Neue Methoden bei Wurzelbehandlung

vom 07.03.2012, 14:07 Uhr

Welche Erfahrungen habt ihr mit neuen Methoden bei der Wurzelbehandlung, also mit Laserverfahren, neuen Füllungen, Messverfahren. Sind diese Methoden wirklich besser und ist die Behandlung weniger schmerzhaft? Hat jemand schon beide Methoden (alte Technik) und neue Verfahren erlebt und kann Vergleiche ziehen?

» stella7 » Beiträge: 13 » Talkpoints: 4,45 »



Bei dieser Behandlung spürt man gar nichts. Ich habe aber auch bei den normalen Wurzelbehandlungen nichts gespürt, da mein Zahnarzt ein ausgezeichneter „Zahnbetäuber“ ist. Also ich selber habe bei meinem Zahnarzt weder bei der einen noch bei der neuen Technik etwas gespürt und war begeistert. Ich hatte früher eine Zahnärztin, bei der ich an die Decke hätte gehen können. Als ich dann gewechselt habe, meinte ich gleich, dass es sicher weh tun würde und ich das nicht will. Er sah mich erstaunt an und fragte nur: "Seit wann tut eine Wurzelbehandlung weh?". Als er mir die Spritze zur Betäubung gab und ich auf den Schmerz wartete und wartete war er dann auch schon fertig. Ich kann also die neue Technik empfehlen aber auch meinen Zahnarzt! Beide sind unschlagbar!

» davinca » Beiträge: 2246 » Talkpoints: 1,09 » Auszeichnung für 2000 Beiträge


Ich habe gerade eine Wurzelbehandlung hinter mir und ich muss sagen dass ich da nichts mitbekommen habe wenn es neue Methoden dafür gibt. Die Laserbehandlung sagt mir zum Beispiel im Augenblick gar nichts. Der Zahnarzt hat bei mir alles so gemach wie früher, Spritze setzen, Wurzel heraus holen, Kanäle reinigen, mit desinfizierendem Material ausstopfen und für 14 Tage abdecken. In der Wartephase bin ich im Augenblick, dann kommen zwei Stifte in die nicht mehr vorhandene Wurzel, die neue Brücke drauf und fertig. Der Spaß kostet mich zweitausend Euro, dafür bekam ich aber auch einen Krankenschein für einen Tag. Schmerzen hatte ich aber dabei überhaupt nicht, selbst die Spritzen waren nicht unangenehm obwohl ich mehr Angst davor habe als vor den dann folgenden Arbeiten.

Übrigens hatte ich vorher auf diesem Zahnbereichen eine Brücke aus einem neuen Material, ich glaube das heißt Zirkonit oder so ähnlich. Das Material sollte unverwüstlich sein und immer gut aussehen. Die passgenaue Herstellung war hochkompliziert weil das Material im Backofen noch schrumpft und auch dementsprechend teuer. So war es dann auch, die Ärztin entfernte die Brücke und sie sah noch genau so aus wie zu dem Zeitpunkt als sie vor drei Jahren eingesetzt wurde. Ursache der Wurzelentzündung war aber dass sich Karies darunter gebildet hatte weil höchstwahrscheinlich die Ränder nicht richtig abgedichtet wurden. Sehr ärgerlich, auch weil die alte Brücke nicht ohne dass sie zerbrach vom Zahn geholt werden konnte.

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» hooker » Beiträge: 7218 » Talkpoints: 50,84 » Auszeichnung für 7000 Beiträge



Ich habe auch gerade eine Wurzelbehandlung hinter mir, genauer gesagt, waren das 3 Behandlungen. Natürlich habe ich nicht gesehen, was die Ärztin da gemacht hat und ich glaube, das ist auch besser so. :wink: Der betreffende Zahn hatte Karies und war wohl schon ziemlich angegriffen. Also wurde zuerst der Nerv abgetötet. Sie sagte mir, dass es wehtun kann, für ca. 2 Tage. Die Schmerzen kamen dann auch, 2 Tage nach der Behandlung, dafür aber richtig heftig. Ich half mir dann mit Ibuprofen über die Tage, wartete aber nicht bis zum nächsten Termin, sondern ging noch mal hin, weil es ja nicht Sinn und Zweck sein kann, nur von Schmerztabletten zu leben.

Der Zahn wurde wieder geöffnet und dann hat sie immer drin herum gekratzt, was aber nicht weh getan hat, vermutlich, weil der Nerv schon abgetötet war. Die Schmerzen kamen, weil sich der Nerv gegen das Gift gewehrt hat, was ja irgendwo auch einleuchtend ist. Jedenfalls hat sie dann irgendwelche ekligen Chemikalien in den Zahn geträufelt, die haben nach Jauche gestunken. :uebel: Dann kam eine provisorische Füllung drauf. Nach ca. 2 Wochen dann das Gleiche noch mal. Und dann nach ca. 6 Wochen wurde der Zahn wieder aufgemacht und nun endlich richtig gefüllt.

Das wurde auch höchste Zeit, denn ich habe seit März, also als die Behandlung begann, immer nur auf einer Seite gekaut, weil ich Angst hatte, dass sich das Provisorium lösen könnte. Nun habe ich aber das Problem, dass die linke Seite, die so lange nicht belastet wurde, irgendwie "weich" ist, ich kann es gar nicht beschreiben. Als hätte ich auf dieser Seite keine richtige Kraft mehr zum Beißen. Ich muss mich echt zwingen, wieder auf der Seite zu kauen. Wahrscheinlich gehört das zu den "Nebenwirkungen" einer Wurzelbehandlung. :x

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» Jacqui_77 » Beiträge: 2969 » Talkpoints: 42,68 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



So neu sind die Verfahren die du nennst nicht wirklich. Ich habe bereits in den 90er Jahren eine Wurzelbehandlung mit Laser gehabt. Und mein damaliger Zahnarzt hat die Methode wohl auch vorher schon angewendet. Somit dürfte die Methode schon über 20 Jahre alt sein.

Ich hatte damals gute Erfahrungen mit der Laserbehandlung gemacht. Wir hatten vorher schon eine normale Wurzelbehandlung ohne Laser gemacht und das war die Hölle. Er bat mir dann irgendwann die Laserbehandlung an. Wobei die für damalige Verhältnisse schon sehr teuer war. Allerdings war die Sache damit auch innerhalb weniger Minuten erledigt. Tat auch weniger weh als die konservative Methode und heilte auch besser. Nur den Geruch fand ich nicht wirklich angenehm.

» LittleSister » Beiträge: 10426 » Talkpoints: -11,85 » Auszeichnung für 10000 Beiträge


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