Auf Bluetooth Geräte möglichst ganz verzichten?

vom 07.08.2023, 10:21 Uhr

Bluetooth Geräte kamen bei einer Untersuchung und anschließender Bewertung ganz schlecht weg. So wurde beispielsweise bei kabellosen Kopfhörern festgestellt, dass diese schlecht für das menschliche Gehirn sind, können Zellschäden verursachen und erhöhen zudem noch das Krebsrisiko.

Das sind ja ziemlich schwere Geschütze und macht einen schon etwas nachdenklich. Sind euch solche Risiken auch bekannt und bewusst und welche Verwendung finden Bluetooth Geräte bei euch im Alltag? Sollte man deren Verwendung nicht tatsächlich schwer einschränken oder ganz darauf verzichten?

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» Lupenleser » Beiträge: 1128 » Talkpoints: 850,81 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Es gibt drei Klassen in den Sendeleistungsstufen bei den im 2,5 GigaHertz-Bereich arbeitenden Funkverbindungen namens Bluetooth mit Frequenzhoppingtechnik. Die Klasse 3 mit den geringsten Strahlungswerten besitzen die Kopfhörer. Damit haben sie eine maximal zulässige Sendeleistung von 1 Milliwatt. Ein übliches Handy am Ohr hat bei Verbindungsaufbau im Vergleich dazu etwa 4000 Milliwatt, ein Smartphone eventuell sogar noch mehr.

Man sieht an dem Vergleich, dass die Studie, auf die hier Bezug genommen wird, ohne den Link oder sonstiges dazu zum Nachprüfen bereitzustellen, wieder einmal mehr bei der Kategorie "Panikmache" anzusiedeln ist.

Ja, es ist grob der Frequenzbereich, in dem auch Mikrowellenherde, besser Magnetrons genannt, arbeiten. Eine Magnetronröhre, ganz nebenbei bemerkt, ein "Abfallprodukt" der UKW-Sendetechnik, hat eine übliche Maximalleistung von 800000 Milliwatt, wobei aus dem geschlossenen Herdgehäuse trotz hoch und heiliger Versprechungen der Geräteindustrie immer noch ein paar Milliwatt austreten dürfen. Diese Strahlung kann anderseits sogar den Bluetooth-Betrieb stark stören.

So weit mir bekannt ist, hat so ein drahtloser Kopfhörer ja nur zum "Pairing", also beim ersten Kopplungsversuch, den Sender eingeschaltet. Oder nur in kurzen Zwischenintervallen, um nachzuprüfen, ob die Verbindung noch aufrecht erhalten werden, oder ob zum Akkuschonen auf Standby umgeschaltet, beziehungsweise das Gerät ganz ausgeschaltet werden soll. Also kann auch von vorne herein während der meisten Betriebszeit keine Gefährdung durch Strahlung hervorgerufen werden.

Auf Bluetooth bin ich gestoßen, weil ich eine galvanische Trennung zwischen Geräten aus verschiedenen Gründen, deren ausführlichere Erläuterung den Rahmen hier sprengen würde, irgendwie bewerkstelligen musste. Hier ein Talkteria-Beitrag von mir dazu

» Gorgen_ » Beiträge: 1079 » Talkpoints: 379,54 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


Ich habe von dieser Untersuchung gehört, die Bluetooth Geräte in einem ziemlich schlechten Licht darstellt. Das ist natürlich beunruhigend, vor allem wenn es um potenzielle Auswirkungen auf unsere Gesundheit geht. Klar, ich nutze auch Bluetooth Geräte im Alltag, wie zum Beispiel kabellose Kopfhörer oder auch mal eine Bluetooth Tastatur. Sie machen das Leben schon bequemer und ich schätze die Freiheit, die sie bieten, ohne lästige Kabel.

Aber ehrlich gesagt, wenn ich höre, dass es möglicherweise Zellschäden oder sogar ein erhöhtes Krebsrisiko geben könnte, mache ich mir schon Gedanken. Ich glaube, es ist wichtig, solche Studienergebnisse kritisch zu betrachten und abzuwägen, wie sehr man Bluetooth Geräte wirklich benötigt.

Ich denke nicht, dass man komplett auf Bluetooth verzichten muss, aber es könnte sinnvoll sein, bewusster mit deren Nutzung umzugehen. Vielleicht nicht ständig die kabellosen Kopfhörer im Ohr haben oder nicht ständig am Handy kleben, wenn es per Bluetooth mit anderen Geräten verbunden ist. Und wenn es möglich ist, könnte man ja auch mal wieder auf kabelgebundene Alternativen zurückgreifen, um die Belastung zu reduzieren.

» Aguti » Beiträge: 3109 » Talkpoints: 27,91 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



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