Mythen über den Schlaf
Gestern wurde im Radio davon gesprochen, dass einige Mythen über den Schlaf so nicht stimmen. Die Rede war zum Beispiel davon, dass Schlaf am erholsamsten sei, wenn man vor Mitternacht schlafen geht und dass man am besten nackt schlafen soll. Gerade vom letzteren habe ich nichts gehört, aber angeblich sei dies widerlegt worden, da man in den ersten Schlafstunden eher friert, die Temperaturregelung des Körpers würde so nicht funktionieren. Auch der andere Punkt sei widerlegt wurden, da angeblich die erst eineinhalb bis zwei Stunden eines Schlafs die erholsamste Schlafphase sei.
Das Ganze wurde nur recht oberflächlich thematisiert und nicht weiter besprochen, sodass ich gern von Euch wissen würde, ob Ihr einer dieser Aussagen Glauben schenkt, sie kanntet und was Ihr davon haltet. Welche Thesen stimmen, welcher sind Humbug - auch von eigenen Erfahrungen ausgehend?
Wichtig ist beim Schlaf, dass man in die Tiefschlafphase kommt. Wann man dafür ins Bett geht, ist relativ egal. Man würde ja sonst nie einen erholsamen Schlaf haben, wenn man in Schichten arbeitet. 2-3 Stunden des Schlafs verbringt man in der Tiefschlafphase und danach der REM-Schlafphase (in dieser Phase träumt man).
Die muskuläre Spannung nimmt mit zunehmender Schlafphase ab. Das heißt, dass es durchaus möglich ist, das der Körper im nackten Zustand nun auskühlen würde. Was hierbei aber auch ein wichtiger Punkt ist, ist das man meistens mit offenem Fenster schläft und die Temperatur dadurch im Schlafraum gesenkt wird, sodass der Körper ebenfalls kühler wird. Gerade die Nieren sollten ja nicht unterkühlen, deswegen muss man bei nacktem Schlaf aufpassen, dass man wenigstens zugedeckt ist. Unter der Decke hält sich die Wärme nämlich.
Dass man am besten nackt schlafen soll, davon habe ich noch nichts gehört. Man wälzt sich ja nachts im Bett herum, ich kann mir vorstellen, dass man sich da leicht eine Blasenentzündung holt. Man sollte also zumindest eine Hose anhaben. Außerdem schwitzt man nachts ziemlich viel, die Feuchtigkeit würde dann in die Bettwäsche gehen, Ein Schlafanzug oder Nachthemd fängt da einiges auf.
Dass der Schlaf vor Mitternacht erholsamer sein soll als anderer Schlaf, habe ich aber nie so recht geglaubt. Ich denke, dass jeder einen anderen Biorhythmus hat. Mein Sohn braucht zum Beispiel sehr wenig Schlaf. Er geht immer erst nach Mitternacht ins Bett. Ich habe nicht das Gefühl, dass er morgens nicht erholt ist. Ich habe einen 25-Stunden-Rhythmus. Wenn ich einmal eine zeit lang nicht arbeiten muss, verschiebt sich die Zeit, zu der ich ins Bett gehe, jeden Tag um eine Stunde nach hinten. Ich schlafe dafür morgens länger, fühle mich aber ausgeschlafen und erholt.
Ich bin der Meinung, dass das Schlafbedürfnis und der natürliche Schlafrhythmus bei jedem individuell ganz verschieden ist. Ich sehe das in unserer Familie, in der es viele Schlaftypen gibt., von extremen Vielschläfern bis zu Wenigschläfern und das war schon seit der Geburt so.
Ich habe nun schon öfter gelesen, dass es Unsinn ist, dass der Schlaf am gesündesten ist, wenn man vor Mitternacht einschläft. Dem Schlaf ist es egal, wann du einschläfst, aber nicht, wie du schläfst. Man sollte schon die Möglichkeit haben, ungestört zu schlafen. Die ersten zwei bis vier Stunden, nachdem man eingeschlafen ist, sollen aufgrund der Tiefschlaf-Phase am erholsamsten sein. Das sollten wir den Schlaf-Forschern einfach glauben. Ausreichen zum Erholen sollen sieben bis acht Stunden Schlaf. Aber wer hat schon die Möglichkeit, acht Stunden zu schlafen? Und vor allem, wer schafft das? Ich jedenfalls nicht.
