Wichtige Hinweise zu Fußpflege und Diabetes gesucht
Meine Oma ist seit kurzer Zeit Diabetikerin und der Arzt hat nun gesagt, dass sie sich eine Fußpflegerin suchen soll. Sie soll sich die Füße nicht mehr selber pflegen, sondern es durch eine medizinische Fachkraft machen lassen. Warum soll sie das nicht mehr selber machen?
Welche wichtigen Hinweise sollte meine Oma beachten. Sie ist nicht davon abzuhalten, dass sie sich die Füße selber pflegt. Sie hat es immer selber gemacht und will nicht zu einer Fußpflegerin. Was kann man ihr mit auf den Weg geben und womit kann man sie überzeugen sich die Füße durch eine Fußpflegerin machen zu lassen. Worauf sollte man beim Aussuchen der Fußpflege achten?
Im Grunde genommen kann deine Oma das Meiste tatsächlich noch selbst machen, wichtig ist einfach, dass sie Ihren Füßen besonders viel Beachtung schenkt und sich selbigen wirklich genau und aufmerksam widmet um bei jeder kleinen Veränderung sofort einen Podologen aufsuchen zu können.
Ich würde dennoch mindestens einmal pro Monat eine gute Fußpflegerin zu Rate ziehen und diese die wichtigsten Dinge erledigen lassen. Wichtig ist, dass ihr euch gezielt nach einer medizinischen Fußpflege umschaut, eine rein kosmetische Fußpflege hat in eurem Fall eher wenig Sinn und schadet im Ernstfall eher, als das sie nützt (schlichtweg, weil die Fußpflegerin die lediglich kosmetisch arbeitet, Anzeichen für einen diabetischen Fuß oftmals einfach nicht erkennt und somit auch gar nicht gezielt darauf eingehen kann). Wichtig ist, dass ihr die Fußpflege eben auch über die Erkrankung der Oma informiert, nur dann hat die Behandlung auch wirklich Sinn (eine kosmetische Fußpflegerin, die nicht nur auf Profit aus ist, würde euch dann beispielsweise sofort wegschicken und die Behandlung deiner Oma ablehnen).
Die tägliche Grundpflege kann deine Oma ja weiterhin problemlos selbst übernehmen. Wichtig ist eben vor allem, die tägliche Überprüfung nach Veränderungen. Da man hierbei vor allem den Fußsohlen und den Zehenzwischenräumen Beachtung schenken sollte, ist ein guter Handspiegel von Vorteil. Eventuell würde sich deine Oma auch wohlfühlen, wenn ihr mit einen Blick darauf werft und ihr ein wenig helft? Gerade für eine ältere Dame stelle ich mir solche Verrenkungen eher schwierig vor. Auch Dinge wie ein Fußbad sollte sie ja noch alleine bewältigen können, wichtig ist hierbei die lauwarme Wassertemperatur und die recht kurze Dauer von maximal 3-5 Minuten. Dies ist wichtig, damit die Haut nicht zu sehr aufweicht und sich keine Risse oder gar Krankheitserreger einschleichen können. Abrubbeln eben vorsichtig, auch hier sollte man es tunlichst vermeiden, der Haut Verletzungen zuzufügen. Feilen sollte man nur mit möglichst stumpfen und speziell geeigneten Gegenständen, auch beim Kürzen der Fußnägel sollte man vorsichtig sein und diese nicht zu sehr kürzen um ein Einwachsen zu vermeiden.
Diese Dinge (also Kürzen und Befeilen) würde ich, genau wie die Hornhautentfernung, eben lieber in die Hände einer erfahrenen Person legen. Vielleicht kannst du die Oma ja von einem Kompromiss überzeugen? Ich verstehe, dass deine Oma sich das nicht gänzlich nehmen will, man fühlt sich da ja zunächst einmal auch wirklich unfähig, schließlich soll man etwas, was man jahrelang selbst getan hat, urplötzlich nicht mehr alleine leisten können. Das wäre wohl für niemanden eine schöne Vorstellung, die anfängliche Abwehr kann ich also gut verstehen. Leider ist es aber so, dass die meisten Diabetiker schlichtweg nicht um das hohe Risiko wissen und dies demzufolge nicht realistisch einschätzen können. Man denkt eben, so ein Fuß hält doch einiges aus. Das aber bereits eine kleine Blase, die einen "gesunden" Menschen nicht mal sonderlich beeindrucken würde, oder aber ein harmlos erscheinender Riss ganz schnell ziemlich böse Konsequenzen nach sich ziehen kann, ist schlichtweg den Wenigsten bewusst. Wer rechnet auch aufgrund einer Blase oder eines Hühnerauges mit einer drohenden Amputation?
Versucht einfach ihr die Risiken ins Bewusstsein zu rufen und sie davon zu überzeugen, dass sie Ihre Selbstständigkeit ja keinesfalls aufgeben muss und noch immer viel selbst leisten kann und darf. Aber die Fußpflege als solche ist aus medizinischer Sicht definitiv wichtig und eine wirklich gute Sache, die letztlich dafür Sorge tragen soll, dass es deiner Oma auch mit dieser Erkrankung noch lange Zeit möglichst gut gehen wird.
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