Gesunde Ernährung - Heranführung von Anfang an
Laut verschiedener Studien (so habe ich es zumindest gelesen), leidet etwa jedes fünfte Kind bereits unter mehr oder weniger Übergewicht. Der Grund dafür sind nicht nur zu wenig Bewegung, sondern oft auch eine einseitige Ernährung.
Rohkost, schonend zubereitetes Gemüse und Vollkorn sind leider für viele Kinder weniger attraktiv als Fastfood, welches zugegebenermaßen ja auch lecker ist und ab und an ist ja auch nichts dagegen zu sagen. Wie aber führt man Kinder an eine gesunde Ernährung heran?
Spaß und Genuss sind natürlich sehr wichtig beim Kochen/Essen. Das kostet zwar etwas mehr Zeit, aber bereits Kindergartenkinder können beispielsweise beim Gemüseschälen helfen. Man kann Kinder so kleinweise, Schritt für Schritt an eine gesunde Ernährung heranführen.
Ob in Deutschland wirklich jedes 5. Kind an Übergewicht leidet weiß ich nicht, aber von den ganzen Deutschen ist es jeder 2. der Übergewicht hat. In der Statistik gehen aber alle Deutschen, jeden Alters mit ein.
Ich persönlich habe als Kind auch nicht gerne Gemüse etc. gegessen. Aber Obst habe ich auch als Kind immer gerne gegessen, denn Obst ist schön süß. Ich denke man muss ausprobieren welches Kind welches Obst gerne ist. Ich finde es auch wichtig, dass man seinen Kindern die gute Ernährung vormacht, also selber Obst isst. Kinder ahmen ihre Eltern oft nach und deswegen finde ich es wichtig.
Wenn man zu Mittag oder Abend etwas Gesundes kocht ist es wichtig die Kinder am Kochen beteiligen zu lassen. Kindern schmecken Dinge die sie selber gekocht haben oft besser, weil sie sich dann darüber freuen, dass sie es mit gekocht haben. Auch wenn das manchmal anstrengend ist und die Küche danach noch chaotischer ist finde ich, dass man die Kinder am Kochen teilhaben lassen sollte. Dann haben sie auch mehr Appetit auf das essen, auch wenn es Gemüse ist.
So neu ist die Erkenntnis ja nun auch nicht, dass die Kinder schon von Beginn an mit gesunder Ernährung in Berührung kommen sollten. Gemüse und Obst sollten mehr auf dem Tisch stehen, als ein Schokoladenriegel oder Keks in die Hand gedrückt werden. Und auch Bewegung sollte schon von Beginn an gefördert werden, zumal Kinder ja auch nach wie vor einen natürlichen Bewegungsdrang haben und den sollte man nicht unterbinden. Ich weiß aber leider, dass es viele Eltern gibt, die damit überfordert sind beziehungsweise sich so nicht darauf einlassen können oder wollen.
Gesunde Ernährung kann auch schon von Beginn an mit Einbezug der Kinder fördern, und wenn sie älter werden, eben ihnen auch etwas zum Schneiden, zum Probieren und sie mit zum Einkaufen nehmen. Das macht schon viel aus. Aber abgesehen davon ist das Vorleben der Eltern und aller anderen Bezugspersonen auch sehr wichtig, sodass dies nicht außer Acht gelassen werden kann. Mit den Komponenten hat man ja schon eine ganz gute Basis, dass ein Kind ein gesundes Leben mit auf dem Weg gegeben wird, aber ein Kind hat nun auch mal einen eigenen Kopf. Des weiteren ist es auch so, dass Kinder einfach von Geburt an ein Faible für Süßes haben, da die Geschmacksknospen daraus ausgelegt sind. Süßes kann man aber mithilfe von Obst geben.
Das Übergewicht liegt nicht an Süßigkeiten, ich lasse Kinder gerne Süßigkeiten essen. Das viel größere Problem ist Schulessen und die fehlende Zeit der Eltern, sich mal eine Stunde in die Küche zu stellen und etwas leckeres und Nahrhaftes zu zaubern. Ein Kind, das morgens, mittags und abends eine angemessene Mahlzeit bekommt und ab und zu Sport macht, wird nicht zunehmen, nur weil es ab und zu Süßigkeiten ist. Sogar jeden Tag eine kleine Portion ist kein Problem. Die Erziehung muss in einer anderen Richtung statt finden, doch zuerst ein viel heikleres Problem.
Das deutsche Schulessen, Kita Essen oder Essen in anderen betreuenden Einrichtungen lässt immer mehr zu wünschen übrig. Ich erlebe das bei vielen mir nahestehenden Familien mit, die oft und gerne darüber diskutieren. Immer öfter gibt es Pizza, Burger, Chicken Nuggets oder Nudelauflauf. Moment mal, Nudelauflauf ist doch gar nicht so schlimm? So wie er zubereitet wird leider schon. Fette Sahnecremes mit Tomatenmark, Nudeln, Käse und Speck - es ist fast schlimmer als Fastfood. Immer mehr muss man mit ansehen, dass dieses Essen ausgewogene Speisen verdrängt. Denn als Kind nehme ich auch lieber Pizza, als eine Gemüserisotto, wenn überhaupt angeboten.
