Die herannahende 40 - ein Problem?
Ich bin ja eine Mittdreißigerin, aber ganz ehrlich gibt es in meinem Leben zu viel anderes Wichtige um mich da groß darum zu kümmern. In meinem Freundeskreis sind die Mädels die in ähnlichem Alter sind da allerdings geteilter Meinung: Manche sehen dem herannahenden Vierziger mit skeptischen, teils vielleicht sogar angsterfüllten, Augen entgegen, während andere kein Hehl daraus machen dass sie gerade erst anfangen sich so richtig wohl in ihrer Haut zu fühlen und keinerlei Scheu vor den kommenden Zahlen haben. Gibt es hier jemand der in einer ähnlichen Situation ist oder die magische Vierzig schon hinter sich gebracht hat. Wie ist bzw. war das bei euch?
Ich habe kein Problem damit, dass ich in drei Jahren die 40 erreicht habe. Ich habe mich schon auf die 30 damals gefreut und werde es auch mit der 40! Ich habe meine Kinder bald groß und kann wieder ein Leben zu zweit führen. Das heißt nicht, dass ich meine Kinder nicht bei mir haben will.
Aber sie gehen bald ihre eigenen Wege und dann kann ich auch mein Leben anders gestalten und das mit wesentlich weniger Stress. Ich muss keine Prüfungen mehr absolvieren, ich muss keinen Führerschein machen, keine Kinder mehr bekommen, keinen Job mehr suchen. Ich habe das Leben was ich immer haben wollte und werde den Rest noch mehr genießen.
Ich gucke in den Spiegel und sehe kein 40 Jahre altes Gesicht vor mir. Ich fühle mich nicht wie 37 und bald 40, ich fühle mich jung und dynamisch. Und wenn man mit dieser Einstellung an das Alter geht, dann altert man auch mit Würde.
Ich werde dieses Jahr zwar nicht vierzig Jahre alt, sondern dreißig, aber mir geht es da ähnlich wie dir. Ich persönlich habe gar kein Problem damit, dreißig Jahre alt zu werden und fühle mich auch richtig wohl. Meine Mutter hatte damals echt große Angst davor und es wird auch schlimmer, je älter sie wird. Letztes Jahr ist sie fünfzig Jahre alt geworden und es war ein Drama. Viele meiner Freundinnen werden ebenfalls dreißig und die meisten haben tatsächlich ein großes Problem damit. Sie bekommen plötzlich Panik, weil sie noch kein Kind haben oder noch nicht verheiratet sind. Ich sehe das Ganze relativ locker.
Mit dreißig bzw. vierzig Jahren ist man meiner Meinung nach doch nicht wirklich alt und hat noch so viele Möglichkeiten. Ich habe keine Angst vor dem Älterwerden, denn das gehört zum Leben einfach dazu. Es ist immer eine Sache der Einstellung. Man kann doch jedem Alter etwas Positives abgewinnen, wenn man möchte.
Die Vierzig sind noch ein Stückchen entfernt, aber ich werde nächste Woche 27. Das bedeutet für mich, dass die Dreißig stetig näher rücken. Einerseits muss ich gestehen, dass ich mich schon wohl in meiner Haut fühle, aber andererseits plagen mich Zweifel, insbesonders in beruflicher Hinsicht. Ich blicke dem neuen Jahrzehnt also mit einem weinenden und einem lachenden Auge entgegen und ich denke, dass das mit Vierzig so sein wird.
Ich glaube die herannahende 40 kann einem schon echt zusetzen. Mein Papa war zu seinem 40. Geburtstag so deprimiert, dass er sich (auf seiner Überraschungsfeier) direkt in den Sessel gesetzt hat und ein Glas nach dem Anderen gekippt hat. Er hat später gesagt, dass ihm plötzlich bewusst wurde, dass er nun zum alten Eisen gehört. Mit 30 bis 39 Jahren kann man feiern gehen, ab 40 Jahren wird man dies weniger bis gar nicht mehr tun.
40 Jahre ist ja an sich nicht viel, ich denke 50 Jahre ist schlimm, weil man das Doppelte nur noch selten schaffen wird. Ansonsten ist es ja nur so schlimm, wie man es macht. An sich ist es nur eine Zahl und man ist immer so alt, wie man sich fühlt. Wenn du also 40 wirst und d fühlst dich wie 20 ist alles gut. Spaß beiseite, lass dich nicht davon beeinflussen was andere darüber denken 40 zu werden, schau einfach selber wie du damit klarkommst. Nach 40 kommt ja noch viel.
