Bei einer Diät immer selbst das Kochen übernehmen?

vom 22.05.2018, 11:16 Uhr

Eine Kollegin von mir ist nun auf Diät, da sie etwas abnehmen möchte. Sonst ist sie mittags immer auswärts essen gegangen, wobei sie nun darauf verzichtet und sich immer Brote von zu Hause mitnimmt. Abends und am Wochenende kocht sie dann immer selbst zu Hause, wobei das sonst früher öfter mal ihr Mann übernommen hat.

Meine Kollegin meinte, dass es ihr aber sehr wichtig ist, dass sie sich ihr ganzes Essen selbst zubereitet und selbst kocht. Sie zählt nämlich Kalorien und so kann sie beim Zubereiten alles abwiegen und so die Kalorien ausrechnen. Außerdem hat sie so einen besseren Überblick darüber, was alles in die Gerichte kommt und kann diese dann auch möglichst fett- und kalorienarm und mit wenig Zucker zubereiten.

Das ist ja nicht der Fall, wenn ihr Partner kocht und sie nicht haargenau weiß, wie er die Speise zubereitet hat oder wenn sie im Restaurant isst. Ich finde ihre Methode daher ganz gut, auch wenn man das auf Feien nicht so durchführen kann. Aber den Großteil der Zeit kann man das ja so machen. Habt ihr das auch schon so gemacht?

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» Prinzessin_90 » Beiträge: 29778 » Talkpoints: 58,09 » Auszeichnung für 29000 Beiträge



Ich finde es ehrlich gesagt besser und gesünder, wenn man dann vermehrt selbst kocht und sein Essen auf eigene Faust zubereitet als wenn man sich irgendwelche Fertiggerichte von Weight-Watchers kauft oder irgendwelche Getränke a la "Slim Fast" oder Abführmittel oder "Refigura" oder wie diese ganzen Mittelchen nicht alle heißen. Wenn man selbst kocht, dann lernt man auch direkt, welche Kalorien welche Nahrungsmittel haben und kann so nach und nach die Ernährung so umstellen, dass man satt wird ohne sich jedes Mal Kalorienbomben reinzuziehen und davon eben zuzunehmen.

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» Täubchen » Beiträge: 25956 » Talkpoints: 1,50 » Auszeichnung für 25000 Beiträge


Als ich einmal für längere Zeit auf Diät war, habe ich tatsächlich auch immer selbst für mich gekocht - und zwar aus den gleichen, hier bereits genannten Gründen. So konnte ich die Kalorien meiner Portion ziemlich genau kontrollieren, Fett und Zucker einsparen und "schwere" durch "leichte" Produkte ersetzen. Mein Partner hat auf solche Dinge nie geachtet und war auch schmerzfrei, was die Menge an Öl und Butter beim Anbraten oder Abschmecken anging. Nicht selten stand das Fett zentimeterhoch, wenn er gekocht hat, und ich habe mich da eine Zeit lang regelrecht davor geekelt. Das ging so weit, dass ich mir rigoros ein Extraessen gekocht habe, auch wenn die Portion von seiner Kochaktion locker für beide gereicht hätte.

Wenn man es nur phasenweise so macht, dann ist das vor dem Hintergrund einer Diät vielleicht verständlich. Auf Dauer ist es aber ziemlich zeitaufwändig, anstrengend und nicht gerade wenig belastend für eine Beziehung, wenn ein Partner sich beim Essen komplett abkapselt. Schließlich ist das gemeinsame Kochen und Essen auch eine Form der sozialen Aktivität, und meinem Freund zumindest ging es irgendwann so, dass er diese Momente nicht mehr als angenehme Partnerzeit, sondern als Stress und Ärgernis empfunden hat. Daher kochen wir jetzt wieder öfter gemeinsam und haben uns in vielen Punkten auf Kompromisse geeinigt. Heute verzichtet er beispielsweise gänzlich auf Fett zum Anbraten von Hack, da dieses genug eigenes abgibt, und ich habe ihm zuliebe die Margarine wieder von unserer Einkaufsliste verbannt und dem Kauf normaler Butter zugestimmt.

» MaximumEntropy » Beiträge: 5036 » Talkpoints: 861,53 » Auszeichnung für 5000 Beiträge



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