Pflanzenauswahl gegen Nacktschnecken
Ich bin eine Tierfreundin und unser Garten allen Gartentieren offen. Bei einer Invasion von Nacktschnecken komme ich jedoch an meine Grenzen. Meist schnappe ich mir Handschuhe und einen Eimer und sammle die Schnecken ab. Ich bringe sie dann in die Nähe zu einer Grünfläche und setze sie da aus. Ich gieße nur früh morgens, da das abendliche Gießen wohl noch mehr Schnecken anlockt. Jetzt habe ich gelesen, dass es Pflanzen gibt, die Schnecken nicht mögen. Diese in den Garten zu integrieren, soll den Besuch durch Nacktschnecken eindämmen.
Ich habe eine Liste mit geeigneten Pflanzen gefunden. Dort stand „Pflanzen mit Schärfe, etwas mit Dornen, harten Blättern oder Brennnesseln. Mein erster Versuch bestand darin Chilipflanzen nach draußen zu stellen. Was soll ich sagen? Sie sind restlos verspeist. Schnecken scheinen sich an Schärfe nicht zu stören. Hat jemand richtig gute Pflanzentipps, die im eigenen Garten erfolgreich waren? Was macht ihr gegen Nacktschnecken im Garten? Gern auch Tipps, die sich zeitnah umsetzen lassen.
Da fühle ich total mit dir. Man kann Tiere noch so sehr mögen, irgendwann ist die Geduld am Ende, wenn die eigenen Pflanzen Nacht für Nacht verschwinden. Deine sehr tierfreundliche Art, die Schnecken einzusammeln und umzusiedeln, zeigt aber, wie wichtig dir ein harmonisches Miteinander im Garten ist. Das ist absolut bewundernswert, auch wenn es zugleich eine Menge Arbeit bedeutet.
Leider funktionieren viele der gängigen Tipps nur bedingt. Schärfe scheint Nacktschnecken, wie du ja leidvoll feststellen musstest, wenig zu beeindrucken. Es gibt jedoch Pflanzen, die sie von Natur aus eher meiden, häufig weil sie harte oder behaarte Blätter besitzen oder aromatisch sind. Mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Thymian, Salbei oder Lavendel gelten oft als sichere Bank und bringen zugleich ein schönes Aroma in den Garten. Auch Pflanzen wie Geranium oder Bergenien werden gerne als schneckenresistent beschrieben. Perfekt ist das alles nie, denn manche Schnecken sind einfach sehr hartnäckig, aber viele Gärtner haben damit gute Erfahrungen gemacht.
Ein etwas anderer Ansatz besteht darin, deinen Garten so zu gestalten, dass natürliche Schneckenjäger sich wohlfühlen. Igel, Kröten und Laufkäfer sind wahre Verbündete, wenn es um die Regulierung der Schneckenpopulation geht. Eine Ecke mit Laub, ein paar Steine, Totholz oder ein kleines Wasserangebot reichen manchmal schon, damit diese Tiere bei dir einziehen und dich ganz ohne Chemie unterstützen. Die Natur findet oft ein Gleichgewicht, wenn man ihr ein wenig Raum gibt.
Auch Barrieren können eine Hilfe sein, besonders rund um Pflanzen, die wirklich geschützt werden sollen. Scharfkantiges Material, wie Splitt oder zerstoßene Eierschalen, wird von Schnecken nicht gern überquert. Kupferbänder um Hochbeete oder große Töpfe können ebenfalls abschreckend wirken, weil Schnecken den Kontakt mit Kupfer meiden. Solche Maßnahmen funktionieren allerdings am besten bei trockenem Wetter, da Nässe den Effekt deutlich reduziert.
Letztlich ist es, wie du schon machst, oft eine Kombination aus mehreren Methoden, die Erfolg bringt. Absammeln bleibt dabei eine der freundlichsten Varianten. Vielleicht führen kleine Anpassungen, neue Pflanzen und ein paar natürliche Helfer bald dazu, dass die Schnecken im Zaum bleiben und du die Früchte deiner Gartenarbeit wieder mehr genießen kannst.
Auch ich kann deine Frustration absolut verstehen, so niedlich die Tiere manchmal aussehen, aber sie sind nervig. Es ist total frustrierend, wenn man den Garten extra tierfreundlich gestaltet und dann wird alles über Nacht platt gemacht. Trotzdem toll, dass du die Tierchen einsammelst und ins Grüne bringt.
Chilis sind leider ein Paradebeispiel dafür, dass "Schärfe" bei Nacktschnecken nicht wirkt, Schnecken haben nämlich keine Schärferezeptoren, wie wir und andere Säugetiere. Das Capsaicin lässt sie also leider völlig kalt.
Aus eigener Erfahrung und dem Austausch mit Hobbygärtner kann ich dir aber tatsächlich ein paar Pflanzen verraten, die hier im Garten wirklich dazu beigetragen haben die Schnecken zumindest etwas in den Griff zu bekommen. Zunächst aber erstmal noch, das morgendliche Gießen ist schon der perfekte Ansatz, behalte das unbedingt bei.
Besonders erfolgreich lässt sich das Beet mit stark duftenden Kräutern wie Thymian, Rosmarin, Salbei Oregano und auch Lavendel - meiner Lieblingspflanze - schützen, da die ätherischen Öle den Schnecken nicht schmecken. Genauso sind sehr bittere oder giftige Pflanzen wie Fingerhut, Eisenhut und Maiglöckchen eine Möglichkeit, darauf verzichte ich aber lieber, da wir auch Nachbarskinder haben, die im Garten spielen.
Man kann auch Ziergräser um die zu schützenden Pflanzen pflanzen oder robuste Gewächse wählen, die mit ihren harten oder behaarten Blättern einfach viel zu unattraktiv für die Schnecken sind wie die Fetthenne, Hauswurz, Frauenmantel usw. sind für die Schnecken schlichtweg viel zu anstrengend zu kauen.
Ich habe jetzt erst kürzlich auch von einem "Opferteller" für Schnecken gelesen, dazu kann ich dir allerdings noch keine eigenen Erfahrungswerte geben.
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