Ich habe die magischen Zahlen wie 20, 30, 40 und auch die 50 schon lange hinter mir. Für mich war es schrecklich 30 zu werden, aber auch nur deswegen, weil ich meine biologische Uhr sehr stark habe ticken hören. Ich wollte unbedingt Kinder und es hat jahrelang nicht geklappt. Kurz vor dreißig habe ich mich schon sehr alt gefühlt und Angst gehabt, ich müsse kinderlos durchs Leben gehen. Eine Adoption kam für meinen damaligen Mann nicht in Frage. Den dreißigsten Geburtstag fand ich dann sehr schrecklich. Der vierzigste Geburtstag wiederum war toll. Meine Kinder waren auf der Welt, mein Jüngster war gerade geboren und ich hatte das Gefühl, alles geschafft zu haben, was ich mir bis 40 vorgenommen hatte. Der fünfzigste Geburtstag war auch schön. Ich fühlte mich körperlich auf der Höhe des Lebens, die Kinder waren in meinen Augen gelungen, ich war frisch geschieden, hatte trotz "hohen Alters" noch eine gut bezahlte Arbeit bekommen, es hat alles gestimmt.
Ich denke, es kommt immer darauf an, wie das Leben bis zu der magische Grenze verlaufen ist. Wenn man mit sich unzufrieden ist, kann man sich über das fortschreitende Alter nicht freuen, man hat dann ja in seinem Blickwinkel weniger Zeit, um etwas zu ändern. War man aber bis jetzt zufrieden und hat subjektiv gesehen etwas erreicht, freut man sich auf neue Lebensabschnitte mit neuen Herausforderungen.
Die nächste Grenze, vor der ich mich fürchte, sind die 70. Für mich fängt mit 70 Jahren das Alter an. Ich habe Angst, dass ich dann körperlich nicht mehr so fit bin. Daher fange ich demnächst mit Yoga an, um noch lange gesund zu bleiben.
anlupa hat geschrieben:.Die nächste Grenze, vor der ich mich fürchte, sind die 70. Für mich fängt mit 70 Jahren das Alter an. Ich habe Angst, dass ich dann körperlich nicht mehr so fit bin. Daher fange ich demnächst mit Yoga an, um noch lange gesund zu bleiben.
Da kann ich dich vielleicht ein klein wenig beruhigen. Ich bin zwar selbst noch recht jung, aber krankheitsbedingt komme ich mir körperlich oft sehr viel näher der 70 vor (inklusive Rollator und allem Drum und Dran). Trotzdem ist das Leben komplett lebenswert und verliert nichts von seinem Reiz. Allerdings mach ich mir dann meinerseits wieder manchmal Gedanken: Wenn es jetzt schon SO ist, wie wird es dann mit 70 sein? Naja, ich denke der Mensch macht sich per se immer Gedanken.
Wenn man sich vor Augen führt, dass sich die "magischen" Zahlen regelmäßig wiederholen, dann verlieren diese magischen Zahlen irgendwann ihre Magie! Was einem vielleicht dann bewusst wird, ist die eigene Vergänglichkeit, was dann viel eher zu Angstzuständen führen könnte. Dann auch insofern berechtigt, als dass das eigene Ende einschneidender ist, als jeder Geburtstag!
Wenn man in dem Alter (Mittdreißiger) ist, in dem die 40 "droht", dann reicht es, wenn man sich bewusst macht, wie "komisch" das Gefühl war, als die Uhr auf "30" umgeschlagen hat. Weil diese Gruppe aktuell wohl aus wirtschaftlicher Sicht sehr prädestiniert ist, haben sich auch die sog. "Ü30" Partys etabliert. Einfach, weil hier mehr Partyvolk vermutet wird. Denn mit 40 - so die Vorstellung - ist man bereits unter der Haube und kümmert sich um seine eigene Familie und gibt eben kein Geld mehr für Partys aus. Jedenfalls nicht in der Menge, die der 30er Gruppe zugetraut wird.
Und vor der "magischen 30" gab es sicher ähnliche Gefühle, als der 20igste Geburtstag bevorstand und man nicht mehr als Teenager gelten konnte. Weil diese Zahlenmythologie sich erst entwickeln muss, kann man vielleicht verstehen, dass für Kinder der 10te Geburtstag nicht die große Bedeutung hat und man sich hier keine Gedanken macht. Nebenbei ist vielleicht zu bemerken, dass wenn dann die 40 gerissen wurde, das gleiche Gedankenspiel droht, wenn dann die 50 immer näher rückt.
Sich hier in Zahlenspielen zu verlieren, macht einen eigentlich nur irre und es setzt einen eigentlich immer nur unter Druck, dass das was ganz besonderes sei. Dem ist aber nicht so und jeder hat es in seiner Hand, die Zeit so zu gestalten, wie man es gerne hätte. Selbstverständlich immer im Rahmen der Möglichkeiten. Aber niemand sollte sich auf Grund vom eigenen Alter verunsichern lassen. Wer nämlich ständig in Angst vor dem Altern lebt, ist immer in jedem Fall geistig schon so weit, dass man von einem Abbau der mentalen Fähigkeiten sprechen kann.
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