Musterung entfällt, Vorsorgeuntersuchung fehlt!
Ab 1. Juli 2011 wird die Wehrpflicht ausgesetzt. Gegen seinen Willen wird niemand mehr seit dem 1. März 2011 einberufen. Niemand wird mehr zur Zwangsmusterung geladen.
Die flächendeckende Vorsorgeuntersuchung, die zur Musterung gehörte, entfällt somit. Ohne diese präventive Untersuchung bleibt nun vielen jungen Männern von 18 bis 35 Jahren dieser Stress erspart. Die körperlichen und geistigen Untersuchungen, die über den Grad der Tauglichkeit zum Wehrdienst Auskunft gaben, zeigten den Gesundheitszustand der jungen Männer. Auch nicht bekannte Krankheiten konnten so festgestellt werden.
Möglicherweise werden viele Krankheiten nicht mehr rechtzeitig erkannt. Das befürchtet der Arzt für Männergesundheit, Professor Frank Sommer vom Universitätsklinikum Hamburg -Eppendorf. Er ist der Meinung, dass Männer ohnehin Vorsorgemuffel sind und die gesundheitliche Versorgungslücke geschlossen werden müßte. Professor Sommer ist ein international anerkannter Arzt, Sportmediziner, Urologe und Androloge.
Könnt ihr der Meinung des Professors zustimmen, dass Männer Vorsorgemuffel sind oder seht ihr das anders? Sollte die frühere Untersuchung durch die Kreiswehrersatzämter in anderer Form auch in der Zukunft möglich sein bei privaten Ärzten?
Meines Wissens muss jeder mit dem Alter von 14 Jahren eine Vorsorgeuntersuchung bei einem Arzt machen. Ich finde, dass dieses Alter aber vielleicht etwas zu früh ist, da man noch nicht ganz ausgewachsen ist und vieles am Körper sich noch verändert.
Die J1 im Alter zwischen 12 und 15 Jahren und die folgende J2 im Alter von 17 bis 18 Jahren ist leider (noch) keine Pflichtuntersuchung. Es kann also niemand gezwungen werden sich in diesem Rahmen untersuchen zu lassen, auch an die Eltern wird nicht heran getreten, wie es beispielsweise aktuell bei den Us gemacht wird.
Eventuell sollte in Anbetracht der ausgesetzten Wehrpflicht allerdings wirklich darüber nachgedacht werden diese Untersuchungen zur Pflicht zu machen. Ich selbst bin ebenfalls ein absoluter Arztmuffel, man muss mich schon zum Arzt treten und direkt dort abgeben, sonst ergreife ich eventuell doch noch die Flucht. Aber zumindest zum letztem Jahreswechsel habe ich mich auf Wunsch meiner Frau durchchecken lassen.
Meine Musterung ist zwar mittlerweile schon fast vierzehn Jahre her und vielleicht weiß ich auch nicht mehr alles von der Untersuchung, aber ich kann mich nicht entsinnen, dass dort Untersuchungen gemacht worden wären, wodurch noch nicht bekannte Krankheiten entdeckt worden wären. Es wurde z.B. keine Blutabnahme durchgeführt, allerdings eine Urinprobe musste abgegeben werden, wenn ich mich recht entsinne. Ansonsten wurde halt der Körper untersucht, also abgehört, in den Mund geschaut, die Haltung angeschaut, also Wirbelsäule etc. Man musste Kniebeugen machen und dann wurde nochmal abgehorcht und Puls und Blutdruck gemessen. Dann gab es natürlich noch den von allen jungen Männern gefürchtete Griff an die Hoden, aber auch der war nicht schlimm. Also alles eigentlich nichts, was nicht auch schon vorher mal beim Arzt untersucht worden wäre.
Die U-Untersuchungen bei Babys, Kleinstkindern und Kindern sind mir bekannt, aber von den J-Untersuchungen habe ich bisher noch nie etwas gehört. Ob die bei mir gemacht wurden, vermag ich beim besten Willen nicht mehr zu sagen. Meine Eltern haben die Arzttermine immer für mich ausgemacht und sind meist bis zum Alter von 15 oder 16 Jahren auch mitgegangen zum Arzt, deshalb kann es durchaus sein, dass ich bei den J-Untersuchungen war, ohne dass ich aber den Namen dieser Untersuchungen kannte.
Letztlich denke ich, dass jeder ab einem Alter von zehn oder elf Jahren selber wissen sollte, ob es ihm gut geht oder nicht und ob er entsprechend einen Arzt aufsuchen möchte oder nicht. Jeder kennt seinen Körper am besten und wenn man Schmerzen hat oder es einem andauernd flau ist oder Ähnliches, dann sollte man halt zum Arzt gehen. Da werden dann schon meistens die Gründe dafür recht schnell gefunden. Bei jüngeren Kindern sollten eben auch die Eltern mit in die Pflicht genommen werden, wenn ihnen an ihrem Kind etwas Ungewöhnliches auffällt, wie z.B. dass es immer müde ist, obwohl es ausreichend Schlaf bekommt.
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