Motivation beim Protokolle schreiben wie erlangen
Durch meine Krankheit sind hin und wieder auch einmal Protokolle zu führen und diese festzuhalten. Zwar ist es mit der heutigen Technik auch möglich, vieles über den Computer oder die technischen Geräte zu machen, aber dennoch kann es gerade in Hinblick auf einen Folgeantrag der Therapie sinnvoll sein, auch handschriftliche Notizen vorzuliegen. Jedoch sollte dieser anstehende Folgeantrag nicht der einzige Grund sein, um ein Tagebuch oder eben um diese Protokolle zu führen, sondern auch andere Gründe gibt es durchaus.
Anfänglich war ich ja auch immer hoch motiviert, diese Tagebücher und Protokolle zu führen, aber mit der Zeit lässt es nach. Zwar fange ich immer wieder an, ein neues Tagebuch zu schreiben, aber ich halte es nur ein paar Tage durch, ehe ich es wieder aufgebe oder einfach nicht mehr weiter schreibe. Dabei ist es ja nun nicht sonderlich anstrengend oder zeitaufwendig, diese Tagebücher und Protokolle zu führen, es ist innerhalb von ein paar wenigen Sekunden erledigt.
Sich vom Arzt da motivieren zu lassen, ist zumindest bei meinem Arzt eher nicht möglich. Dieser ist nämlich der Meinung, dass das Protokollieren nur noch in Ausnahmefällen gemacht werden sollte, wenn bestimmte Gründe vorliegen, da alles andere auch über Technik möglich ist. Er zwingt auch seine Patienten nicht dazu und möchte nicht unbedingt, dass die Krankheit mehr Platz im Alltag übernimmt, als nötig.
Wie kann man sich am besten immer wieder dazu motivieren, diese Tagebücher und Protokolle weiter zu schreiben und nicht zwischenzeitlich es aufzugeben?
Ich glaube nicht, dass man sich so stark für solch eine Tätigkeit motivieren kann, dass sie wirklich Spaß macht. Aber man kann es besser durchziehen, wenn man die Tätigkeit an eine feste Stelle im Tagesablauf einbaut, so dass ein Automatismus entsteht. Ich weiß jetzt nicht, zu welcher Tageszeit oder zu welchen Tageszeiten du die Einträge machen muss. Wenn es abends oder morgens ist, könntest du sie immer nach dem Zähneputzen machen. Irgendwann machst du es automatisch, dass es nicht mehr unangenehm ist, weil du vorher dauernd denken musst, dass noch eine unangenehme Aufgabe vor dir liegt. Manche Tätigkeiten sind ja nicht an sich zuwider, sondern eher die Gedanken, dass man es noch tun muss, dass man es nicht vergessen sollte, die Schuldgefühle, dass man es nicht getan hat. Das fällt bei einem regelmäßigen Automatismus weg.
Nein, Spaß machen wäre auch zu viel verlangt und darauf wollte ich auch gar nicht hinaus. Ich meine, ich hätte im Grunde ja auch die Dinge neben mir liegen, die ich bräuchte, um so etwas aufzuschreiben und irgendwann schleicht sich da der Schlendrian ein. Und genau diesen Schlendrian mag ich irgendwie umgehen, um ein lückenloses Tagebuch vorlegen zu können. Es dient ja nicht nur für irgendwelche Dritten, sondern auch für mich, zumal Technik auch versagen kann.
Ich muss mehrmals etwas aufschreiben, aber das sind eher wirklich kurze Notizen. Würde ich das am Abend machen, als Tageszusammenfassung sozusagen, würde ich zu viel vergessen und wäre dennoch genervt, auch, wenn ich es beispielsweise während ich im Bett liegen würde, es tun könnte oder wenn ich abends noch fernsehe oder am Computer sitze. Mir ist es lieber, ich mache es direkt, wenn ich die Dinge direkt protokolliere und dafür suche ich eben eine Motivationsspritze.
Ich kenne es nur zu gut. Ich führe auch täglich Protokolle, was auch an meiner Erkrankung liegt. Motivieren kann man sich hierzu nicht wirklich. Ich schreibe sie mittlerweile am Rechner und ich schreibe mir nur am Tag irgendwelche Notizen in mein tolles Notizheft. Das ist an sich meine Motivation, es macht deutlich mehr Spaß etwas in einen Gegenstand einzutragen, den man selbst mag. Aber ansonsten ist meine Motivation nicht wirklich vorhanden, ich habe mich einfach daran gewöhnt, den ganzen Schreibkram abends in Reinform zu bringen.
Kleb dir doch einfach bunte Zettel mit kleinen Fragen wie zum Beispiel "Wie geht es mir?" in deinen Schreibblock. Oder verziere es mit motivierenden Sprüchen. Ich benutze auch ab und zu die Sprachaufnahme meines Smartphones und spreche meine Notiz einfach auf und höre sie dann abends wieder ab. Vielleicht motiviert es auch etwas, mal die eigene Stimme zu hören. Oft sind es kleine Dinge, die einen zum Weitermachen bringen, man muss sich hier nur einen Schubs geben. Dann klappt es auch mit dem Protokollieren.
Am Besten du machst einfach neben dem Protokoll schreiben etwas Angenehmes. Du kannst beispielsweise deine Lieblings CD draufmachen und mitsingen oder etwas Tolles nebenbei essen. Es ist sicher schwer sich immer wieder zu so etwas zu überreden und daher musst du dich eben immer wieder zwingen, jede Form der Motivation wird nämlich versagen, weil die Sache an sich ja einfach eine langweilige Sache ist, die man nicht gerne macht. Du musst einfach jeden Tag deinen inneren Schweinehund besiegen und es einfach machen.
@kochanie, ja, die Idee hatte auch schon eine andere Freundin von mir gehabt und ich habe nun inzwischen auch wirklich verschiedene Notizbücher so herumliegen, die ich zwar alle hoch motiviert anfange zu schreiben, aber dann doch die Motivation dazu verliere. Ich habe jetzt eines angefangen, und habe auch immer auch die entsprechenden Schreibutensilien dabei gelegt.
@Ramones, ich glaube, der Aufwand wäre zu viel, den ich dann betreiben würde. Es handelt sich ja im Grunde nur um so etwas wie ein paar Zahlen und das dann vielleicht fünf, sechs Mal am Tag, wenn überhaupt. Mir ging es ja genau darum, den inneren Schweinehund zu besiegen und irgendwie muss es möglich sein.
Es steht zwar ein bestimmtes Ziel an, aber wenn ich dieses erreicht habe, wie geht es dann weiter? Ich könnte mir dann dieses bestimmte Ziel erneut setzen, aber dadurch, dass es dann etwas in weiter Ferne liegen würde, wird es wieder nicht allein ausreichen. Denn dann denke ich mir, dass ich dazu ja noch Zeit habe.
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