Finanzielle Hilfe von Krankenkasse für Sport?
Herr A führt einen Beruf aus, in dem er ausschließlich im Büro sitzt. So etwas ist nicht besonders gesund für die Muskulatur. Früher oder später kommt es in solchen Fällen meistens zu Rückenschmerzen, welche dann ebenfalls Kopfschmerzen verursachen können. Das einzige was dagegen hilft, ist Bewegung. Herr A sollte also auf jeden Fall mehr Sport machen.
Nun arbeitet Herr A allerdings 40 Stunden in der Woche und verdient nur sehr wenig Geld. Herr A hat weder das Geld für zwei mal wöchentlich ins Schwimmbad zu gehen, noch für ein Fitnessstudio Abonnement.
Herr A ist nur gesetzlich krankenversichert, was ja bedeutet, dass die Krankenkasse nicht so viel, wie bei Privatkassenpatienten bezahlt. Kann Herr A denn nun von der Krankenkasse irgendwelche finanzielle Hilfe erwarten? Beispielsweise, dass sie ihm das Fitnessstudio oder das Schwimmbad bezahlen? Oder müsste Herr A die kompletten Kosten selbst tragen? Immerhin macht er doch so etwas für seine Gesundheit und beugt Rücken- beziehungsweise Kopfschmerzen vor.
Das Fitnesscenter wird nicht bezahlt. Es werden aber Rückenkurse bezahlt oder auch Wassergymnastik. Dazu muss nur ein Arttest des Arztes vorgelegt werden, damit die Krankenkasse ein Teil der Kosten übernehmen kann. Wenn es erforderlich ist, dann wird ein oder zwei Kurse bezahlt. Ein kompletter Preis für ein Fitnesscenter wird nicht übernommen, nur einzelne Kurse, die benötigt werden.
Die Krankenkassen sind ganz gewöhnliche Dienstleister und entscheiden selbständig, was sie im Rahmen der eigenen Marketingstrategie und beim Werben um Kunden anbieten wollen. Ob dann Rückenkurse, Fitnesscenter oder aber lediglich Broschüren drin sind, hängt von der jeweiligen Kasse ab. Erwarten sollte der Patient bzw. der Kunde (insbesondere als Bestandskunde) zunächst auch rein gar nichts, weil das nur für eine Enttäuschung sorgen würde. Was aber der Kunde in so einem Fall machen kann, wäre bei der Kasse konkret nach Hilfen anfragen. Denn nur so kann er erfahren, was geboten wird!
Sofern der Kunde hier nichts bekommt, was seinem Ansinnen nahe kommen würde, kann er sich mit dem Arzt in Verbindung setzen, inwieweit auch ein Rezept helfen könnte. Und wenn auch das nicht fruchtet, bleibt eben noch die Überlegung, sich bei anderen Krankenkassen umzuhören und eben einen Kassenwechsel in Erwägung zu ziehen.
Was aber, neben der Gesundheitsprävention, auch anzuraten wäre, wäre die Frage nach der Einkommenssituation. Denn 40 Stunden pro Woche zu arbeiten, nur um damit über die Runden zu kommen, ist doch deutlich zu viel an Aufwand. Hier ist es irgendwo zu einem Missverhältnis gekommen, welches aufzuklären ist. Das würde dann zumindest von seelischen Schmerzen befreien können.
derpunkt hat geschrieben:Was aber, neben der Gesundheitsprävention, auch anzuraten wäre, wäre die Frage nach der Einkommenssituation. Denn 40 Stunden pro Woche zu arbeiten, nur um damit über die Runden zu kommen, ist doch deutlich zu viel an Aufwand. Hier ist es irgendwo zu einem Missverhältnis gekommen, welches aufzuklären ist. Das würde dann zumindest von seelischen Schmerzen befreien können.
Nun ja, hennessy221 befindet sich in der Ausbildung - vielleicht trifft das ja auch für Herrn A zu. Denn auch finanziell betrachtet sind Lehrjahre keine Herrenjahre, das ändert sich dann aber in der Regel mit bestandener Prüfung.
Zu den Leistungen, die die Krankenkasse übernimmt muss wohl gesagt werden, dass diese nur unter ganz genau umrissenen Umständen die Kosten für den Besuch eines Fitnessstudios übernehmen würde. Allerdings sind inzwischen etliche gesetzliche Krankenkassen dazu übergegangen präventive Kurse ihrer Mitglieder zu übernehmen oder gar zu bezuschussen. Herr A sollte sich einmal in dieser Richtung bei seiner Kasse erkundigen. Unter Umständen macht hier auch der Wechsel zu einer anderen Kasse Sinn.
Es gibt durchaus die Möglichkeiten, zumindest einen Zuschuss für das Treiben von Sport zu erhalten. Aber diese Möglichkeiten sollte sich Herr A einmal bei seiner gesetzlichen Krankenversicherung erfragen. Immerhin bieten durchaus auch Arztpraxen kleinere Sportprogramme an, wo die Kosten übernommen werden können und wenn man Glück hat, arbeitet ein Fitnessstudio ebenfalls mit der Krankenkasse zusammen und dort könnte Herr A dann ebenfalls Kurse belegen oder aber auch freies Training erhalten, wenn er sich für Reha-Sport interessiert. Aber diese beiden Möglichkeiten sollte Herr A erst einmal erfragen und eventuell ist es sogar so, dass die gesetzliche Krankenkasse, in der Herr A Mitglied ist, auch noch anders/ zusätzlich sportliche Mitglieder der gesetzlichen Krankenkasse fördert.
Allerdings ist zu bedenken, dass bei Reha-Sport das bereits erwähnte Rezept des Arztes von Nöten ist. Zudem gibt es bei der Auswahl des Fitnessstudios auch Auflagen, wie beispielsweise eine medizinische Zulassung in Form von angestellten Physiotherapeuten. In einer reinen Muckibude kann Herr A sich sicherlich auch anmelden, dort wird Herr A aber vermutlich auf den eigenen Kosten sitzen bleiben, sodass eben ein Gespräch mit der Krankenkasse im Nachhinein unumgänglich wird.
Ich würde mich mal bei der Krankenkasse erkundigen. Die unterschiedlichen Krankenkassen übernehmen teilweise auch die Kosten für verschiedene Vorsorgemaßnahmen, damit es eben nicht zu schlimmeren Rückenschmerzen kommt. Ich gehe zum Beispiel ein Mal pro Woche zu einer Rückenschule, wo Übungen für den Rücken gemacht werden. Dabei übernimmt meine Krankenkasse 80% der Kosten von einem Kurs pro Jahr. Allerdings kommt es hierbei auf die Krankenkasse an. Andere Personen in dem selben Kurs bekommen teilweise weniger oder auch gar nichts von ihren Krankenkassen erstattet.
Eine Allgemeine Antwort ist hier leider nicht Möglich, da es hier gewaltige Unterschiede von Krankenkasse zu Krankenkasse gibt. Ich habe z.B. einen Freund welcher den Mitgliedsbeitrag vom Fitnessstudio zumindest teilweise bezahlt bekommt von seiner Krankenkasse.
Bei meiner Frau gibt es ein Bonusprogramm, da bekommt man am Jahresende Rückzahlungen wenn man verschiedene Punkte erfüllt. Einer der Punkte ist eben auch Mitgliedschaft in einem Studio oder einem Sportverein. Daher kann man nur sagen "Frag bei deiner Krankenkasse nach", seit die Beiträge identisch sind haben diese nur noch die Chance sich eben durch ihre Bonusprogramme und Sonderleistungen voneinander zu unterscheiden.
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