Welches Blutzuckermessgerät und welche Teststreifen?
Mein Schwiegervater ist seit nunmehr zwei Jahren pflegebedürftig. Bei einer diesjährigen Vorsorgeuntersuchung hat sein Hausarzt unter anderem auch erhöhte Blutzuckerwerte bei meinem Schwiegervater festgestellt. Jetzt sollten wir regelmäßig die Blutzuckerwerte prüfen lassen. Der Arzt hat uns empfohlen, ein Blutzuckermessgerät
zu kaufen.
Es gibt ja verschiedene Blutzuckermessgeräte und verschiedene Teststreifen habe ich gelesen. Wo kann man das alles kaufen und gibt es Preisunterschiede? Welches Gerät und welche Teststreifen sind am besten und was ist am günstigsten? Ist der Umgang mit dem Gerät und den Teststreifen sehr kompliziert und auf was muss man achten?
Es gibt wirklich sehr viele verschiedene Blutzuckermessgeräte, so dass es mir jetzt nicht leicht fällt, da eine Empfehlung auszusprechen. Hat der Arzt kein Gerät gehabt, was er euch hätte mitgeben können? Die Ärzte bekommen häufig Geräte von den Firmen geschenkt, die sie dann an die Patienten weitergeben können. Ansonsten gibt es noch die Möglichkeit, in der Apotheke ein Gerät zu kaufen, allerdings sind die Geräte im Normalpreis sehr teuer und können knapp 50 Euro kosten. Die Teststreifen kosten dann nochmal bei den üblichen Geräten ungefähr 35 Euro pro 50 Stück im Normalpreis.
Es gibt auch günstigere Geräte, wie z.B. "Major 2", aber damit habe ich kaum Erfahrungen gesammelt und auch noch keine Rückmeldung von Kunden. Die beiden hauptsächlichen Firmen im Bereich der Blutzuckermessung sind eigentlich Bayer und Roche. Bei Roche heißen die Geräte "Accu Chek" und auch dabei gibt es wieder verschiedene Geräte. Das "Accu Chek Aviva" ist recht klein und einfach in der Bedienung. Die Teststreifen werden einzeln in das Gerät geschoben und zur Codierung ist ein Chip erforderlich, der bei jeder neuen Packung Teststreifen dabei ist und in das Gerät geschoben wird.
Das "Accu Chek Mobile" ist das neueste Gerät dieser Firma und funktioniert mit einer Testkassette. Diese hat den Vorteil, dass man nicht immer einen neuen Teststreifen einlegen muss. Der Nachteil ist allerdings, dass wieder mehr Technik enthalten ist, die auch kaputt gehen kann.
Von Bayer ist das "Contour" das Gerät, das bei uns am meisten verkauft wird. Das Gerät funktioniert auch mit einzelnen Teststreifen und muss nicht codiert werden. Von der Messgenauigkeit sind die Geräte alle ähnlich. Ich würde einfach mal bei dem Arzt fragen, ob er ein Gerät für euch hat.
Ich wundere mich immer wieder über angebliche Ärzte, die empfehlen, ein Blutzuckermessgerät zu kaufen. Die meisten Ärzte können dies nämlich einfach so herausgeben und dem Patienten dieses dank der Vertreterbesuche kostenlos überlassen. Vielleicht weiß man das auch nicht, so würde es sich dann auch lohnen, mal danach zu fragen.
Der Markt bei den Blutzuckermessgeräten ist wirklich immens groß und man müsste wissen, welche Ansprüche an ein solches Gerät hat. Es gibt eine ganze Menge an Auswahlmöglichkeiten, der eine bevorzugt einen kleinen Computer, der integriert ist, der andere möchte nur eine schnelle Messung erreichen und so weiter. Dann gibt es Geräte, die die Teststreifen integriert haben und es gibt Geräte, die nicht mehr mit Batterie, sondern mit einem Akku betrieben werden, es gibt Geräte, bei denen die Teststreifen codiert werden und so weiter.
Die Frage ist, wie oft gemessen wird und ob der Arzt auch bereit ist, Teststreifen zu verschreiben, denn daran scheitert es meistens. Allerdings gibt es sogenannte A- und B-Geräte und die B-Geräte haben den Vorteil, dass sie etwas günstiger sind, als auch günstigere Teststreifen benötigen. Diese B-Geräte werden meist für Leute eingesetzt, die eher unregelmäßig messen, während die A-Geräte für Dauermesser gut geeignet sind, weil sie weit verbreitet sind.
Ich selbst habe jahrelang mit Geräten der Firma LifeScan hantiert, aber schon seit drei Jahren oder mehr nutze ich ein Gerät der Firma Bayer, ein Bayer USB Contour. Zwar könnte dieses noch ein paar Features mehr anbieten, aber im Großen und Ganzen bin ich damit sehr zufrieden und könnte mir nun auch schlecht vorstellen, es zu wechseln beziehungsweise wieder eine komplett andere Firma auszuprobieren.
Am besten lässt du dich zu den Blutzuckermessgeräten in einer Apotheke beraten, wo du dann auch die Geräte und die Teststreifen kaufen kannst. Die Geräte sind, jedenfalls bei uns, sehr preiswert. Normalerweise kosten sie zwischen zehn Euro und gar nichts. Oftmals verschenken wir die Geräte, wenn jemand eines benötigt. Das Teure an den Blutzuckermessungen sind die Teststreifen. Da sind in einer Packung 50 Streifen enthalten und sie kosten so um die 35 Euro.
Von der Handhabung sind sich die Geräte ziemlich ähnlich und normalerweise leicht zu handhaben. Auf was man dann achten muss, wenn man sich für ein Gerät entschieden hat ist, dass man sich dafür dann die richtigen Teststreifen besorgt, aber das kann man dir in der Apotheke ganz genau sagen, welche Teststreifen du dann benötigst.
Wenn dein Schwiegervater insulinpflichtig wird, also Insulin spritzen muss, dann bekommt er die Teststreifen auf Rezept verordnet und muss dafür nichts bezahlen. Er muss dann lediglich für die Nadeln der Stechhilfe etwas zahlen und natürlich für das Insulin. Ist er noch nicht insulinpflichtig, dann muss er die Teststreifen leider selber bezahlen.
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