Entzündetes Nagelbett Kind: Hausmittel - Homöopathie?
Meiner Tochter ist ein Zehnagel eingerissen. Dieser konnte zwar komplett entfernt werden, aber das Nagelbett ist jetzt ziemlich entzündet und scheint ihr weh zu tun. Natürlich fahren wir zum Arzt, wenn es schlimmer wird. Gibt es irgendwelche Hausmittel und Tipps, oder Tricks was man bei Kindern machen kann, wenn das Nagelbett entzündet ist?
Gibt es pflanzliche Salben? Helfen bestimmte Kräuter, oder Umschläge? Was macht ihr, wenn eure Kinder eine Nagelbettentzündung haben, bzw. hatten? Was hat am Besten geholfen und was könnt ihr mir raten! Wichtig ist mir, dass es pflanzlich, homöopathisch oder ein Hausmittel ist!
Gegen Entzündungen aller Art hilft immer ganz gut ein Kräutersud aus Ringelblumen-Blütenblättern, die führt jede gut sortierte Apotheke. Auch ein Sud aus Kamillenblüten hilft, die hat man meist schon als Kamillentee im Haushalt vorrätig. Das ist prima, wenn es schnell gehen soll. Solche Bäder sind aber nur sehr mild und unterstützend wirksam. Manchmal hat man auch schon Kamillen-Extrakt fertig im Medizinschrank stehen. Das gibt es zum Beispiel unter den Namen Kamillan oder Kamillosan oder auch teilweise in Discountern von Eigenmarken.
Mit Homöopathie kenne ich mich nicht so gut aus. Gegen Entzündungen und Verletzungen soll wohl Arnica ein Universalmittel sein. Siehe
dort. Allerdings darf man bei Homöopathie nicht so eingleisig fahren, die anderen Leitsymptome müssen auch passen, damit das Mittel wirkt.
Wenn du Arnica als Pflanze in der Apotheke bekommst und daraus einen Sud kochst ist das auch toll. Als ich Kind war, hatte eine Bekannte alte Dame immer eine Flasche alkoholischen Auszug aus Arnica im Medizinschrank gehabt. Das war toll und hat gegen alle Wunden geholfen. Allerdings hat das durch den Alkohol viehisch gebrannt. Da musste man als Kind schon tapfer die Zähne zusammen beißen. Es kann aber sein, dass Arnica aus Naturschutzgründen heute schwer zu bekommen ist. Ach ja: Zur Dosierung für die Erstellung eines Sudes frage am besten die Apotheker.
Arnikatinktur gibt es in der Apotheke heute auch noch unter dem Handelsnamen Retterspitz zu kaufen. Da sind neben Arnica noch diverse andere Zusätze enthalten. Es riecht sehr eigentümlich kräuterlastig, aber es heilt meiner Erfahrung nach auch gut hartnäckige Wunden. Bei jeder Flasche ist da eine Anleitung beigelegt, die erklärt, wie man das Zeug verwendet. Entweder als feuchte Umschläge oder ein Schuss davon in eine Schüssel Wasser als Bad. Retterspitz hat auch eine eigene Homepage, wo du darüber nachlesen kannst. Pur würde ich das nicht auf die Wunde geben, da es stark alkoholisch ist und auch brennt. Im Internet findet sich auch der Beipackzettel auf dieser Seite zum Download.
klick .
Ein weiteres gutes Hausmittel gegen Entzündungen ist Propolis. Das bekommt man auch entweder in Apotheken oder beim örtlichen Imker. Propolis ist das Harz, das die Bienen im Stock verteilen um den Stock gesund zu halten. Das Mittel vernichtet auf natürliche Weise Krankheitserreger und heilte bei mir schon manche hartnäckige Wunde. Das wird dann auch in Alkohol aufgelöst. Es brennt natürlich auch, wenn man es pur aufträgt. Aber vielleicht gibt es ja in der Apotheke jetzt schon Zubereitungsformen die nicht brennen. Nur sollte man da immer zusehen, dass reichlich Propolis enthalten ist.
Ansonsten hilft bei solchen Entzündungen auch gut ein Eisbeutel oder ein Kühlakku um den Körper da etwas zu beruhigen und die Schmerzen zu lindern. Das Kind sollte selbst entscheiden dürfen, wie kalt es das haben möchte. Damit es keine Erfrierungen gibt, bitte den Kühlakku gut in Stoff verpacken, damit nur milde Kälte an der Haut angelangt.
