Ursachen für eine soziale Phobie?
Um eine soziale Phobie wohl erfolgreich behandeln und auch hinter sich zu lassen, ist eine Ursachenforschung hierbei unabdinglich. Der gesunde Menschenverstand sagt mir, dass eine soziale Phobie oftmals etwas damit zu tun hat, dass man in der Kindheit immer wieder gemobbt wurde oder auch, dass man einfach nicht gelernt hat, auf andere Kinder/ Menschen zuzugehen und daher eine gewisse Angst entwickelt. Allerdings fällt dies meiner Ansicht nach schon in den Rahmen der sogenannten Hausfrauenpsychologie.
Welche (anderen) Ursachen und Gründe kann es für eine soziale Phobie geben? Wie viel kann man dabei in der Kindheit/ Jugend finden? Lässt sich anhand dieser Ursachenforschung auch Prävention betreiben?
Angststörungen sind eine Sache für sich. Angst ist ja ein natürliches Verhalten und manchmal durchaus sinnvoll, in der heutigen Zeit gibt es aber andere Bedrohungen als früher. Da der Mensch eigentlich nicht für diese industrialisierte Welt geschaffen ist, gibt es immer mehr Menschen mit psychischen Störungen.
Angststörungen ist meist ein oder mehrere Negativerlebnisse vorausgegangen. Unser evolutionärer Trieb sagt uns, Verhaltensweisen die zu negativem Feedback führen zu meiden. Eine soziale Phobie entsteht also dann, wenn menschlicher Kontakt widerholt auf negative Bestärkung getroffen ist.
Dies wäre zum Beispiel bei Mobbing der Fall, aber auch wenn eine Bezugsperson sehr autoritär ist. Gewaltanwendung kann eine Sozialphobie natürlich auch erklären, kein Kontakt bedeutet schließlich auch keine Möglichkeit Gewaltopfer zu werden. Eine weitere Möglichkeit ist es, dass die entstandene Störung gar nicht kausal erklärbar ist, ihr aber ein anderes Trauma zugrunde liegt. Manchmal verschiebt das Unterbewusstsein Ängste auf andere Situationen. So können sich ja z.B. auch Zwangsstörungen manifestieren, wobei klar sein sollte das Niemand aufgrund einer ungerade auf dem Tisch liegenden Gabel ein Trauma erlitten haben wird.
Vermutlich weisen sehr viele Leute Symptome einer Angststörung auf, da ein Leben eigentlich nie ohne Trauma von Statten gehen kann. Außerdem heißt es nicht, dass man an einer Angststörung leidet, nur weil man schüchtern ist.
Hier grenzt die Diagnose Sozialphobie sich ganz klar von einfacher Schüchternheit ab: Nur in Extremfällen spricht man von Sozialphobie. Der oder die Betroffene ist nicht fähig, einen normalen Alltag zu führen und auch nicht in der Lage, die Probleme selbst zu bewältigen. In dem Fall ist eine Psychotherapie von Nöten, außerdem wird häufig um einen Anstoß zur Angstüberwindung zu geben und damit der Patient positive Erfahrungen sammeln kann, ein Benzodiazepin als Angstlöser verordnet.
Ich hab jetzt mal ein wenig dazu quer gelesen. Aber eine soziale Phobie kann auch genetisch bedingt sein. Sprich der Mensch, welcher darunter leidet, hat dieses Problem einfach so mitbekommen ohne direkt nach bestimmten Situationen diese Ängste entwickelt zu haben. Allerdings wird davon ausgegangen, dass betroffene Menschen alles wesentlich negativer ansehen, als es in Wirklichkeit ist.
Sie haben eben Angst dass sie den Menschen in ihrem Umfeld nicht gerecht werden können. Fassen aber auch alles negativ auf ihre eigene Person auf, auch wenn das gar nicht so gesagt wurde. Die meisten Menschen mit einer sozialen Phobie haben diese aber durch Erfahrungen entwickelt. Diese müssen nicht unbedingt im Mobbing zu suchen sein. Da reicht schon eine, für andere Menschen, harmlose Aussage um gefährdete Menschen in eine solche Phobie zu drängen.
Von den Verursachern, wenn man sie mal so nennen will, ist diese Entwicklung auch gar nicht so gewollt. Aber man kann auch nicht immer einschätzen, ob eine Aussage den anderen wirklich in solche Selbstzweifel stützt. Übrigens die meist diagnostizierte soziale Phobie ist die Trennungangst.
Eine soziale Phobie kann in der Tat verschiedene Hintergründe haben. Einen durchaus realistischen Hintergrund hast du ja bereits schon erkannt und genannt. Das weit verbreitete Mobbing kann mehr Schaden anrichten als man glaubt und genau das macht es ja ebenso gefährlich. Mobbing gibt es in großen und auch kleineren Ausmaß. Ich möchte jetzt nicht behaupten, dass es gut ist wenn man in "kleinem Ausmaß" gemobbt wird sondern es einfach nochmal erwägen, dass nicht überall die gleiche Intensität von Mobbing herrscht und ausgeführt wird. Bei extremen Mobbingfällen, wo es auch zum Teil mal handgreiflich zu Sache geht, kann ich mir gut vorstellen, dass sich aus so einem oder gar mehreren Erlebnis eine soziale Phobie entwickeln kann.
Hat man erst einmal eine soziale Phobie entwickelt ist es ein Teufelskreis dort wieder heraus zu kommen. Das besondere hieran ist ja die Tatsache, dass solche Menschen Angst davor haben bestimmte Erwartungen nicht erfüllen zu können oder das sie bei anderen Leuten auf Ablehnung statt Sympathie stoßen. Trägt man diese Ängste mit sich herum zeigt man das natürlich auch mehr oder weniger intensiv. Ob erröten oder zittern, beides sind Merkmale die schnell erkennbar sind und so die Angst nur noch mehr fördern.
Ob eine soziale Phobie auch bei Leuten entstehen kann, die viel mit anderen Leuten zu tun haben und nie wirklich gemobbt wurden, kann ich an dieser Stelle nicht wirklich beantworten. Ich denke aber, dass das genaue Gegenteil von diesen Menschen dies schon kann. Es gibt ja durchaus Leute, die von Morgens bis Abends alleine zu Hause hocken und nicht einmal das Haus oder die Wohnung verlassen. Solche Leute, die den ganzen Tag am Computer hocken und bzw. oder nur noch fernsehen. Bei solchen Leuten baut doch die soziale Leistung total ab und ein wenig wird man das als solche Person doch auch ein wenig mitbekommen. Genau hier ist der Punkt erreicht, an dem wohl einige eine soziale Phobie entwickeln könnten. Sie entwickeln einfach die Angst, dass sie mit den anderen Leuten nicht mehr klar kommen würden, weil sie deren Umgang nicht mehr gewohnt sind.
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