Kosten Arzneimittel abends mehr?

vom 14.07.2012, 17:13 Uhr

Heute Morgen wollte ich ein Rezept bei der Apotheke abgeben, um ein Medikament zu erhalten. Jedoch hatten sie das gewünschte Produkt nicht im Laden, sodass mich die Apothekerin auf den Abenddienst verwies. Ich solle um 18 Uhr noch einmal kommen, wenn die Lieferung da sei. Das Medikament habe ich gleich bezahlt und einen Lieferschein erhalten, der zum Abholen da ist.

Nun meinte meine Großmutter, das Arzneimittel sei nun sicherlich im Preis erhöht, da ich es ja abends abholen würde. Den Abenddienst gibt es aber sonst nicht, nur samstags diese Woche, die Apotheken in der Region wechseln sich da ab. Kostet das Arzneimittel nun wirklich mehr, nur weil ich es am Abend abhole? Wenn es so wäre, wäre das doch nicht in Ordnung, oder?

Benutzeravatar

» fcbtill » Beiträge: 4713 » Talkpoints: 21,47 » Auszeichnung für 4000 Beiträge



Arzneimittel kosten immer das gleiche, sofern keine Preiserhöhung stattfand. Allerdings kostet es eine Nachtgebühr, wenn man abends nach 20 Uhr Arzneimittel in der diensthabenen Apotheke kaufen will.

Diese Nachtgebühr hat aber nichts mit dem jeweiligen Medikament zu tun. Es hat nur was damit zu tun, dass der Apotheker oder die Apothekerin den Nachtschichtenzuschlag bezahlt bekommt oder eben auch den Wochenendzuschlag. Aber solange die Apotheke noch die normalen Öffnungszeiten hat und du gesagt bekommt, dass du sie dann abholen kannst, kostet das auch nichts mehr.

Benutzeravatar

» Diamante » Beiträge: 41749 » Talkpoints: -4,74 » Auszeichnung für 41000 Beiträge


Ich kenne es nicht, dass wenn man eine bestellte und bereits bezahlte Sache abholt, dass man dann noch mal extra etwas zahlen muss. Man muss nur mehr zahlen, wenn man nachts oder zur Bereitschaftsapotheke geht. Dass es abends mehr kosten soll, kenne ich ehrlich gesagt nicht. Vielleicht war es ja früher so, aber ich würde es wie du auch als Frechheit empfinden ein bereits bezahltes Medikament noch mal nach der Zeit bezahlen zu müssen. Das macht auch keinen Sinn meiner Meinung nach.

Benutzeravatar

» Ramones » Beiträge: 47758 » Talkpoints: 8,52 » Auszeichnung für 47000 Beiträge



Soweit ich weiß, sind Medikamente im Nachtdienst letztlich wirklich teurer. Man muss einen Zuschlag zahlen. Die Zuschläge sind dann aber an der Tür angeschlagen. Da ich das aber noch nie genutzt habe und Apotheken von Innen so gut wie nicht kenne, kann ich nur vermuten, dass es dann mit diesem Zuschlag getan ist. Es dürfte also nicht das Medikament teurer sein, aber man zahlt einen Nachtdienstzuschlag. Und das natürlich unabhängig davon, ob du nun 10 Medikamente holst oder nur eines.

Noch was: Schreibt der Arzt "noctu" auf das Rezept, dann muss man zwar den Aufschlag zahlen, aber den sollte es dann von der Krankenkasse zurück geben.

Benutzeravatar

» Richtlinie2 » Beiträge: 1872 » Talkpoints: -0,63 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Ich habe deinen Beitrag so verstanden, dass diese Apotheke Notdienst hat und dazu abends noch mal eine Lieferung erhält, ist das richtig? Wenn du das Arzneimittel aber innerhalb der regulären Öffnungszeiten bezahlt hast, dürften keine weiteren Kosten auf dich zukommen. Die Notdienstgebühr fällt dann an, wenn man im Notdienst ein Medikament kauft oder ein Rezept einlöst. Bei einem Rezept ist es auch so, dass der Arzt ankreuzen kann, dass du im Notdienst bei ihm warst, dann übernimmt die Krankenkasse auch die anfallende Notdienstgebühr.

» Barbara Ann » Beiträge: 28946 » Talkpoints: 58,66 » Auszeichnung für 28000 Beiträge


Es gibt ja Notapotheken. Da haben pro Stadt und je nach Größe der Stadt vereinzelt Apotheken auch außerhalb der normalen Öffnungszeiten offen und da kosten die Medikamente dann prozentual wirklich mehr. Wobei ich nicht genau weiß, ob das wirklich prozentual ist oder eine Pauschale. Ich nahm bisher immer an, dass es prozentual war.