Die Kinder kommen anschließend nach Hause, spielen Videospiele oder gucken fern und machen keinen Sport mehr. Im Schulsport werden sie auch nicht mehr wirklich gefordert, es wird meistens Ball gespielt und nicht mehr auf Ausdauer oder sonstige wichtige Sportelemente geachtet. Das ist ein weiteres Problem. Schlimmer noch ist, dass Kinder oft soviel Taschengeld bekommen und sich mit Freunden treffen, in den nächsten Supermarkt fahren und sich Tütenweise Schokolade und Haribo kaufen, ohne, dass die Eltern das beaufsichtigen oder kontrollieren (können). Hier muss eine Veränderung stattfinden. Es sollte also eher eine Ernährungserziehung stattfinden, in die Richtung, dass ein Kind nicht Süßigkeiten in sich hineinschaufelt als wäre es nichts. Aber genauso muss an anderen Stellen geguckt werden. Momentan trifft einfach alles zusammen und macht das Gesamtbild so negativ.
Man sollte Kinder nicht mit angeblich gesunder Ernährung quälen. Kinder essen schon richtig, wenn man sie nur lässt. Wenn sie gerne Nudeln essen, können sie auch wochenlang Nudeln essen, ohne dass es schadet. Ich musste früher Gemüse essen, obwohl es mich anekelte, ich musste Milch trinken, obwohl ich Milch nicht vertragen habe, weil das damals alles als gesund galt. Ich habe als Kind unter Durchfall und Verstopfung gelitten und mir war dauernd übel, weil meine Mutter mich gesund ernähren wollte, außerdem war ich extrem dünn.
Kinder werden nicht dick, weil sie sich falsch ernähren, sondern weil sie sich nicht bewegen. Mittlerweile wird alles auf die Kinder abgeladen, sie sollen sich gesund ernähren, die Umwelt schützen und den Hunger der Welt beseitigen. Ich finde das ganz furchtbar. Lasst doch die Kinder einfach sorglos spielen. Den Kindern wird die Kindheit so nach und nach weggenommen.
Ich finde auch dass man die Kinder schon ab dem Kleinkindalter an gesundes Essen heranführen soll. Bei unserer Tochter ist das zum Glück kein Problem denn sie isst am liebsten Brokkoli und Möhren, aber wenn ich dann sehe wie meine Verwandten das machen wird mir oft schon schlecht. Die Kleinen bekommen schon alles Mögliche zu essen, auch sehr ungesundes und Süßigkeiten und dabei ist eine Kleine zum Beispiel noch nicht mal ein Jahr alt. Ich denke wenn die Kinder das von klein auf so gewohnt sind, dann können sie es sich nicht mehr abgewöhnen und dann ist das dick sein schon quasi vorprogrammiert.
Ich muss zugeben das unsere Tochter auch zwischendurch Süßigkeiten bekommt und manchmal auch viel zu viel, aber dafür gibt’s dann wieder lange nichts und es gibt eben bei jeder Mahlzeit Salat, Gemüse oder ähnliches und es ist auch kein Problem dass sie es isst. Aber die Gesellschaft ist anders. Ich kann mich noch so gut daran erinnern als bei uns die Beikosteinführung war und ich beschlossen habe mit Pastinaken zu beginnen. Jeder der das gehört hat, hat gemeint das wird das Kind nicht essen. Man muss mit süßem Obst oder Biskotten beginnen. Na da hat es meine Maus aber allen gezeigt, denn sie wollte monatelang nichts anderes außer Pastinaken essen.
@anlupa, aber gerade am Anfang eines Lebens ist es doch eher so, dass Kinder auf die Eltern angewiesen sind und ich denke, das hat da nichts mit quälen zu tun. Bereits zu Beginn eines Lebens kann gesunde Ernährung in den Alltag integriert werden, das hat dann nichts mit quälen zu tun. Quälen wäre es meiner Ansicht nach, wenn man sein Kind mit Gemüse und Obst erpresst und es eben da sitzen lässt. Aber wenn es einfach dazu gehört, ist es wiederum etwas alltägliches, worüber sich an sich nicht diskutieren lässt.
@benutzer7, so ganz Unrecht hast Du mit dem Schulessen nicht, aber nicht alle Schüler und Kinder essen ja in Einrichtungen. Und selbst, wenn sie für das Mittagessen angemeldet sind, kommt es häufig vor, dass das Essen stehen bleibt oder nur wenig davon gegessen wird.
Recht hast Du jedoch damit, dass Kinder auch einen angemessenen Umgang mit Süßigkeiten und Co lernen sollen. Insofern geht es ja schon in Richtung Ernährungserziehung, zumal man es auch nicht verbieten soll. Diese Verbote können umso reizvoller sein und die Gefahr besteht, dass ein Kind sich erst Recht damit vollstopft.
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