Kindern wegen Einsturzgefahr verbieten Iglu zu bauen?

vom 17.07.2020, 06:44 Uhr

Letzten Winter lag hier sehr viel Schnee. Auf der großen Wiese vor meinem Balkon bauten Kinder nicht nur Schneemänner, sondern auch relativ große Iglus, in denen sie sich auch aufhielten. Ich finde es ziemlich gefährlich, Kinder Iglus bauen zu lassen, in die sie hineingehen. Wenn sie einstürzen, gibt es in den schweren Schneemassen kaum ein Entkommen.

Erlaubt ihr es euren Kindern, Iglus zu bauen und sich auch darin aufzuhalten? Besteht nicht die Gefahr, dass sie einstürzen und die Kinder darunter begraben werden? Habt ihr schon einmal ein Iglu gebaut? Worauf muss man da achten, damit sie sicher sind?

» blümchen » Beiträge: 1862 » Talkpoints: 47,36 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Ich denke schon, dass ich das erlauben würde, aber ich würde meine Kinder nun auch nicht ohne Aufsicht damit spielen lassen. Eben aus dem Grund, dass das gefährlich werden kann. Man selber kann doch auch etwas im Garten machen oder auch mal mitspielen, deswegen finde ich es okay, wenn man das zusammen baut, aber alleine würde ich meine Kinder damit auch nicht lassen. Bei uns fällt aber schon seit Jahren so wenig Schnee, dass ich darüber bisher auch noch nicht nachdenken musste.

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» Ramones » Beiträge: 43577 » Talkpoints: 70,45 » Auszeichnung für 43000 Beiträge


Ein Iglu ist natürlich für die meisten Kinder wirklich ein echtes Highlight. Immerhin ist das ein „Baumhaus“ auf dem Boden und das aus Schnee. Das hat schon etwas total Cooles für den Nachwuchs und deswegen ist diese Bauweise auch immer sehr beliebt, wenn der Schnee fällt. Allerdings sind sie auch immer mit großen Risiken verbunden.

Natürlich bin ich keine Freundin davon, den Kindern jeglichen Spaß zu verbieten. Und je nach Alter der Kinder und wo sie sich gerade befinden, hören sie unter Umständen auf das Verbot im heimischen Garten nicht, wenn sie bei Freunden sind. Das ist auch an sich eine ganz normale Reaktion vieler heranwachsenden Kindern.

Ich verstehe aber auch, wenn es Eltern wirklich darum geht, dass die Stabilität der Iglus angezweifelt wird. Sie ist eben nicht gegeben und die Kälte hier sowie das Eis in den Regionen, wo Eskimos leben ist nicht zu vergleichen. Das bedeutet natürlich auch, wenn man mal nicht hinguckt und dort Schneemaßen auf den Nachwuchs preschen, dass eine erhebliche Gefahr besteht, dass sie unter dem Schnee ersticken, erfrieren usw.

Deswegen kann ich es verstehen, wenn man die Gefahren hier vor Augen hat. Dem Kind diese zu erklären ist manchmal vielleicht auch nicht so leicht, wenn der Nachwuchs aber unbedingt ein Iglu möchte. Doch vielleicht klappt es ja. Ansonsten hätte ich jetzt auch keine Möglichkeit gefunden, wie man ein Iglu im Schnee sicher machen könnte, sodass der Nachwuchs spielen kann.

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» Kätzchen14 » Beiträge: 5594 » Talkpoints: 0,12 » Auszeichnung für 5000 Beiträge



Hast du überhaupt schon mal ein Iglu gebaut? Ich weiß nicht, wie du dir das mit den "Schneemassen" vorstellst, aber in der Realität stürzen die Dinger beim Bau ein wenn man das mit dem Übergang von der Seitenwand zur Kuppel nicht richtig hin bekommen und dann stürzt auch nicht direkt das ganze Gebäude ein sondern der Teil des Dachs, wenns blöd läuft auch noch ein bisschen was von der Seitenwand.

Als Kinder haben wir unter "Iglu" einen Haufen Schnee verstanden, in den man irgendwie ein Loch gegraben hat. Das war natürlich nicht sonderlich stabil und da ist es tatsächlich öfter mal vorgekommen, dass man drinnen damit beschäftigt war den Hohlraum zu vergrößern und dann das ganze Ding eingestürzt ist.

Auch da haben sich die "Schneemassen" stark in Grenzen gehalten. Das dramatischste an der Geschichte war, dass man so viel Arbeit in seinen ausgehöhlten Schneehaufen gesteckt hatte und jemand mit zu viel Ehrgeiz alles kaputt gemacht hat und man von vorne anfangen konnte.

Warum sollte man denn nicht entkommen können wenn man eine Ladung Schnee auf den Kopf bekommt? Das ist doch keine Lawine, die Tonnen an Schnee mit sich reißt und außerdem dafür sorgt, dass man seinen Orientierungssinn verliert.

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» Cloudy24 » Beiträge: 25862 » Talkpoints: 61,14 » Auszeichnung für 25000 Beiträge



Ich kann mich aus meiner Kindheit auch an einige (wenige) Gelegenheiten erinnern, als zumindest für Kinderaugen "massenhaft" Schnee gefallen ist und wir "riesige" Schneefiguren und "richtige" Iglus gebaut haben. Zumindest dachten wir das. :D Der Schneemann war rückblickend betrachtet vielleicht gut 1,50 m groß und der riesige Schneehaufen, den wir versucht haben auszuhöhlen, vielleicht einen guten Meter maximal. Wenn so ein Gebilde einstürzt, hat man eben Schnee im Gesicht und im Kragen - nichts, was ein damaliges Landkind groß beeindruckt hätte.

Ich kann mir also nicht wirklich vorstellen, wie ein Haufen Kinder es schaffen sollte, derart viel Schnee zusammen zu tragen, dass wirklich Gesundheits- oder gar Lebensgefahr besteht. Da muss das Ding ja mehrere Meter Durchmesser haben und auch eine stattliche Höhe. So etwas zu bauen schaffen kleinere Kinder gar nicht, und ältere Kinder oder gar Jugendliche sind zwar zu einigem in der Lage, halten aber auch ein bisschen was aus.

Als wirklich gefährlich sehe ich eher die Abenteuer meines Vaters vor langer Zeit an, als er mit seinen Spielkameraden recht tiefe Tunnel in Kiesgruben und an Böschungen gebuddelt hat, in denen sie dann zu sechst gesessen sind. Wenn sich da Erdmassen oder Steine gelöst hätten, wäre das übel ausgegangen, zumal die Nachkriegskinder nicht gerade unter ständiger Aufsicht standen, sondern sich auch mitten im Wald herumgetrieben haben, wo sie so schnell keiner gefunden hätte. Aber bei deutschem Winter auf einer vom Fenster aus einsehbaren Wiese?

» Gerbera » Beiträge: 9323 » Talkpoints: 4,59 » Auszeichnung für 9000 Beiträge


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