Wie akut ist der Klimawandel?

vom 03.12.2009, 20:36 Uhr

Seit längerer Zeit ist der Klimawandel stark in der Diskussion. Es wird immer nur geredet, statt Taten walten zu lassen. Das beste Beispiel liefert die Politik. Es wird immer nur geredet und geredet. Neulich habe ich gehört, dass der Anbau von Raps für Biodiesel gar nicht so bio ist, denn dafür müssen viele Flächen gerodet werden, bevor Raps überhaupt angebaut werden kann. Dieser Biodiesel soll zu einer besseren Umwelt beitragen. In Bezug auf den Klimawandel kann ich nicht feststellen, dass man in Deutschland ernsthaft dagegen angeht.

Es wird immer nur gejammert, wie schlecht die Lage sei, aber ernsthaft dagegen angegangen?

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» NathKath88 » Beiträge: 380 » Talkpoints: 1,20 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Dies sehe ich ehrlich gesagt nicht unbedingt so. Sicher sind die Anstrengungen noch nicht weitreichend genug, aber ich kann nur davor warnen, hier wieder alles herunter zu spielen. Es werden immer strengere Gesetze und Abgaswerte erlassen, was allerdings nun zumeist von Brüssel kommt. Die erneuerbaren Energien werden systematisch gefördert und ihr Anteil an der Stromerzeugung vervielfacht sich. Auch wenn aufgrund des Atomausstieg einige Kohlekraftwerke neu gebaut werden, werden dafür nun ältere schneller abgeschaltet. Daher sehe ich hier schon Maßnahmen, die angegangen werden. Ob dies ausreicht, ist natürlich eine andere Frage.

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» Juri1877 » Beiträge: 6131 » Talkpoints: 10,98 » Auszeichnung für 6000 Beiträge


Der durch Menschen gemachte Klimawandel ist sehr akut, weil er schon lange begonnen hat und auch spürbar ist. Die Frage ist also nur noch, wie stark und in welcher Form wird er sich auswirken. Noch sind die Auswirkungen nicht sehr gravierend, aber das wird wahrscheinlich nicht so bleiben. Selbst wenn wir jetzt sämtlichen CO2-Ausstoß stoppen würden, würden wir wahrscheinlich starke Auswirkungen zu spüren bekommen.

Andererseits denke ich aber auch, dass wir bereits auf dem richtigen Weg sind. Erneuerbare Energien werden langsam wirtschaftlich. Und ab diesem Punkt kann es dann plötzlich ganz schnell gehen. Ich halte es für sehr realistisch, dass wir in 10 Jahren einen Großteil unserer Energie weltweit aus erneuerbaren Energiequellen gewinnen. Die Investitionen in den wichtigen Ländern - also auch USA und China - sind sehr beeindruckend. Selbst bei dem extremen Wirtschaftswachstum konnte China beispielsweise seinen Anteil an erneuerbaren Energien seit Anfang des Jahrtausends etwa verdoppeln.

Letztendlich müssen wir aber langfristig auch etwas dafür tun, dass das CO2, das wir bereits in die Luft geblasen haben, wieder aus der Atmosphäre bekommen. Dafür wäre zum Beispiel unter anderem Aufforstung notwendig. Aber das fossile CO2 kann man nicht so einfach in Biomasse speichern. Hier werden wohl neue Technologien notwendig sein.

» Weasel_ » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »



Es ist auf jeden Fall Handlungsbedarf beim Klimawandel. Aber was man eben auch nicht unterschätzen darf ist der Balanceakt. Man will einerseits das Klima und die Umwelt schützen, aber andererseits kann man nicht einmal mal eben alles beschließen und die Unternehmen damit überrumpeln. Wir müssen eben auch wirtschaftliche Interessen berücksichtigen, sonst geht das Volk (und die Unternehmen) auf die Barrikaden wegen potentieller Arbeitslosigkeit. Man kann nicht von heute auf morgen alle Dieselfahrzeuge und Benziner verbieten und die Unternehmen zwingen, voll und ganz auf E-Mobilität umzusteigen. Das funktioniert nicht.

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» Täubchen » Beiträge: 32551 » Talkpoints: 1,27 » Auszeichnung für 32000 Beiträge



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