Wo kann man im Ruhrgebiet am besten leben?

vom 10.01.2022, 17:02 Uhr

Ich bin in Essen geboren, wohne aber jetzt ganz woanders. Ab und zu habe ich eine Phase, in der ich überlege, wieder zu meinen Wurzeln zurückzukehren. Ich besuchte vor ein paar Jahren zum ersten Mal seit meiner Kindheit Essen und versuchte, irgendetwas wiederzuerkennen. Ich erkannte aber nichts mehr wieder, weil wir kurz vor meiner Einschulung von dort wegzogen.

Essen ist stellenweise sehr schön. Es gibt auch genügend kulturelle oder sonstige Angebote. Andere Städte des Ruhrgebiets kenne ich nur aus dem Fernsehen. Sie erscheinen mir meistens nicht so reizvoll. Im Prinzip ist der Ruhrpott ja fast wie eine einzige große Stadt.

Kennt ihr euch im Ruhrgebiet aus? Wohnt ihr vielleicht sogar dort? Wo kann man im Ruhrgebiet am besten wohnen? Mir wären Museen und Kulturangebote wichtig. Essen hat zum Beispiel das Folkwang Museum, was ich sehr schön finde.

» blümchen » Beiträge: 3609 » Talkpoints: 28,23 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



Ich wohne ja in Bayern und somit relativ weit weg vom Ruhrgebiet. Trotzdem bin ich schon einige Male dort gewesen und habe verschiedene Städte besichtigt. Interessante Museen gibt es ja in mehreren Städten, auch zum Beispiel in Dortmund. Wenn es besonders hübsch sein soll, dann hätte ich das kleine Hattingen in Erinnerung, das mit einer Altstadt mit Fachwerkhäusern glänzen kann. Allerdings ist Hattingen eher klein und dürfte nicht viel zu bieten haben, was interessante Museen etc. betrifft.

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» lascar » Beiträge: 3444 » Talkpoints: 638,48 » Auszeichnung für 3000 Beiträge


Ich bin im Ruhrgebiet geboren und aufgewachsen, habe in verschiedenen Städten gelebt und wohne nach Jahren im auch wieder hier. Im Prinzip bietet jede Stadt tolle, meist aber auch teurere Wohnlagen und kulturelle Angebote gibt es in den größeren Städten zu Hauf.

Wenn man geschickt wählt, ist sogar die Vernetzung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut, sodass man viele Städte unkompliziert und schnell erreicht. Generell gilt für die größeren Städte entlang von A40 und A42, dass im Norden die Armut, der Ausländeranteil und die sozialen Probleme größer und die Mieten günstiger sind. Im Süden gibt es dagegen tolle Stadtteile mit ländlichem Flair, aber die Kosten sind hoch. In Essen sind beispielsweise Kettwig, Werden, Fischlaken und Schuir sehr nett. Aber auch im Norden gibt es schöne Nischen.

In Bochum lebt es sich in Eppendorf, Sevinghausen, Stiepel, Wiemelhausen und Teilen von Langendreer sehr nett. Witten ist eine Dauerbaustelle und nur in Außenbereichen richtig schön. Da ist ein Auto angesagt, wie beispielsweise Auf dem Schnee. Gelsenkirchen ist zu verschuldet, es gibt Richtung Herten schöne Gegenden, aber man ist weit ab vom Schuss und die Innenstadt ist nicht mehr schon. Das Musiktheater kann man auch so besuchen.

Duisburg ist besser als sein Ruf. Zwar ist der Süden der Stadt sehr angesagt, aber auch der Norden hat sehr lebenswerte Ecken, seit die Industrie auf dem Rückzug ist. Norbert ist ein bezahlbarer Stadtteil im Norden. Da ist es zwar multikulturell, aber es gibt einen riesigen Markt, sämtliche Läden des täglichen Bedarfs, viel Gastronomie und man ist schnell in der Innenstadt und in Düsseldorf.

» cooper75 » Beiträge: 12417 » Talkpoints: 307,52 » Auszeichnung für 12000 Beiträge



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