Nackt schlafen ist nicht gesund, es ist unhygienisch. Nachts schwitzt man. Hat man einen Schlafanzug an, kann dieser die Feuchtigkeit aufnehmen. Nacken und Schultern sollten geschützt werden.
Es gibt zwar so Werte nach denen man sich richtet kann, aber bedenken muss man auch, dass Menschen einfach unterschiedlich sind. Manche schlafen gut, wenn das Fenster offen ist, sind anderen ist das zu kalt. Manche ziehen sich einen dicken Baumwollschlafanzug an und andere tragen eben nichts. Einige schlafen lieber in Satinbettwäsche und andere in Baumwollbettwäsche.
Ein Fakt zum Thema Schlaf soll zum Beispiel sein, dass ein Mittagsschlaf von 20 - 30 Minuten am erholsamsten sein soll. Kürzer macht keinen Sinn, weil man bis dahin nicht eingeschlafen ist und schläft man Mittags länger, dann ist man geplättet. Das kann ich theoretisch auch unterschreiben - aber ich schaffe es einfach nie, nach 20-30 Minuten aufzustehen, wenn ich mich wirklich mal Mittags hingelegt habe.
Ich denke auch, dass viele Mythen nicht wirklich zutreffend sind. Generell pauschalieren möchte ich das aber auch nicht, weil es eben bestimmt auf die jeweilige Person ankommt. Ob man nun vor oder nach Mitternacht Schlafen geht, ist denke ich eher unwichtig. Wichtig ist meiner Meinung nach, dass die Gesamtsumme der Stundenanzahl passt. Die kann aber bei jedem unterschiedlich sein. Der eine braucht mehr, der andere weniger Schlaf. Ich glaube auch, dass deswegen dieser Mythos entstanden ist. Geht man erst nach Mitternacht schlafen, kommt es wohl eher vor, dass man in der Summe zu wenig schläft, weil man ja durch Beruf, Schule oder was auch immer doch auch früh aufstehen muss.
Den Mythos, dass man am besten nackt schlafen soll, kenne ich ehrlich gesagt auch nicht, oder zumindest habe ich ihn noch nicht gehört. Für mich trifft er jedenfalls nicht zu. Ich weiß aber von anderen, die am besten nackt schlafen können und die sich nur so wohl fühlen. Auch hier ist es also scheinbar individuell unterschiedlich. Bei dem einen wird es zutreffen, beim nächsten jedoch wieder nicht. Ist ja oft bei diversen Mythen, Vorurteilen und dergleichen.
Wo ich jedoch zumindest für mich schon zustimme ist, dass man in den ersten Stunden am besten schläft. Wenn ich da am Anfang gleich einen guten Schlaf finde, dann bin ich wesentlich ausgeruhter und brauche insgesamt weniger Stunden Schlaf, als wenn ich das nicht habe. Auch bei meinem Sohn bemerke ich dieses Phänomen immer wieder. Wenn wir am Tag etwas unternehmen und er mir dann eben zum Beispiel im Auto einschläft und dann beim Hinlegen ins Bett aber eben wieder aufwacht und nicht weiter schläft, dann ist diese erste Schlafphase eben gestört und das macht sich dann die ganze Nacht bemerkbar, indem er wesentlich unruhiger ist als sonst.
Ich denke schon, dass da einiges dran ist. Aber vom nackten Schlafen habe ich noch nie etwas gehört und höre es jetzt auch zum ersten Mal. Ich schlafe immer mit einer kurzen Hose und einem Top, da ich immer etwas anbehalte, da ich sonst nicht schlafen kann. Ich schwitze zwar teilweise beim Schlafen, aber nackt schlafen kann ich dann doch nicht. Ich denke schon, dass es entscheidend ist, wann man schläft. Wenn ich zum Beispiel vor Mitternacht schlafe, habe ich meist einen erholsameren Schlaf als nach Mitternacht. Wenn ich danach schlafen gehe, habe ich sogar das Gefühl, dass ich zu wach zum schlafen bin. Ich könnte dann theoretisch die ganze Nacht wach bleiben, da ich Probleme beim Einschlafen habe. Ab einer gewissen Uhrzeit habe ich nämlich die Müdigkeit überwunden. Und, dass es Schlafphasen gibt, ist ja bereits schon mehrmals wissenschaftlich bewiesen worden.
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