Wie soll Deutschland knappe Rohstoffe sichern?

vom 22.04.2015, 17:42 Uhr

Es gibt einige Rohstoffe, die nicht nur in Deutschland sondern weltweit sehr knapp sind. Dazu gehören zum Beispiel Seltene Erden, die es fast nur in China gibt. Auch andere Stoffe sind recht knapp und kaum durch andere Stoffe ersetzbar und sind daher ebenfalls unverzichtbar.

Wie soll Deutschland solche Rohstoffe sichern? Sollte es im Rahmen der EU oder NATO geschehen? Sollte deshalb notfalls auch mit militärischen Mitteln agiert werden?

» Juri1877 » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »



Wir sollten es so wie die Chinesen machen und uns die Landstriche einfach kaufen, die Bevölkerung umsiedeln, auch gegen ihren Willen und dann mit der Ausbeutung beginnen. Oder wir machen es wie die Amerikaner, wir erobern die Landstriche, töten große Teile der Bevölkerung, auch die unschuldigen, dass sind dann Kollateralschäden und beginnen dann die Rohstoffe durch eigene Firmen ausbeuten zu lassen.

Oder aber wir sind kreativ und machen es wie du Deutschen, wir warten einfach ab und überlassen die Entscheidungen unserer alternativlosen Kanzlerin. Schließlich hat sie die Raute der Macht erfunden, da werden so ein paar krümelige Rohstoffe doch ein klacks sein. :D

» RavenThunder » Beiträge: 1284 » Talkpoints: 2,09 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


Ich denke, es kommt wirklich darauf an, welche Staatsform Rohstoffpolitik betreibt. Wenn ein Land von einer Diktatur beherrscht wird, dann wäre es wahrscheinlich kein Problem, eine entsprechende Wirtschaftspolitik zu betreiben, in die der Staat mit allen Mitteln eingreift. In so einem Land herrscht dann aber auch keine freie Marktwirtschaft.

Und wenn bestimmte Rohstoffe in diesem Land nicht verfügbar wären, dann hätte eine Diktatur mit allen möglichen Machtspielchen oder sogar militärischen Optionen wahrscheinlich viel weniger Probleme, sich irgend einen Zugang dazu zu verschaffen als eine Demokratie, die ja dafür für alles auch einen Militäreinsatz - immerhin eine Legitimation in Form eines Parlamentsbeschlusses bräuchte.

Bei Demokratien untereinander ist das wieder anders. Hier kämen wohl eher Diplomatie, Abkommen, Verträge, Institutionen etc. in Betracht. Aus demokratischer Sicht ist die Errichtung einer Freihandelszone wahrscheinlicher als eine militärische Operation. Da würde ich Deutschland und die EU jetzt eher einordnen.

Allerdings sind Demokratien dann doch nicht so friedlich, wie es den Anschein hat. Wenn man bedenkt, wie im Nahen und Mittleren Osten durch Demokratien eingegriffen wird wegen des Zugangs zu Erdöl, dann relativiert sich das ganze wieder.

» opinion » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »

Zuletzt geändert von Gio am 24.04.2015, 12:07, insgesamt 1-mal geändert. Zeige Beitragsversionen


Zuerst muss man wissen, was man konkret braucht und wie viel und dann einfach mehr bestellen als man braucht. :mrgreen: Überschüssiges kann man schließlich doch weiter verkaufen. Das konnte man bei der aktuellen Pandemie ja auch lernen, wo es um den Einkauf von Impfstoffen ging. Lieber zu viel als zu wenig. Was aber noch wichtiger ist, wäre die rechtzeitige Bestellung knapper Rohstoffe. Man ist nie der Einzige der sowas braucht und ordert. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst trifft also als Spruch hier genau zu.

» Nebula » Beiträge: 3017 » Talkpoints: 0,98 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



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