Heuschnupfen - was hilft wirklich?

vom 19.05.2012, 16:23 Uhr

Im Frühling haben die meisten Menschen, die sich mit Heuschnupfen herumschlagen müssen, kaum Zeit, diese Jahreszeit zu genießen. Eher niesen sie in der Jahreszeit herum. Man kann es mit einer sogenannten Desensibilisierung beziehungsweise Hyposensibilisierung versuchen, aber es gibt auch Mittel, die angeblich den Heuschnupfengeplagten helfen sollen, dass die Augen nicht tränen und die Nase nicht so oft läuft. Welche Mittel gibt es noch? Was hilft bei Heuschnupfen wirklich? Womit habt Ihr gute Erfahrungen gemacht? Wovon sollte man die Finger lassen?

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» *steph* » Beiträge: 18439 » Talkpoints: 38,79 » Auszeichnung für 18000 Beiträge



Ich kenne das Problem sehr gut, ich habe auch so die ein oder andere Allergie, und plage mich immer mal wieder damit rum. Eine davon ist ebenfalls Heuschnupfen, wobei ich sagen muss, das es sehr stark davon abhängig ist, wo ich mich gerade aufhalte, ich scheine also kein absoluter Allergiker zu sein, der dabei gleich halb draufgeht, sondern wohl eher nur etwas sehr empfindlich zu sein.

Ich für meinen Teil habe immer sehr gute Erfahrungen mit Lorano akut gemacht. Dieses frei verkäufliche Antiallergikum ist nicht gerade billig, hilft aber in der Regel recht gut. die akuten sind für eine schnelle Wirkung, und vor allem eine lang anhaltende Wirkung ausgelegt. Wer etwas weniger Geld ausgeben will, kann auch die normalen Lorano kaufen, die wirken nicht so schnell, sind dafür billiger, und müssen täglich angewendet werden.

Natürlich kommt die Wirkung nicht vom Hersteller, sondern vom Wirkstoff, und so kann man auch jede andere Tablette nutzen, die den gleichen Wirkstoff hat. Mir selbst haben Lorano immer gegen Heuschnupfen und Katzenhaarallergie gut geholfen. Ich war in der Regel recht schnell Beschwerdeärmer. Zu einer kompletten Bekämpfung aller Symptome eignet sich sowieso nur eine ärztliche Behandlung, aber diese Tabletten können die Leiden ein wenig lindern.

Mit einer anderen Tablette, die wesentlich günstiger ist, habe ich für meinen Teil sehr schlechte Erfahrungen gemacht. wir reden hier von Ceterizin, das meinen Stoffwechsel sehr stark angekurbelt hat, und vor allem mein Herz in einen nicht ganz "normalen" Rhythmus versetzte. Schwindel, Hektik, und Gleichgewichtsstörungen waren der Fall., Ich habe das natürlich meinem behandelnden Arzt mitgeteilt, und schon war ich die Tabletten wieder los. Klare Empfehlung: gleich wegschmeißen.

So, oder so, denke ich das Antiallergika sicherlich helfen können, aber eine desensibilisierung, bei einer starken Allergie bleibt nicht aus. Ich hatte einmal eine Zeit in der ich dachte das ich mich mit Tabletten selbst gegen Allergieauslöser de-sensibilisiert hatte, doch das war ein Trugschluss. Ich hatte meine Katzenhaarallergie ganz offensichtlich überwunden. Was ich heute allerdings weiß ist die einfache Tatsache das Katzenhaare, und Katerhaare unterschiedlich sind. Gegen Katzen bin ich allergisch, gegen Kater nicht. Seltsam ist aber so. Meinen Heuschnupfen bin ich ebenfalls lange Zeit los gewesen, aber ich glaube mittlerweile das daß an einem Umzug in eine ländlichere Gegend gelegen hat. Kaum war ich in mein altes Umfeld zurückgezogen hatte ich die gleichen Probleme wieder.

