildung abgeschlossen und steht finanziell auf eigenen Beinen. Der Charakter ist auch meist ausgebildet und man ist relativ ausgeglichen, man hatte Gelegenheit sich auszutoben und auf Partys zu gehen. Wenn man mit 30 immer noch das Gefühl hat im Leben nicht genug Party erlebt zu haben und fürchtet durchtanzte Nächte und Unabhängigkeit zu vermissen, dann ist das ein paar Jahre später auch nicht anders. Natürlich bedeutet ein Kind eine große Verantwortung und man muss Abstriche machen, hat weniger Geld für die eigenen Wünsche zur Verfügung und man muss vielleicht auf Discobesuche verzichten und kann morgens nicht mehr bis 13h ausschlafen. Aber das gehört eben zum Mutter sein dazu, und wenn man wirklich gern Mutter ist, macht einem das auch mit 25 nichts aus, wenn man das aber generell als Zumutung betrachtet und im Selbstmitleid schwimmt, weil man ein Stück Freiheit aufgibt, dann sollte mans lassen.
Das mit der finaziellen Unabhängigkeit ist natürlich heutzutage so eine Sache, weil man sich eben nie sicher sein kann, ob man den Job, den man grade ausübt mit 50 oder auch nur nächstes Jahr noch hat. Insofern ist man mit 35 auch nicht abgesicherter als mit 25, dieses Argument spricht also auch nicht dafür zu warten.
Es wird ja auch immer behauptet, wenn man später Mutter wird, ist man ruhiger und gelassener. Das glaube ich nicht. Meine Mutter hat mich mit 32 gekriegt und sie war trotzdem total nervös und ängstlich, ähnliches habe ich auch bei anderen beobachtet. Einige meiner Freundinnen dagegen haben ihr erstes Kind mit 21 oder 22 bekommen und sind die Ruhe in Person.
Ältere Mütter sind weder generell gelassener noch lockerer, das hat nichts mit dem Alter sondern der Persönlichkeit zu tun. Das gleiche gilt für den Grad der persönlichen Reife: Manche sind mit 17 schon erwachsener als andere mit 40, letztere werden es auch nie. Ebenso verhält es sich mit den Abstrichen, die man zu machen bereit ist. Wer mir mit 24 erzählt, dass ein Kind in erster Linie Verzicht bedeutet, dass er aber aselbstverständlich irgendwann mal welche haben will, der wird in zehn Jahren noch genauso denken.
Bis 35 Mutter zu werden ist ja noch okay, aber ab 40 wird es dann wirklich kritisch. Erstens steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Schwangerschaft mit Risiken verbunden ist, für Mutter und Kind und zweitens nähert man sich dann langsam der Grenze wo man eher für die Großmutter als die Mutter des Kindes gehalten wird. Wenn das eigene Kind dann genauso denkt, wie man selbst ist man 80 wenn die Enkel geboren werden. Davon hat man dann nicht mehr viel.
Es ist natürlich ein Unterschied, ob man sich bewusst entscheidet, erst spät Mutter zu werden, oder ob man einfach nicht schwanger wird, nicht rechtzeitig den passenden Partner findet oder ähnlichen Unwegbarkeiten begegnet. In einem solchen Fall, wird man eben eine alte Mami, das ist Pech. Sich aber bewusst dafür zu entscheiden, geschieht meiner Meinung nach fast immer aus egoistischen Motiven und auch wenn man sich als Mutter ein gewisses Maß an Egoismus bewahren muss, damit man nicht untergeht, sollte das Wohl des Kindes im Vordergund stehen und nicht die eigenen Launen.
Das gilt übrigens auch für Väter! Männer sind zwar angeblich bis ins hohe Alter fähig Kinder zu zeugen, aber wenn ich höre, dass Dieter Bohlen noch mal Papa wird, oder Franz Beckenbauer vor ein paar Jahren meinte noch ein Kind in die Welt setzen zu müssen, finde ich das genauso ätzend. Ich weiss zwar nicht, ob "altes" Sperma ähnlich gesundheitliche Risiken birgt, wie eine späte Schwangerschaft, aber einen Opa würde ich nicht als Papa haben wollten. Dann ist man, wenn man Vater wird, womöglich so alt, dass man nicht mal mehr miterlebt, wie das eigene Kind die Schule fertig macht, weil man leider vorher aus Altersschwäche das zeitliche gesegnet hat. Nein, Danke!
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:: Sorcya
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35 finde ich persönlich für das erste Kind schon sehr spät. Allerdings muss man halb abwägen. Wenn man vorher den Mann fürs Leben einfach nicht gefunden hat und einen starken Kinderwunsch hat, soll man es wagen. Wobei für mich persönlich die absolute Grenze irgendwo ab Anfang 40 liegt.
Beim zweiten Kind ist das auch medizinisch gesehen etwas anderes. Die Frau hat schon eine Schwangerschaft hinter sich und es ist schon eingespielt. Deshalb ist ein höheres Alter beim zweiten Kind weniger problematisch.
Ich habe fest vor, mein zweites Kind vor dem 35. Lebensjahr zu bekommen, jedoch frühestens in 2 Jahren, da wäre ich dann knapp 32. Ich hoffe, dass die Planung einigermaßen hinhaut, bin aber zuversichtlich und denke, das ist noch ein gutes Alter.
Alles in allem denke ich, dass man es auch Anfang 40 noch wagen kann, wenn ein sehr starker Kinderwunsch besteht. Aber man sollte sich dann schon bewußt sein, dass die Chance, ein behindertes Kind zur Welt zu bringen ab dem 35. Lebensjahr fast exponentiell ansteigt. Und dass man selber unter Umständen auch nicht mehr so lange zu leben hat, was natürlich hart klingt, aber dennoch auch ein Faktor ist, den ich weiter unten anhand eines Beispiels näher erläutern werde. Wenn man in jedem Fall ein Kind möchte, egal ob gesund oder behindert, dann sollte man es jedoch wagen. Allein schon deswegen, weil ein unerfüllter Kinderwunsch ja auch erhebliche psychische Probleme nach sich zieht und irgendwann ist der Zug ja dann auch endgültig abgefahren und nichts geht mehr.
Ich habe eine Tante, die hat mit Anfang 40 ihr erstes Kind bekommen und 2 gesunde Kinder zur Welt gebracht. Allerdings ist sie dann ca. 20 Jahre später an Krebs gestorben. So hatten die Kinder nicht viel von ihr. Sie waren zwar erwachsen, als die Mutter starb, aber mussten ja doch sehr früh Abschied nehmen. 
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:: netti78
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