Braucht das Gehirn Zucker?

vom 20.09.2012, 20:14 Uhr

Meine Schule hat seit Montag wieder angefangen und davor hatte ich drei Monate Ferien. Meine Ferien habe ich sehr viel mit Sport verbracht und habe jeden Tag trainiert. Ich fand, dass ich sehr schöne Ferien hatte und möchte natürlich sofort wieder welche haben. Aber wer möchte das nicht? :D

Jetzt ist mir allerdings aufgefallen, dass ich viel mehr esse, seitdem die Schule angefangen hat. Es ist ja nicht so schlimm, wenn ich nur essen würde. Dann könnte ich die richtigen Sachen essen und es wäre wirklich nichts Schlimmes. Allerdings habe ich richtigen Hunger auf Zucker und trinke dann etwas Süßes oder esse eine Schokolade. Das war in den Ferien gar nicht so und meiner Stiefmutter ist das auch schon aufgefallen. Sie meinte dann, dass es deswegen ist, weil ich mich jetzt mehr mit der Schule beschäftige und dadurch arbeitet mein Gehirn wieder mehr. Aus diesem Grund braucht mein Gehirn anscheinend Zucker. Stimmt diese Aussage? Habt ihr die gleiche Erfahrung auch schon gemacht?

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» petertreter » Beiträge: 1437 » Talkpoints: -2,03 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Selbstverständlich braucht das Gehirn Energie bzw. Zucker. Zucker/Glucose ist nunmal der einfachste Nährstoff, den die Zellen zur Energiegewinnung in Anspruch nehmen können, deshalb also Glucose, falls du dich fragen solltest, warum nicht Fett oder Proteine verbaucht werden. Hier mal ein interessanter und meiner Meinung nach auch verständlicher Artikel bezüglich des Energiebedarfes des Gehirns.

Wenn ich mich recht entsinne, ist der Standardzuckerbedarf des Menschen gut 120 Gramm pro Tag und dieser deckt gerade einmal den Bedarf des Gehirns ab. Wird es beansprucht (z.B. Lernen, Gehirnjogging, etc.), nimmt der Bedarf logischerweise zu, je nach Aktivität. Das kann dann soweit gehen, dass der Blutzuckerspiegel sinkt und man eine Art Heißhungerattacke bekommt, indem man in etwa "Lust auf was Süßes" bekommt.

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» getku » Beiträge: 883 » Talkpoints: 11,06 » Auszeichnung für 500 Beiträge


Ja, um auch geistig gut arbeiten zu können, braucht in der Tat der Körper Zucker beziehungsweise lang wirksame Kohlenhydrate. Hat an diese nicht, merkt man ja recht schnell, dass man unkonzentriert ist und auch schnell müde ist. Bemerkbar macht sich so etwas auch in der Mittagspause, weil dort der Blutzuckerspiegel ja auch bei gesunden Personen am niedrigsten ist und der Speicher muss auch wieder aufgefüllt werden.

Traubenzucker wird nicht umsonst gern vor Prüfungen eingenommen, um sich zu konzentrieren, ein Schokoladenriegel tut nicht umsonst gut, wenn man müde ist. Das sind nur zwei Beispiele, die bei jedem anderen zutreffen können und meist auch zutreffen. Mit "guten" Kohlenhydraten und einer rechtzeitigen Aufnahme dieser kann man aber dieses Tief auch meines Erachtens nach gut umgehen.

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» *steph* » Beiträge: 18439 » Talkpoints: 38,79 » Auszeichnung für 18000 Beiträge



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