Ansonsten sofort zum Arzt, wenn zum Beispiel Fieber dazu kommt. Mit einer Blutvergiftung ist nicht zu spaßen. Das kann sogar tödlich enden. Auch wenn die Wunde schlechter statt besser wird, solltest du auf jeden Fall noch mal einen Arzt aufsuchen.
Bevor du die Wunde versorgst, sollten deine Hände natürlich peinlich sauber gemacht sein, am besten desinfiziert. Oder du trägst Gummihandschuhe. Deine Tochter kann es nicht gebrauchen, dass du da noch mehr Keime einträgst. Als Verbandsmaterial würde ich eher die gerollten Textil-Verbände aus der Apotheke nehmen statt Pflaster, damit möglichst viel Luft an die Wunde kommt. Wenn sie eher abtrocknet heilt sie besser als unter einem Pflaster das alles feucht hält. Nach der Behandlung natürlich wieder gründlich die Hände reinigen.
Solche Wund und Heilsalben mit Bepanthen würde ich jetzt eher noch nicht anwenden. Ich würde da eher zu desinfizierenden Salben aus der Apotheke tendieren. In den neuen Bundesländern ist auch eine Heilsalbe bekannt, die es schon in der DDR gab. Sie nennt sich Pyolysin-Salbe.
Klick Ob das Wirkprinzip für dich noch als Hausmittel durchgeht, muss du selbst entscheiden. Die Salbe enthält die Ausscheidungsprodukte von Bakterien, aber keine Bakterien, die abfiltriert wurden. Zum einen hemmt das wohl laut Packungsbeilage das Wachstum der Bakterien, die man in der Wunde hat, zum Anderen wird dem Körper wohl vorgegaukelt, dass die Wunde ganz schlimm infiziert ist und erfährt schwerere Geschütze zur Wundheilung auf wodurch die Wunde schneller heilt. Ich fand die Salbe immer ganz angenehm wirksam und vor allem brennt sie nicht, was den Einsatz bei kleinen Kindern sehr angenehm macht.
Da ich kein Fachmann bin, sondern nur auf meine Erfahrungen als Mutter zurück greife: Bitte lass dich von einem Arzt oder Apotheker beraten, was für deine Tochter am sinnvollsten ist, damit sie keine Schäden davon trägt.
Ich quäle mich auch gerade mit einer Nagelbettentzündung. Als erstes habe ich in der Apotheke ganz klassisch Kernseife und Pyolysinsalbe angeboten bekommen. Genau wie ich es auch aus meiner Kindheit kannte. Lauwarme Kernseifebäder machen und dann eben einen Verband mit Pyolysin. Leider hat das bei mir dieses Mal nicht geholfen, so dass ich es noch mit einer Zugsalbe versucht habe. So eine schwarze, die nach Teer riecht. Diese habe ich mal wegen einer Nagelbettentzündung von meiner Ärztin bekommen.
Da es bei mir nicht besser wurde, bin ich dann am Wochenende ins Krankenhaus gegangen. Dort bekam ich einen mit Octenisept getränkten Verband. Das fruchtete leider auch nicht und so musste ich es mir im Endeffekt aufschneiden lassen, damit der Eiter raus kam. Daher würde ich auch sagen, lieber zu früh zum Arzt mit so etwas, als zu spät.
Ich hatte so etwas auch schon am seitlichen Rand vom Zehennagel. Damals habe ich immer diese schwarze Zugsalbe oder auch Bohrsalbe genannt, drauf gemacht. Das hat erst mal die Entzündung heraus gezogen. Und später habe ich dann Bephanten Salbe benutzt.
Allerdings scheint es bei deinem Kind ja eher offen zu sein, wenn der ganze Nagel entfernt werden musste. Da würde ich dann auch lieber mal in der Apotheke nach einer Badesubstanz fragen, in die deine Tochter dann die betreffende Partie halten muss. Ringelblumen sollen immer recht gut sein. Ich denke, dass du da in der Apotheke sicher noch gute Tipps bekommst. Vielleicht nimmst du dein Kind einfach mit und kannst der Apothekerin dann zeigen, worum es sich handelt.
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