Allerdings haben bei uns Apotheken sowieso Montags bis Freitags regulär bis 20 Uhr offen und erst danach zahlt man den Sonderzuschlag. Man kann es also durchaus so einrichten, dass man eher geht, wenn es kein Notfall ist. Andernfalls hätten viele berufstätige Menschen, die bis 18 Uhr arbeiten müssen ja auch ein Problem, weil sie jedes Mal den Zuschlag zahlen müssten und das kann ja dann auch nicht sein.

Benutzeravatar

» winny2311 » Beiträge: 15159 » Talkpoints: 4,91 » Auszeichnung für 15000 Beiträge


Richtlinie2 hat geschrieben:Soweit ich weiß, sind Medikamente im Nachtdienst letztlich wirklich teurer. Man muss einen Zuschlag zahlen. Die Zuschläge sind dann aber an der Tür angeschlagen.

Das stimmt so nicht, denn die Zuschläge, wie du sie so schön nennst, sind nicht an der Türe angeschlagen. Es gibt auch keine Zuschläge, sondern nur die Notdienstgebühr, die ab 20 Uhr in jeder diensthabenden Apotheke anfällt. Diese Gebühr wird vor allem bei frei verkäuflichen Medikamenten fällig, denn auf Rezepten zu dieser Zeit, wird vom Arzt das noctu-Feld angekreuzt und dann zahlt die Krankenkasse die Notdienstgebühr und nicht der Kunde.

Richtlinie2 hat geschrieben:Und das natürlich unabhängig davon, ob du nun 10 Medikamente holst oder nur eines.

Richtig. Die Notdienstgebühr fällt auch nur ein einziges Mal an, egal wie viele Medikamente man dann bei seinem nächtlichen Einkauf kauft.

Richtlinie2 hat geschrieben:Noch was: Schreibt der Arzt "noctu" auf das Rezept, dann muss man zwar den Aufschlag zahlen, aber den sollte es dann von der Krankenkasse zurück geben.

Nein, den Aufschlag, also die momentane Notdienstgebühr in Höhe von 2,50Euro, muss man nicht selber zahlen. Diese wird direkt auf das Rezept mit aufgedruckt und wird dann von der Krankenkasse übernommen. Lediglich bei Privatrezepten zahlt man die Notdienstgebühr, wie auch das Medikament selber zunächst einmal selber, bevor man beides dann (zu gewissen Teilen) wieder von der Krankenkasse erstattet bekommt.

Benutzeravatar

» Nettie » Beiträge: 7637 » Talkpoints: -2,59 » Auszeichnung für 7000 Beiträge



Ich habe es noch nicht erlebt, dass Medikamente abends mehr kosten. Ich musste des öfteren Medikamente bestellen, da sie nicht auf Lager waren. Ich holte sie dann abends ab. Einen Aufschlag musste ich nicht dafür zahlen, denn die Apotheke muss meines Erachtens dafür sorgen, dass Medikamente für die Patienten zur Verfügung stehen. Ich kenne es nur, dass es zwischen den verschiedenen Apotheken noch einmal Preisunterschiede bei den Medikamenten gibt.

Das ist aber unabhängig von der Tageszeit. Ansonsten gibt es nur einen Zuschlag und das auch nur einmalig, wenn man den Apothekennotdienst in Anspruch nimmt. Denn so finanzieren sich ja die Apotheken letztendlich und werden so für ihre Bereitschaft bezahlt. Innerhalb der regulären Öffnungszeiten schwanken die Preise der Apotheken aber nie, nur wenn es spezielle Angebote gibt.

» Jenna87w » Beiträge: 2149 » Talkpoints: 0,47 » Auszeichnung für 2000 Beiträge


Jenna87w hat geschrieben:Innerhalb der regulären Öffnungszeiten schwanken die Preise der Apotheken aber nie, nur wenn es spezielle Angebote gibt.

Das stimmt so nicht wirklich, denn nur die Medikamente, die man auf Rezept verordnet bekommt, haben immer den gleichen Preis. Bei allen anderen, freiverkäuflichen Medikamenten entscheidet inzwischen jede Apotheke selber, welchen Preis sie macht, da inzwischen das Preisbindungsgesetz verändert wurde.

Oder meinst du die Preise innerhalb einer Apotheke? Dann hast du Recht, denn dort wird dann versucht, dass der Preis konstant bleibt, da zu häufige Preisschwankungen wohl jeden Kunden vertreiben würde..

Benutzeravatar

» Nettie » Beiträge: 7637 » Talkpoints: -2,59 » Auszeichnung für 7000 Beiträge


Ähnliche Themen

Weitere interessante Themen

^