Welche Symptome für Hirnhautentzündung bei Erwachsenen?
Zecken können ja die lebensgefährliche Hirnhautentzündung auslösen. Das ist ja eine Hirnhautentzündung. Diese können ja nicht nur Kinder bekommen. Mich würde mal interessieren, ob man als Kind die gleichen Symptome hat, wie ein erwachsener Mensch und was bei einem erwachsenen Menschen anders ist. Kann es sein, dass die Symptome ganz anders bei Erwachsenen sind als bei Kindern? Bei welchen Anzeichen sollte man an eine Hirnhautentzündung denken und schleunigst zum Arzt gehen?
Bei Kindern merkt man so etwas zum Beispiel, wenn man der Fuß nicht mehr das Kinn berühren kann. Kinder haben meist Schmerzen in den Beinen und diese sowie die Arme fühlen sich kalt an. Es kann außerdem zu einer Wölbung der Fontanelle kommen und die Beine und Arme können blass sein. Bei Babys kann man es dadurch merken, dass diese weniger trinken wollen.
Bei einem Erwachsenen sind die Symptome: ein steifer Nacken, hohes Fieber, Bewusstseinsveränderung, man wird Lichtscheu und Geräuschempfindlich, Kopfschmerz der durch Schütteln zunimmt und es kann zu einem Ausschlag kommen. Man kann es außerdem merken, in dem man im Bett versucht die Knie gerade zu machen, dies geht aber nicht. Ein weiteres Zeichen ist wenn man den Kopf versucht vorzubeugen, dass sich dann die Beine mit bewegen.
Auf eine Hirnhautentzündung können starke Kopfschmerzen, die oft mit einer Nackensteifigkeit einhergehen, hinweisen. Oftmals geht eine Meningitis auch mit Fieber einher, was ebenfalls zu einer Bewusstseinsminderung und einer geistigen Verwirrtheit beim Patienten selbst führen kann. Patienten sind oft gesteigert "schmerzempfindlich" und reagieren übermäßig sensibel auf laute Geräusche und (helles) Licht. Man verkriecht sich wortwörtlich und kämpft eventuell gegen eine anhaltende Übelkeit. Das sind wohl die charakteristischsten Anzeichen für eine Hirnhautentzündung und diese würden mich nach einem Zeckenbiss ehrlich gesagt sofort in höchste Alarmbereitschaft versetzen. Routinemäßig werden Patienten mit einem Verdacht auf Hirnhautentzündung beim Arzt übrigens noch nach Kernig- oder Brudzinski-Zeichen untersucht. Diese sind zwar nicht immer vorhanden, aber wenn sie auftreten sollen, doch ein recht sicheres Anzeichen für das Vorliegen einer Meningitis. Oftmals muss man auch noch heftig den Kopf von links nach rechts schütteln, nimmt dabei der Kopfschmerz zu, sollte man ebenfalls an eine Hirnhautentzündung denken und diese in Betracht ziehen.
Leider zeigen vor allem kleine Kinder häufig zunächst überhaupt keines der charakteristischen Symptome, sie sind manchmal nur reizbar und eher müde, haben aber nicht zwangsläufig mit Kopfschmerzen und Übelkeit zu kämpfen. Kleinkinder bis zu einem Alter von sechs Monaten weisen manchmal allerdings unter Umständen durchaus eine Vorwölbung der Fontanelle auf und kämpfen mit Schmerzen in den Beinen. Kalte Extremitäten und eine blasse Haut können ebenfalls auftreten und mitunter als Indiz gewertet werden.
Da alles kann aber nichts muss, ist die einzige Möglichkeit eine gesicherte Diagnose über eine möglicherweise vorliegende Meningitis zu bekommen letztlich die Lumpalpunktion und die anschließende Untersuchung des dabei gewonnenen Liquors. Im Ernstfall würde ich also gerade nach einem Zeckenbiss deutlich mehr auf mich (oder eben meine Kinder) achten und beim leisesten Unwohlsein einen Arzt aufsuchen. Mit einer Hirnhautentzündung, ganz gleich ob sie nun aufgrund eines Zeckenbisses vorliegt oder aus anderen Gründen, ist schließlich nicht im Mindesten zu spaßen.
Meningitis äußert sich bei Erwachsenen unterschiedlich, es kommt auch darauf an, ob es sich um eine bakterielle Meningitis handelt oder eine virale, die in der Regel etwas leichter verläuft. Ich kenne mich leider nicht so genau damit aus, um sagen zu können, was genau von Zecken übertragen wird. In der Regel treten bei einer Meningitis sehr starke Kopfschmerzen im späterem Stadium auf, vorher bemerken viele Betroffene leider kaum, dass sie eine Meningitis haben. Irgendwann tritt dann eine Nackensteifigkeit auf, man hat dass Gefühl, dass der Nacken dick und angeschwollen ist und man ihn kaum bewegen kann, nach einiger Zeit tut die Bewegung auch enorm weh und irgendwann kann man den Kopf kaum noch richtig drehen, begleitet von höllischen Kopfschmerzen ist das der Zeitpunkt an dem man spätestens im Krankenhaus sein sollte.
Wartet man damit noch, treten beim Patienten Verwirrungszustände auf, man kann nicht mehr klar denken und befindet sich in einem Art komatösen Zustand. Als meine Mutter damals in diesem Stadium war, als sie bakterielle Meningitis hatte, war sie nur noch zeitweise richtig bei Bewusstsein und konnte kaum noch sprechen, am Ende gar nicht mehr. Daneben reagieren an Meningitis Erkrankte auch enorm empfindlich auf Licht, auf Geräusche natürlich auch, aber das ist bei den meisten Kranken so, Ruhe ist eben wichtig. Ansonsten sind bei meiner Mutter damals keine anderen Symptome aufgetreten, man kann daran also gut sehen, dass man auch schon vorsichtig sein sollte, wenn nur wenige gewisse Symptome gegeben sind. Die Ärzte haben damals länger gebraucht, um herauszufinden, was es wirklich ist, weil meine Mutter überhaupt kein Fieber hatte und das bei einer Meningitis schon sehr ungewöhnlich ist.
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