Dauer und Schmerzempfinden einer Wurzelbehandlung?

vom 05.07.2012, 21:12 Uhr

Am Montag muss mein Freund zum Zahnarzt. Bei ihm soll eine Wurzelbehandlung gemacht werden. Ich glaube, ich bin aufgeregter als er, weil ich weiß, dass er doch sehr empfindlich ist. Da ich Montag Zeit habe, wollte ich mitgehen und im Wartezimmer warten. Wie lange wird so eine Wurzelbehandlung dauern? Wie groß werden wohl die Schmerzen sein, die er nach einer Wurzelbehandlung hat oder sind die Schmerzen weg, wenn er behandelt wurde? Wird das mit Betäubung gemacht?

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» MissMarple » Beiträge: 6786 » Talkpoints: 0,00 » Auszeichnung für 6000 Beiträge



Ich hatte vor meiner ersten Wurzelbehandlung auch ziemliche Angst. Was würde mich wohl erwarten und sind die Schmerzen auszuhalten? So viele Fragen und doch erst einmal keine Antworten. Als ich dann im Bekanntenkreis herum fragte, kamen mir die unterschiedlichsten Aussagen zu Ohren und ich wurde noch ein wenig ängstlicher.

Nun nach der Behandlung kann ich sagen, dass ich wirklich keinerlei Schmerzen hatte. Ich habe eine Betäubung bekommen und auch bei dieser nicht mehr als den Einstich der Spritze gemerkt. Daraufhin wurde die Wurzelbehandlung durchgeführt. Sie dauerte etwa eine Stunde. Sicher das ist eine relativ lange Zeit, die jedoch schnell verging. Von der Behandlung selbst merkte ich absolut nichts.

Nach der Behandlung konnte ich auch sofort nach Hause gehen und musste nun nur warten, bis die Betäubung nach lies. Diese war natürlich etwas höher dosiert, als bei einer normalen Behandlung eines Loches im Zahn. Allerdings kann ich auch in Bezug auf die Nachwirkungen nur sagen, dass ich zwar einen kleinen Druck verspürte, jedoch keine wirklichen Schmerzen.

Alles in allem ist die Wurzelbehandlung aus meiner Sicht relativ harmlos. Zumindest die, die ich bisher erlebt habe.

» viopa » Beiträge: 61 » Talkpoints: 30,76 »


Ich gebe zu, ich hatte schon mehrere Wurzelbehandlungen. Die waren - bis auf eine - im Prinzip tatsächlich schmerzlos und ich denke, das ist der Normalfall. Wenn da nicht die eine Sache gewesen wäre.

Ein einziges Mal musste der Arzt - obwohl, ich bin nicht sicher, ob es nicht doch der Schlachter oder der Klempner oder der Folterknecht war - wegen einer Entzündung den Nerv bei offensichtlich nicht wirkender Narkose raus rupfen und ich muss sagen, das waren die bisher höllischsten Schmerzen die ich je hatte. Natürlich fand das Drama an einem Wochenende statt. Ich hatte Schmerzen zum die Wände hochgehen und bin freiwillig zum Notdienstzahnarzt. Vielleicht war es auch ein Gynäkologe. Und dieser Folterknecht hat sich dann an meinen großen und leider ziemlich verbogenen Wurzelkanälen vergangen. Dass ich dem nicht "voll in die Fresse" geschlagen habe, war alles. Aber der hat mich so in die Mangel genommen und den Stuhl so nach hingen gekippt, dass ich nur schreien konnte. Ich möchte das nie wieder erleben. Ich würde eher das Risiko einer Vollnarkose eingehen.

Wenn dein Freund ohne Schmerzen zum Arzt geht, sollte das eine eher harmlose Sache sein. Es gibt Spritzen, die tun noch am meisten weh, aber das ist ja auch meist einigermaßen auszuhalten und "für einen guten Zweck". Danach muss man halt lange liegen und der Arzt steckt einem Nadel nach Nadel in den Kanal und porkelt da herum. Besser, man schaut sich das nicht an, wenn man da liegt, vielleicht kann man Musik hören. Schmerzen danach? Ich kann mich da jetzt an nichts erinnern, aber mir machen die Bohrer immer Kopfschmerzen. Aber dagegen gibt es Schmerzmittel. Im Prinzip ist es harmloser, als es sich anhört. Meistens.

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» Richtlinie2 » Beiträge: 1872 » Talkpoints: -0,63 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



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