Hier war scheinbar Industriestaub, oder andere in der Luft herumschwebende Partikel Auslöser für meine Allergie. Das muss eigentlich ein Fakt sein, denn ich bin in eine ländliche Gegend gezogen, und wohnte dort gleich im Wald, wo die gleichen Bäume, Gräser und Pollen geflogen sind, wie in meinem alten Umfeld. In meinem alten Umfeld jedoch musste ich mich mit Industrieluft abgeben, und sobald ein Gras oder eine Polle meiner Nase zu nahe gekommen ist gings sofort los.

Das impliziert für mich die klare Meinung das viele Allergien heutzutage ein hausgemachtes Problem von uns Menschen sind, und nicht nur ein wachsendes Gesellschaftliches Problem. Ich denke man kann Allergien am besten Vermeiden in dem man sein Umfeld entsprechend anpasst, und dafür sorgt das Allergieauslöser verschwinden. Das kann natürlich auch bedeuten das man vielleicht aus einer Innenstadt wegziehen muss, aber das kann durchaus besser helfen, als eine medizinische Behandlung. Das ist zumindest meine Erfahrung, und bei mir hat es geholfen.

» Frank The Tank » Beiträge: 350 » Talkpoints: 44,33 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Es gibt einige verschiedene Medikamente, die bei Heuschnupfen gut helfen. Eine Hyposensibilisierung ist schon mal eine sehr gute Idee, weil es eigentlich die einzige Lösung ist, den Heuschnupfen auf Dauer ein Stück weit erträglicher zu machen. Tabletten, Augentropfen oder Nasensprays wirken auch sehr gut, aber sie können den Heuschnupfen nicht heilen, sondern nur für eine bestimmte Zeit lindern.

Es gibt frei verkäuflich eigentlich zwei Wirkstoffe bei den Tabletten, die hauptsächlich gekauft werden. Entweder den Wirkstoff Cetirizin oder den Wirkstoff Loratadin. Beide Wirkstoffe sind gut verträglich und haben den Vorteil, dass sie nicht mehr so müde machen sollen. Trotzdem sollte man die Tabletten lieber abends einnehmen, weil sie müde machen könnten, wie mir auch Kunden in der Apotheke, in der ich arbeite, gesagt haben.

Dann gibt es natürlich auch noch Augentropfen und Nasensprays, die man gezielt einsetzen kann. Dabei gibt es auch wieder verschiedene Wirkstoffe, die unterschiedlich wirken. Auf der einen Seite gibt es den Wirkstoff Cromoglycinsäure, der allerdings den Nachteil hat, dass man das Nasenspray oder die Augentropfen mit diesem Wirkstoff regelmäßig morgens und abends anwenden muss und die Wirkung auch erst nach einigen Tagen voll einsetzt.

Bei Augentropfen und Nasensprays gibt es dann noch die Wirkstoffe Azelastin (z.B. Vividrin akut) und Levocabastin (z.B. Livocab direkt). Diese Wirkstoffe haben den Vorteil, dass man sie erst im Bedarfsfall anwenden muss und sie dann auch sehr schnell (innerhalb von 15 - 20 Minuten wirken.

» Barbara Ann » Beiträge: 28946 » Talkpoints: 58,66 » Auszeichnung für 28000 Beiträge



Mich plagt es auch, schon seitdem ich im Kindergarten war. Zum Glück ist es heute schon wesentlich besser geworden. Denn früher gab es Tage, an denen ich nicht einmal in die Schule gehen konnte, da ich einfach nicht aus meinen roten, dicken Augen gucken konnte. Ich habe auch diese Hyposensibilisierung hinter mir, da war ich in der Grundschule. Nun weiß ich nicht, ob es deswegen heute etwas besser ist, oder ob es von alleine passiert ist. Ich weiß nur, dass ich diese Einnahme der Tropfen jeden Morgen, wirklich furchtbar und nervig fand.

Heute nehme ich Cetirizin Tabletten, wenn ich merke, dass ich anfange zu niesen, oder mir die Augen anfangen zu jucken. Und ich komme damit wirklich gut zurecht. Es scheint mir einfach zu helfen. Es dauert auch gar nicht lange, bis die Beschwerden weg gehen. Ich benutze die Tabletten jetzt schon ein paar Jahre. Auch mein Freund und mein Vater, kommen damit gut klar, die auch Heuschnupfen-Geplagte sind.

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» senny » Beiträge: 2589 » Talkpoints: 9,37 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



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