Darauf verlassen, dass Fahrzeuge am Zebrastreifen halten?

vom 18.05.2018, 08:44 Uhr

Oftmals ist es ja so, dass Fußgänger am Zebrastreifen nicht stehen bleiben und sich versichern, dass die Autos davor auch halten. Sie betreten diesen einfach, die Autofahrer ja eigentlich verpflichtet sind zu halten. Ich mache es immer so, dass ich stehen bleibe und dann auch schaue, dass die Autos wirklich anhalten. Manchmal halten diese nämlich nicht und fahren einfach, obwohl sie warten müssten.

Ist es nicht leichtsinnig einen Zebrastreifen einfach so betreten, ohne sich zu vergewissern, dass der Verkehr davor Halt macht? Schaut ihr euch immer zuerst an, ob die Autos halten oder langsamer werden und geht dann erst los? Wie habt ihr das Betreten eines Zebrastreifens mal gelernt?

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» Nelchen » Beiträge: 32251 » Talkpoints: -0,17 » Auszeichnung für 32000 Beiträge



Ich habe schon als Kind gelernt, dass man sich immer vergewissern sollte, ob die Autos auch halten. Dabei spielt es gar keine Rolle, ob man jetzt bei einem Zebrastreifen die Straße überqueren möchte oder aber an einer Ampel. Denn es gibt auch genug Autofahrer, die bei Rot über die Ampel brettern, warum auch immer.

Mag sein, dass man in der Großstadt darüber etwas anders denkt, als auf dem idyllischen Land. Ich persönlich finde es aber ziemlich fahrlässig, wenn man sich blind auf andere verlässt. Meine Gesundheit ist mir schon wichtig und es ist oft genug vorgekommen, dass ein Auto eben nicht angehalten hat. Ich warte dann zwar nicht, bis das Auto komplett steht am Zebrastreifen, aber ich muss dann schon sehen, dass es deutlich abbremst bevor es den Zebrastreifen erreicht.

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» Täubchen » Beiträge: 33313 » Talkpoints: 0,01 » Auszeichnung für 33000 Beiträge


Blind über den Zebrastreifen und hoffen, dass alle Autos bremsen, halte ich für gelinde gesagt ziemlich bekloppt. Was nutzt mir denn mein Recht, wenn mich ein Autofahrer überfährt? Wenn ich Glück habe, kriege ich dann ordentlich Schmerzensgeld, aber wenn ich Pech habe, kriegen das meine Angehörigen.

Ich bringe meinen Kinder immer bei, dass sie damit rechnen müssen, dass sich eben auch mal andere Verkehrsteilnehmer nicht an die Regeln halten. Die haben zu gucken, ob die Autos auch wirklich anhalten, und dann können sie darüber, vorher nicht. Ein Auto ist nun einmal von Natur aus stärker als ein Mensch und wenn ich mit einem einfach Blick nach rechts und links meine Gesundheit schützen kann, dann werde ich das auch machen. Alles andere wäre doch ganz einfach fahrlässig.

» Klehmchen » Beiträge: 4669 » Talkpoints: 702,99 » Auszeichnung für 4000 Beiträge



Sicher sind die Autofahrer dazu verpflichtet, am Zebrastreifen zu halten, aber trotzdem würde ich als Fußgänger nun nicht einfach über den Zebrastreifen gehen und mich total darauf verlassen, dass die Autofahrer schon anhalten, weil sie es ja schließlich müssen. Mir ist auch als Kind schon beigebracht worden, immer genau zu schauen, dass die Autos auch wirklich halten, bevor ich den Zebrastreifen betrete. Das habe ich damals so gemacht und ich mache es auch heute noch.

» Barbara Ann » Beiträge: 28118 » Talkpoints: 93,83 » Auszeichnung für 28000 Beiträge



In anderen Ländern musst du als Fußgänger schon losgehen, damit die Autofahrer überhaupt stehenbleiben. Ansonsten fahren die einfach an dir vorbei und du stehst halt noch ewig dort. Ich würde mich grundsätzlich nicht darauf verlassen, dass Fahrzeuge am Zebrastreifen halten und zumindest kurz schauen, ob jemand bremst. Aber ich wurde ja auch bei einer grünen Fußgängerampel bereits überfahren.

» Wibbeldribbel » Beiträge: 10938 » Talkpoints: 66,22 » Auszeichnung für 10000 Beiträge


Einfach ohne sich umzuschauen drauf los zu marschieren hat schon etwas Selbstmörderisches. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das jemand wirklich so macht als würde er quasi Scheuklappen tragen und wenn, dann nicht sehr oft in seinem kurzem Leben.

Es kommt bei mir darauf an, wie schnell und wie weit entfernt das Fahrzeug ist. Man spürt schon, ob der Fahrer sich auf ein Anhalten einstellt. Aber "blind" würde ich das nicht nennen. Aber so etwas können Kinder oder alte, beeinträchtigte Menschen selbstverständlich unmöglich einschätzen.

Dann haben wir hier im Ort einen Zebrastreifen auf einer viel befahrenen Straße, der direkt hinter einer nicht einsehbaren Kurve liegt. Da habe ich allerdings auch jedes Mal Angst. Wie kann man das so planen? Ortsfremde erahnen nichts davon, dass da gleich ein Zebrastreifen auftaucht und sie keine zwanzig Meter Bremsweg mehr haben. Dort muss man sich wirklich ausgeliefert darauf verlassen, dass die Leute halten, denn man weiß beim Betreten nicht ob etwas kommt. Ich meide ihn möglichst und mache lieber einen kleinen Umweg.

Mir ist allerdings schon vor vielen Jahren sowieso eine gewisse Verrohung diesbezüglich aufgefallen. Früher war das Anhalten eine Selbstverständlichkeit. Heute scheint es mir in der Tat umgekehrt zu sein. Viele sehen einen wirklich sehr lange vorher dort stehen und brettern trotzdem durch, was man ebenfalls recht gut erahnt. Das kostet übrigens Bußgeld und einen Punkt in Flensburg.

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» Paulie » Beiträge: 290 » Talkpoints: 22,37 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Ich lebe in der Großstadt und wenn ich am Zebrastreifen anhalte oder gar zum Auto sehe, dann hält hier keiner an. Also geht mutig und forsch auf den Streifen zu und aus dem Augenwinkel und per Ohr wird geprüft, was der Autofahrer macht. In der Regel gilt: Wer deutlich macht, dass er sich notfalls anfahren lässt, kommt schnell und unbeschadet rüber. Wer zögert, steht lange, weil alle folgenden Autofahrer denken, der steht da nur zur Zierde.

» cooper75 » Beiträge: 11591 » Talkpoints: 511,21 » Auszeichnung für 11000 Beiträge



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