Ungesunde und schädliche Kinder-Lebensmittel

vom 08.10.2020, 10:49 Uhr

Vereinzelte Verbraucherzentralen weisen darauf hin, dass spezielle Kinder-Lebensmittel oftmals nur Zuckerbomben wären oder auch gar keinen Nährwert hätten. Spezielle Produkte wurden hierbei aber nicht genannt und die wären doch gerade mal interessant gewesen. Mir würden da vielleicht die Gummibärchen einfallen, aber welche gibt es denn noch. Welche „Kinder-Lebensmittel“ fallen euch denn noch ein, die ihr als ungesund oder sogar gesundheitsschädlich einstufen würdet?

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» friedchen » Beiträge: 1120 » Talkpoints: 712,42 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Ich glaube nicht, dass damit Gummibärchen und andere Süßigkeiten gemeint sind. Die werden nicht als gesunde Lebensmittel für Kinder beworben. Als Beispiele könnte man eher so etwas wie die Milchschnitte oder Fruchtzwerge nennen, die als gesund für Kinder beworben werden, die aber in Wirklichkeit wahre Zuckerbomben sind.

Die Fruchtzwerge wurden früher als so wertvoll wie ein kleines Steak beworben. Ich weiß nicht, ob das verboten wurde, jedenfalls hat sich die Werbung geändert. Auch Babynahrung enthielt früher viel zu viel Zucker und wurde als gesund beworben. Die Zusammenstellung der Gläschen hat sich aber auch im Laufe der Zeit geändert und manche sind tatsächlich nicht mehr ungesund und schädlich.

» blümchen » Beiträge: 1728 » Talkpoints: 43,81 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


Kein Lebensmittel ist ungesund oder schädlich, weil es dann nämlich gar nicht als Lebensmittel zugelassen wäre. Es sei denn natürlich mal hat eine Allergie oder Unverträglichkeit.

Es ist nicht "ungesund und schädlich" wenn das Kind ab und zu einen Fruchtjoghurt oder eine Milchschnitte oder Cornflakes isst. Aber wenn das Kind so viel davon isst, dass es täglich über einen längeren Zeitraum hinweg zu viel Zucker, Kalorien etc. zu sich nimmt dann wird das natürlich schon problematisch. Aber "ungesund und schädlich" sind dann trotzdem nicht die Lebensmittel sondern die Ernährung.

Ich finde es jetzt nicht falsch, dass man heute bei hoch verarbeiteten Lebensmitteln genauer hinschaut und nicht mehr blind der Werbung vertraut, die mit viel guter Milch wirbt und den Zuckergehalt nicht erwähnt. Aber diese moderne Einteilung in "gesunde" und "ungesunde" Lebensmittel ist teilweise echt schon pathologisch.

Als "Kinderlebensmittel" würde ich übrigens die Produkte einstufen, die mit ihrem Marketing und Produktdesign ganz klar auf Kinder als Zielgruppe setzen. Bei den Gummibärchen sagt schon die Werbung, dass sie für alle Altersgruppen da sind. Aber wenn der Pudding ein Disney Motiv auf den Deckel druckt ist klar, wer damit angesprochen werden soll. Nicht der Erwachsene, der erst mal schaut was der Pudding für einen Geschmack hat, sondern das Kind, dem der Geschmack total egal ist, weil da ist ein Minion auf dem Deckel.

Und da es sich bei diesen Produkten fast ausschließlich um hoch verarbeitete Lebensmittel handelt ist ja klar, dass eine Ernährung, die nur aus solchen Produkten besteht, auf Dauer nicht gesund sein wird.

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» Cloudy24 » Beiträge: 25750 » Talkpoints: 36,51 » Auszeichnung für 25000 Beiträge



Ich sehe es auch so, dass man ein Lebensmittel isoliert für sich nicht direkt als ungesund und schädlich abstempeln kann, sondern dass es auf die Gesamtzusammensetzung des Ernährungsplans und die Integration solcher „Kinderprodukte“ in diesen ankommt. Dass Joghurts, Schokolade, Kekse und Co nun mal einen relativ hohen Zucker- und Kaloriengehalt haben, und dass weder Kinder noch Erwachsene Unmengen davon essen sollten, ist ja eigentlich jedem klar. Gönnen tut man sich so etwas trotzdem hin und wieder gerne, und dagegen ist auch rein gar nichts einzuwenden, solange man sich nicht ausschließlich davon ernährt.

Viel fataler finde ich, dass Kinderprodukte teilweise mit hinterhältigen Werbetricks attraktiver und wertvoller verkauft werden, als sie eigentlich sind. Da wird dann groß getönt, dass „gute Milch“ und „gesunde Cerealien“ in irgendwelchen Snacks enthalten sind, und wer das einfach für bare Münze nimmt, der schätzt die Nährwerte eben falsch ein. Auch die Gestaltung der Umverpackung mit bunten niedlichen Aufdrücken ködert Kids gezielt, und manchmal werden wirklich die billigsten und minderwertigsten Bonbons und Schokoladen in dieser Art und Weise an den Mann gebracht. Trotzdem denke ich nicht, dass man solche Süßwaren generell als gesundheitsgefährdend verbieten, sondern lieber bestimmte Vorgaben für Werbung und Präsentation umsetzen sollte.

» MaximumEntropy » Beiträge: 7772 » Talkpoints: 871,41 » Auszeichnung für 7000 Beiträge



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