Kann man gegen Krebs immun sein?

vom 03.09.2012, 19:49 Uhr

Durch das Rauchen erhöht man bekanntlicher weise die Chance auf Lungenkrebs sehr stark. Allerdings kann einem ja niemand sagen, wann genau man Lungenkrebs bekommen würde, wenn man raucht. Also beispielsweise nach einer Millionen Zigaretten oder so. Meines Wissens ist es bei jedem unterschiedlich, wann der Krebs kommt.

Ich persönlich kenne viele Menschen, die schon über 50 Jahre lang mehr als eine Schachtel am Tag rauchen und teilweise sogar auch noch schändlicheres, wie Zigarillos, geraucht haben. Diese Personen rauchen den Großteil ihres Lebens und hatten bisher noch keinerlei Anzeichen von Lungenkrebs. Bei anderen Personen jedoch kann es schon passieren, dass der Krebs im frühen Alter schon auftritt und das Leben dann auch frühzeitig beendet.

Es kommt mir so vor, als wären manche Menschen einfach immun gegen Lungenkrebs oder eventuell sogar gegen Krebs allgemein sind. Habt ihr denn ebenfalls schon so etwas erlebt, dass ihr eigentlich schon längst Lungenkrebs bei Personen vermutet hättet, weil diese so viel geraucht haben, jedoch nie Krebs hatten? Könnte es eventuell sein, dass jemand immun gegen Krebs ist oder denkt ihr, dass solche Personen einfach Glück haben?

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» hennessy221 » Beiträge: 5132 » Talkpoints: -1,94 » Auszeichnung für 5000 Beiträge



Ich finde die Frage irgendwie total schockierend. Wenn wirklich jeder Raucher Lungenkrebs kriegen würde, gebe es doch schon lange keine Rauchen mehr. Es wird doch nur das Risiko erhöht, an Lungenkrebs zu erkranken. Und Risiko bedeutet ja nicht Garantie.

Es ist halt einfach so, dass manche Menschen anscheinend anfälliger für Krebs sind, als andere. Genauso wie bei Erkältungen (dummer Vergleich). Genetische Faktoren spielen eine Rolle und wenn "anfälligere Menschen" auch noch rauchen, wird das Risiko eben auch noch einmal erhöht. Und nur wenn einer es nicht bekommt, kann man noch lange nicht von Immunität sprechen. Immun müsste ja heißen, dass jede Krebszelle automatisch vernichtet wird. Und wenn Krebszellen vernichtet werden, müsste es ja heißen, dass sie Krebs bekommen. Ich denke, wenn es solche Menschen geben würde, hätte man sie schon gefunden. Im Gegensatz dazu gibt es doch auch Menschen, die nie in ihrem Leben eine einzige Zigarette geraucht haben, und trotzdem krank geworden sind.

Ob man bei solchen Geschichten von Glück oder Zufall reden kann, wird dir wahrscheinlich keiner beantworten können. Übrigens finde ich, dass es nicht richtig ist, bei Menschen nur aufgrund ihres Zigaretten-Konsums Krebs zu vermuten. So etwas macht man einfach nicht.

» Märie » Beiträge: 459 » Talkpoints: 15,45 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Ich finde diese Frage nicht nur schockierend sondern ziemlich blöd, wenn ich mal ehrlich sein darf. Zunächst einmal wäre es wohl besser gewesen, du hättest dich mit dem Thema etwas mehr auseinander gesetzt. Denn dann wüsstest du, dass Rauchen nur das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken erhöht, aber nicht garantiert, dass man es auch bekommt. Wer stark raucht hat also nur einen Risikofaktor mehr, aber er oder sie muss nicht daran erkranken.

Hinzu kommt, dass niemand auf der Welt immun gegen Krebs ist, auch wenn man es nicht bekommt. Krebszellen entstehen in jedem Körper, egal wie jung oder alt, egal welche Risikofaktoren vorhanden sind. Nur kann der Körper normalerweise mit diesen Zellen umgehen und sie vernichten. Bei manchen aber funktioniert das nicht und so entsteht Krebs. Das kann auch noch im hohen Alter passieren, oder eben gar nicht. Aber nur weil jemand das Glück hat nicht an Krebs zu erkranken, bedeutet das nicht, dass diese Person immun ist.

Manchmal wäre es wirklich besser, sich vorher mal vernünftig zu informieren, bevor hier solche Fragen gestellt werden.

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» Vampirin » Beiträge: 5979 » Talkpoints: 30,32 » Auszeichnung für 5000 Beiträge



Also so etwas habe ich auch noch nicht gehört und muss sagen, dass es auch ziemlich schwachsinnig ist.

Ich verstehe auch nicht so wirklich, was du mit deiner Frage bezwecken willst. Man kann beim Krebs nicht sagen, wann man ihn bekommt, wer ihn bekommt und warum man ihn bekommt. Man kann es einfach nicht bestimmen und das ist etwas, was noch erforscht werden muss.

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» petertreter » Beiträge: 1437 » Talkpoints: -2,03 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Man weiß über Krebs noch sehr wenig. Aber dass Rauchen nicht nur Lungenkrebs verursacht, sondern auch Herz-Kreislauf-Krankheiten, ist mittlerweile statistisch bewiesen. Es gibt allerdings Menschen, die für Krebs wohl nicht so anfällig sind. Woran das liegt, weiß man aber nicht. Das beste Beispiel ist ja Helmut Schmidt, der in hohem Alter noch weiter raucht, auch weiterrauchen muss, weil er wahrscheinlich sterben würde, wenn er aufhörte. Er hat zwar keinen Lungenkrebs, aber wohl schon einige Bypässe.

Meine Schwiegermutter ist 89, sehr sportlich und raucht jeden Tag schon seit ihrer Jugend ihre halbe Schachtel Zigaretten täglich. Die gesamte Verwandtschaft aus dieser Linie wurde sehr alt, obwohl meine Schwiegermutter aus einer Bergmannsfamilie stammt, die ja nicht gerade gesund lebten. Ich bin der festen Überzeugung, dass manche Menschen zwar nicht immun, aber weniger empfänglich für Krebs sind, weil ihr Körper Zellen besser reparieren kann.

Umgekehrt gibt es ja auch Familien, in denen der Krebs gehäuft vorkommt. Insbesondere die Veranlagung für Brustkrebs scheint erblich zu sein. Da man natürlich nicht weiß, wie empfänglich man für Lungenkrebs ist, sollte man nicht rauchen. Die meisten bekommen ihren Krebs, wenn sie rauchen. Es muss ja nicht Lungenkrebs sein, häufig ist es auch Kehlkopfkrebs, eigentlich kann man an allen Stellen Krebs bekommen.

» anlupa » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »


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