Kann man durch trainieren des Gehirns Alzheimer vorbeugen?

vom 01.07.2012, 14:36 Uhr

Alzheimer ist immer noch eine Erkrankung, die man nicht heilen kann. Wenn man sie früh genug erkennt, kann man ihren Verlauf verlangsamen, aber stoppen und heilen kann man diese Krankheit nicht.

Ich habe mir mal Gedanken gemacht darüber, ob man diese Krankheit durch das Trainieren des Gehirns vielleicht vorbeugen kann. Ist es möglich, wenn man immer wieder das Gehirn trainiert, viel Gedächtnisübungen macht, viel auswendig lernt usw., dass man dann, auch wenn man die Veranlagung im Körper hat, nicht daran erkrankt oder vielleicht eine abgeschwächte Form der Erkrankung bekommt?

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» Diamante » Beiträge: 41749 » Talkpoints: -4,74 » Auszeichnung für 41000 Beiträge



Wenn man das wüsste, dann würde es wohl die Krankheit nicht mehr geben. Es steht 50 zu 50. Entweder Du hast es genetisch bedingt und es brecht aus oder es passiert so. Durch gezieltes Training kann man die Krankheit sicher nicht komplett von sich abwenden, aber es wird sicher helfen, damit es nicht so schnell passiert. Neuste Erkenntnisse sagen, dass es wohl auch mit entzündlichen Prozessen im Gehirn zu tun hat. So kann es wohl an den Nervenzellen liegen. Aber ganz verhindern kann man es nach heutigen Stand noch nicht, auch wenn Medikamente an Mäusen wohl recht erfolgreich waren.

» davinca » Beiträge: 2246 » Talkpoints: 1,09 » Auszeichnung für 2000 Beiträge


Man kennt die Ursachen dieser Krankheit noch nicht. Es scheint ein erbliches Risiko, zumindest zum Teil, zu bestehen. Ich habe eine Arbeitskollegin, deren Mutter mit 50 Jahren schon Alzheimer bekommen hat. In ihrer Familie gibt es mehrere Fälle. Ich glaube nicht, dass man mit Gedächtnistraining die Krankheit verhindern kann, aber vielleicht werden dadurch mehr Gehirnregionen aktiv, die Ausfälle am Anfang der Krankheit kompensieren können. So stelle ich mir das als Laie zumindest vor.

Es wird intensiv geforscht, aber man hat noch nichts dagegen gefunden. Ich hoffe, dass bald etwas gefunden wird, was die Krankheit verhindert, ich habe nämlich einen Onkel, der MIT Alzheimer gestorben ist. Ob AN Alzheimer, weiß ich nicht, er war schon über 80 Jahre alt. Seine Brüder, zum Beispiel mein Vater, haben das aber nicht gehabt. Diese waren mit über 80 Jahren noch geistig absolut fit.

» anlupa » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »

Zuletzt geändert von Gio am 01.07.2012, 18:15, insgesamt 1-mal geändert. Zeige Beitragsversionen


Man bekommt die Erkrankung leider auch trotz intensiver Arbeit mit dem Gehirn. Man kann es aber insofern trainieren, dass man immer mehr trainiert und versucht sich möglichst viele Dinge an zueignen. Das bringt insofern etwas, dass sich dadurch mehr Synapsen bilden und man daher den schlimmen Verlauf der Krankheit etwas beeinflussen kann. Mehr Synapsenbildung und Nervenverknüpfungen entstehen und das macht das Gehirn fitter.

Weitere wichtige Faktoren sind aber eine gesunde Ernährung und Bewegung. Dies beeinflusst den Körper positiv. Man wird diese Krankheit trotzdem bekommen, aber man kann sich noch länger etwas merken und vergisst ein bisschen langsamer.

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» Ramones » Beiträge: 47758 » Talkpoints: 8,52 » Auszeichnung für 47000 Beiträge



Gedächtnistraining in Verbindung mit anderen Aktivitäten kann eventuell mit zur geistigen Fitness beitragen. Auch ist Gedächtnistraining eine gute Sache, weil es ja noch andere Krankheiten gibt, wo sich das Training positiv auswirken kann. Ich finde es immer ein wichtiges Training, auch wenn es leider bei Alzheimer Erkrankungen fraglich ist.

Im Zusammenhang mit absterbenden Nervenzellen gehen veränderte Eiweißbruchstückchen einher. Im Gehirn von Alzheimer-Patienten bilden sich Plaques, die sich in vielen Jahren im Gehirn durch Eiweißbruchstückchen ablagern. Das führt zu einem geistigen Verfall, der nicht rückgängig gemacht werden kann.

Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft ist es leider noch nicht möglich, diesen Verfall zu stoppen, da die Forschung noch nicht die Erkenntnis gewonnen hat, was die Bildung dieser Plaques verursacht.

Mediterrane Ernährung, Sport, Blutdrucksenkung und geistige Aktivität sollen präventiv wirken. Es gibt verschiedene Medikamente, die den Verlauf der Krankheit etwas verlangsamen, aber nicht aufhalten. Bewegung bis ins hohe Alter soll die Häufigkeit der Erkrankung um die Hälfte senken. Positiv wirken sich auch niedrige Blutdruckfette aus. Ibuprofen soll bei regelmäßiger Einnahme vorbeugend wirken, das habe ich vor längerer Zeit mal gelesen. Nur müssen da auch die Nebenwirkungen beachtet werden.

» Cid » Beiträge: 20027 » Talkpoints: -1,03 » Auszeichnung für 20000 Beiträge


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