Schmerzen durch Schröpfen weniger?

vom 09.01.2013, 12:51 Uhr

Die Methode des Schröpfens ist schon sehr alt. Aber wie soll es gehen, dass sich Kniegelenksarthrose-Schmerzen mit dem Schröpfen wegsaugen lassen? So soll in Berlin an der Charité eine Studie gelaufen sein, in der man das feststellte. Größere Studien werden noch folgen.

Klar ist mir das allerdings nicht, denn bei Arthrose liegt doch ein Knorpelschaden vor, der irreparabel sein soll. Wie können dann durch Schröpfen Schmerzen verschwinden? Könnt ihr das nachvollziehen? Ich nicht!

» Cid » Beiträge: 20027 » Talkpoints: -1,03 » Auszeichnung für 20000 Beiträge



Cid hat geschrieben:Könnt ihr das nachvollziehen? Ich nicht!

Ein bisschen schon. Meinem Verständnis nach könnten durch den Reiz des Schröpfens im Hirn Neurotransmitter oder andere Botenstoffe freigesetzt werden, die die Schmerzempfindung herabsetzen. Der Schmerz wird also nicht an der Stelle der Krankheit, sondern im Hirn selbst gelindert. Wie ein natürliches Schmerzmittel quasi.

Auch wenn es makaber klingt, folgt selbst-verletzendes Verhalten einer ähnlichen Logik: Durch den entstandenen Stress, den die teilweise nicht gerade unerheblichen Verletzungen nach sich ziehen, werden im Hirn beruhigend wirkende Stoffe auf die Reise geschickt und können für Betroffene angenehm und ausgleichend auf ihr Gemüt wirken. Warum sollte das bei einem psychisch stabilen Menschen nicht ähnlich wirken?

Wenn das Schröpfen in direkter Nähe zum Schmerz-Ort stattfindet, könnte ich mir auch vorstellen, dass dort irgendein Reiz ausgeübt wirkt, der lokal wirkt und den Schmerz lindert.

» Verbena » Beiträge: 5174 » Talkpoints: 3,53 » Auszeichnung für 5000 Beiträge


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