Woran frühzeitig Depression bei Kindern erkennen?
Bekannte von mir sind Pflegeeltern zweier Kinder im Alter von 5 und 7 Jahre. Es sind Geschwister, die schon viel in ihrem Leben mitgemacht haben. Das Mädchen (5) ist sehr in sich gekehrt und redet kaum. Sie kommt kaum aus sich heraus und weint auch viel. Die beiden Kinder sind erst seit ein paar Monaten bei meinen Bekannten in der Familie. Die Eltern sind beide bei einem Verkehrsunfall vor einem Jahr ums Leben gekommen. Die Pflegeeltern, die die Kinder seit dem Unfall hatten haben sie wieder abgegeben, weil sie nicht mit dem 7 jährigen Jungen klar kamen, der das Gegenteil der Schwester ist. Aufsässig und er geht über Tisch und Bänke.
Meine Bekannte meinte zum Jugendamt, dass sie glaubt, dass beide irgendwie an einer Depression leiden. Der Junge zeigt es eben anders als das Mädchen. Der Kinderarzt meinte, dass die Kinder einfach nur mit allem fertig werden müssten und ein Kinderpsychologe sollte nun ein wenig Licht in die Angelegenheit bringen. Aber da gibt es erst am August Termine. Wie kann man bei Kindern frühzeitig eine Depression erkennen? Wie macht sich eine Depression bei Kindern bemerkbar? Wie kann man als Laie erst mal schlimmeres verhindern, ehe die Therapie beginnt?
Die Symptome sind ähnlich, wie bei Erwachsenen. Ich habe eine Seite gefunden, bei der man Symptome je nach Alter festgehalten hat.
Hier gibt es die besagte Liste. Ich denke nicht, dass man der Therapie irgendwie vorgreifen kann und soll. Man muss sensibel mit dem Kind umgehen und viel mit ihm reden. Ich denke, dass die Kinder in dem Fall viel zu verarbeiten haben und vielleicht findet man ja schon mal eine Möglichkeit mit den Kindern zu reden. Auf der von mir verlinkten Internetseite findet man aber auch Tipps für den Umgang mit depressiven Kindern.
Depressionen bei Kindern haben ähnliche Symptome wie Erwachsene, mich wundert es nicht, wieso die Kinder eventuell an einer psychischen Störung leiden. Die Eltern sind verstorben und die Pflegeeltern geben beide weg, das sind natürlich keine tollen Vorraussetzungen für ein neues und schönes Leben. Das ist wahr, dass die Kinder diese schweren Ereignisse erstmal verarbeiten müssen, eventuell haben sie sogar ein Trauma. Das weiß man nie und es ist sehr wichtig, dass man mit einem Fachmann zusammenarbeitet.
Wie soll man eine solche Situation überbrücken? Das ist eine sehr schwierige Frage, die Kinder sollten meiner Meinung nach wissen, dass sie einen Gesprächspartner haben, der immer bereit ist und man sollte ruhig und liebevoll mit den Kindern umgehen. Mehr kann man nicht machen, diese Kinder kann man auch nicht zum Reden zwingen. Eigentlich kann man nur versuchen, ihnen Sicherheit und Halt zu geben. Jeder Mensch und jedes Kind geht mit seiner Trauer anders um, soweit ich dich verstanden habe, ist der Junge eher aggressiv, oder?
Depressionen können Appetitlosigkeit, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, verschiedene Schmerzen, beispielsweise Bauch- und Kopfschmerzen, auslösen. Die Kinder können auch lustlos wirken und können sich nicht mehr motivieren, sie haben auch kein Interesse mehr an ihren Spielzeugen. Viel weinen oder ein aggressives Verhalten sind sichere Anzeichen, dass etwas nicht stimmt.
Ich bin nicht kompetent oder ausgebildet, sondern leide selbst unter psychischen Störungen - deswegen können wir nicht helfen. Es hat seinen Grund, wieso man für ein Psychologiestudium mindestens neun, aber durchschnittlich 13 Semester beenden muss.
Depressionen werden bei Erwachsenen schon totgeschwiegen - und bei Kindern ist man noch lange nicht soweit, dass man das rechtzeitig erkennt. Zumindest meistens. Kinder haben glücklich und lebensfroh zu sein und wenn sie das nicht sind, dann liegt es an ihrem Charakter und sie sind eben einfach verschlossen und introvertiert. Aber selbstverständlich können auch Kinder schon depressiv sein, ob man das nun glauben will oder nicht.
Hier ist es natürlich möglich, dass beide Kinder oder zumindest eines davon schon eine Depression hat oder eine entwickelt. Bei der Erfahrung die sie gemacht haben halte ich das durchaus für denkbar. Aber genauso ist es möglich, dass sie wirklich erst das Erlebte verarbeiten müssen. Das kann ein Laie aber nicht einschätzen. Vermutlich wäre die beste Lösung, wenn man da mal Druck beim Psychologen macht. Es sollte außerdem einer sein, der sich mit der Thematik auch auskennt, denn nicht alles Psychologen tun das.
Depressionen können sich in der Tat verschieden äußern. Bei dem Mädchen sieht es schon eher danach aus, wenn man das aus der Ferne und den Erzählungen nach beurteilen müsste. Bei dem Jungen würde ich aber auch eher eine Verhaltensauffälligkeit sehen. Das ist ja auch nciht weiter verwunderlich, aber eine Depression äußert sich in der Regel (aber was heißt das schon) schon anders.
Diese Kinder müssen lernen, wieder einer Person zu vertrauen und die Kinder brauchen eine Bezugsperson. Ich bezweifle das sie reden werden oder sich ändern werden, wenn das nicht gegeben ist. Ich denke es kann jeder verstehen, dass diese Kinder Probleme haben zu vertrauen, denn immer wenn sie das getan haben, wurden sie enttäuscht oder verlassen. Ich halte es durchaus für möglich, dass sich ihr Verhalten ändert, wenn sie jemanden gefunden haben, der für sie da ist und bei dem sie dauerhaft bleiben können.
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