Ist ein Fieberkrampf bei Kindern lebensgefährlich?
Ich weiß von einer Bekannten, dass ihr Kind schon bei einer erhöhten Temperatur schnell einen Fieberkrampf bekam. Mehrmals musste das Kind deswegen schon ins Krankenhaus. Wenn das Kind Fieber hatte, musste sie es sofort ausziehen und kühlen, damit das Kind keine Überhitzung bekam.
Was passiert bei einem Fieberkrampf und ist der Fieberkrampf lebensgefährlich? Wie sollte man sich noch verhalten, wenn ein Kind einen Fieberkrampf bekommt? Welche Anzeichen sieht man, bevor das Kind anfängt zu krampfen? Kann man da rechtzeitig eingreifen oder sieht man das erst, wenn es krampft? Haben eure Kinder schon mal einen Fieberkrampf gehabt?
Der Fieberkrampf ist wohl recht üblich bei Kleinkindern. Meine Brüder hatten mehrmals welche, als sie noch Säuglinge waren. Die intuitive Gegenmaßnahme ist, wie du schon angedeutet hast, dem Kind sofort die Kleidung zu entfernen und es unter kühles (nicht eiskaltes) Wasser zu halten. Ein Fieberkrampf kann auf jeden Fall lebensgefährlich sein. Ich würde auf jeden Fall einen Arzt rufen. Im glücklichen Fall, dass der Fieberkrampf vor Eintreffen des Arztes nachlässt, kann er trotzdem etwas gegen das Fieber tun und sicherstellen, dass nichts Schlimmeres dahinter steckt.
Fieberkrämpfe bei Babys und Kindern sind heutzutage ja leider keine Seltenheit mehr, das passiert vielen Kindern und sieht, gerade dann, wenn man das Kind zum ersten Mal in diesem Zustand sieht, schlimmer aus als es oftmals wirklich ist. Was aber in diesem Fall überhaupt nicht verharmlosend gemeint ist, denn natürlich kann jeder Krampfanfall durchaus richtig gefährlich werden. Meist gehen die Fieberkrämpfe bei Kleinkindern und Säuglingen teilweise mit einem plötzlichen und schnellen Fieberanstieg einher, sprich das Fieber steigt wirklich rasch auf über 39 Grad Celsius. Generell sind Fieberkrämpfe zu allen Phasen des Fiebers möglich, heißt, ein Kind kann durchaus auch schon bei geringerer Temperatur beginnen zu krampfen. Streng genommen gehen Fieberkrämpfe mit ähnlichen Symptomen wie ein epileptischer Anfall einher: Arme und Beine verkrampfen, der Körper versteift sich, die Augen verdrehen sich, und die Kinder verlieren recht schnell das Bewusstsein oder sind zumindest nicht mehr ansprechbar. Ddadurch, dass zumindest teilweise auch oft der Atem angehalten wird, kann es auch zu einer bläulichen Verfärbung der Haut kommen. In aller Regel ist der "Spuk" nach ganz kurzer Zeit vorbei und der Körper entkrampft sich, als dem ganzen beiwohnende Person erscheint aber selbst eine Minute wie eine Ewigkeit.
Während des Anfalls hilft als Betroffener vorallem eines: möglichst ruhig und besonnen reagieren und das Kind gut beobachten. Wenn möglich sollten herumliegende spitze, scharfe oder kantige Gegenstände sollten bestenfalls sofort aus dem Umfeld eines Kindes mit einem zur Zeit laufendem Fieberkrampf entfernt werden, somit wird die Verletzungsgefahr deutlich minimiert, da sich das Kind nicht stoßen kann.´Bestenfalls sollte nach einem Fieberkrampf immer ein Arzt hinzugezogen werden, vorallem dann, wenn der Krampf zum ersten Mal auftritt oder aber wirklich dringend dann, wenn ein solcher Fieberkrampf länger als 10 Minuten andauert.
Vorher eingreifen gestaltet sich als relativ schwierig, der Krampf selbst kommt ja quasi aus dem Nichts und nicht jeder Anstieg einer Temperatur geht mit einem Fieberkrampf einher. Da Fieberkrämpfe nie ohne Fieber einhergehen, rät man betroffenen Eltern zwar oft dazu, die Temperatur möglichst frühzeitig durch fiebersenkende Mittel oder aber Kühlung zu senken. Da ein Fieberkrampf aber unabhängig von der Temperatur selbst auftreten kann, ist das im Grunde genommen eigentlich wenig sinnvoll. Einen Beleg dafür, dass es seltener zu Fieberkrämpfen kommt, wenn man beispielsweise bereits ab leicht erhöhter Temperatur schon fiebersenkende Mittel verabreicht ist jedenfalls nicht statistisch belegt. Kann man also drauf hoffen, aber Glück hat man damit nun nicht zwingend. Kühlung jedenfalls finde ich immer gut und wichtig. Man kann in Absprache mit dem Arzt mitunter auch noch darauf zurückgreifen, eventuell auftretende Krampfanfälle durch die prophylaktische Gabe von Diazepam zu unterdrücken, dabei muss die orale Anwendung des krampfunterdrückenden Medikamentes aber bereits jeweils zu Beginn einer Fieberepisode erfolgen und darf einen maximalen Einnahmezeitraum von zwei Tagen nicht überschreiten. Auch hier gilt, dass man aber vorher in Absprache mit dem Arzt eine deutliche Risiko-Nutzen-Abwägung vornehmen sollte, schließlich kann die Gabe von Diazepam auch andere neurologische Warnsymptome einer zugrundeliegenden zerebralen Erkrankung verschleiern. Auch die möglicherweise auftretenden Nebenwirkungen sind, zumindest meiner Meinung nach, nicht zu unterschätzen.
De facto ist ein Fieberkrampf für Eltern und Co meist schlimm anzusehen, aber wirklich etwas in der Hand hat man eben nunmal nicht. Je ruhiger man selbst bleibt, umso hilfreicher ist man für das betroffene Kind. Den Rest darf man dann ruhig vertrauensvoll in die Hände von Ärzten weiterreichen. Meiner Meinung nach jedenfalls ist es immer besser, sich und dem Kind dahingehend Hilfe und Unterstützung zu holen.
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