Medikamente um Suchtdruck nach Nikotin auszuhalten
Mein Onkel, sehr starker Raucher, will aufhören, weil es mit der Gesundheit nicht mehr verträglich ist. Aber er hat irrsinnig Angst, dass er den Suchtdruck nicht stand hält. Gibt es irgendwelche medikamente, die einem helfen, diesen Suchtdruck zu überstehen und den Nikotinentzug auszuhalten?
Das Nikotinpflaster oder Nikotinersatz will mein Onkel nicht haben, weil er ja von der Sucht runter will und den Nikotin nicht mehr an seinem Körper ran lassen will. Aber wenn er schon 3 Stunden nicht raucht, fängt er an zu zittern und er bekommt Schweißausbrüche. Was kann ihm denn unterstützend helfen, damit er es auch schafft aufzuhören?
Ich kann den Gedankengang deines Onkels sehr gut nachvollziehen, allerdings sollte er vielleicht wirklich Nikotinpflaster ausprobieren. Nikotin ist nicht nur eine psychische, sondern auch eine körperliche Abhängigkeit. Wenn er von 100 Prozent gleich auf 0 Prozent geht, können nur körperliche und psychische Symptome folgen. Man bezeichnet zwar Nikotin als "Nervengift", jedoch ist die Beeinflussung des Körpers stärker, als die meisten vermuten.
Es ist natürlich am besten, wenn man so schnell wie möglich das Rauchen beendet und ich möchte auf gar keinen Fall die Gesundheit anderer Menschen gefährden, aber vielleicht sollte er zuerst (weiter) rauchen und "nur" seinen Nikotinkonsum heruntersetzen. Er kann auch Nikotinpflaster benutzen, natürlich möchte er auch vom Nikotin weg, aber mit Hilfe dieser Pflaster nimmt er nicht weitere schädliche Stoffe im Tabak auf. Das gute an Nikotinpflaster ist auch, dass er nicht so einen starken Drang zum Rauchen hat und seiner Arbeit ganz normal nachgehen kann.
Vielleicht kannst du dir denken, wobei Nikotinpflaster helfen - dein Onkel muss alltägliche Rituale vermeiden und gegen diese Ankämpfen. Wenn er beispielsweise arbeitet, dann soll er sich nicht mehr zu den rauchenden Kollegen stellen. Vielleicht raucht er auch in der Wohnung oder hat eine rauchende Frau? Dann müssen schnell neue Regeln aufgestellt werden, die das Rauchen in der Wohnung verbieten.
Es gibt wirklich Rauchern, denen die Zigarette "drinnen" besser schmeckt als draußen. Wenn man zum Rauchen den Raum verlässt, raucht man meistens "bewusster" - also weniger. Das ist auch der erste Schritt in die richtige Richtung.
Du siehst, dass es bei einem Menschen individuelle Methoden gibt, um das Rauchen aufzugeben. Ich bin kein Arzt oder kein Experte auf diesem Gebiet, ich bin selbst Raucher. Zwei Monate war ich rauchfrei und ich habe wegen meinem Schulstress wieder angefangen. Ich habe ich mit meinem damaligen Freund aufgehört zu Rauchen, wir haben uns gegenseitig motiviert und wollten am Ende auch nicht heimlich rauchen, weil wir ein schlechtes Gewissen hätten und dem Partner nichts verheimlichen wollten. Wenn ich Entzugserscheinungen hatte wusste ich, dass ich das wegen meinem Liebsten durchhalten muss oder kann. Vielleicht kann sich dein Onkel auch einen Verbündeten angeln?
Viele Menschen schaffen es auch innerhalb von einem Tag und stehen das durch, für mich wäre das aber persönlich nichts. Ich wünsche deinem Onkel viel Willensstärke, denn diese wird er brauchen.
Deinem Onkel solltest du eher zu solchen Nikotinpflastern (oder auch Kaugummis) hin raten. Die Nikotinkaugummis sind nicht so ganz gut geeignet wie die Nikotinpflaster, aber wenn dein Onkel keine Pflaster mögen sollte, wäre das eine Alternative. Bei den Pflastern ist zwar Nikotin drin, aber eben keine anderen, suchtauslösenden und giftigen Stoffe wie in den Zigaretten.
Ich verstehe zwar deinen Onkel, wenn er kein Nikotin mehr sehen möchte und dadurch die voran gegangenen Mittel nicht nehmen möchte, aber es wäre wichtig für ihn, vorausgesetzt er kann nicht mit dem Rauchen aufhören und hat danach überhaupt kein Verlangen nach weiteren Zigaretten
, dass er sie trotzdem nimmt. Bei den Nikotinpflastern wird nämlich die Nikotinkonzentration stückweise nach unten geschraubt bis dein Onkel dann gar kein Nikotinverlangen mehr hat. Bis dahin dibt es Pflaster, die je nach dem Zigarettenkonsum deines Onkels bei einer gewissen Stärke beginnen. Insgesamt gibt es drei Stufen. Wenn dein Onkel mehr als 20 Zigaretten pro Tag benötigt, fängt er mit der höchsten Konzentration an, ansonsten mit der mittleren. Nach einer gewissen Zeit braucht er dann nur noch die niedrigste Stufe bis er dann gar kein Pflaster mehr braucht.
Aber bis zum vollständigen Entzug benötigt er eben noch das Nikotin. Das solltest du ihm auch noch einmal aufzeigen, dass eben nur sehr wenigen Leuten gelingt von heute auf morgen mit dem Rauchen aufzuhören und dass diese Pflaster echt Sinn machen, wenn er nicht auf die E-Zigarette zurück greifen möchte.
Da dein Onkel schon ein starker Raucher ist, wird er nicht so einfach vom Nikotin wegkommen. Es ist ja nicht nur eine geistige Sucht, sondern auch eine körperliche Sucht nach dem Nikotin. Der Körper macht also beim Entzug eine ganze Menge durch und deswegen sollte er etwas machen, damit ihm noch ein Teil dieses Nervengiftes zugeführt wird. Es gibt Nikotinpflaster oder Kaugummis. Diese sorgen dafür, dass man nicht rauchen muss, aber dennoch das süchtig machende Nikotin bekommt. Man hat also weniger Entzugserscheinungen und kann daher die Dosis immer weiter verringern mit dem man dann von den Zigaretten wegkommt.
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