Seid ihr schon einmal vor Schmerz zusammengebrochen?

vom 21.07.2016, 22:26 Uhr

Ich hatte schon oft richtig schlimme Schmerzen in meinem Leben, wobei ich aber nie vor Schmerzen zusammengebrochen bin. Was Schmerzen angeht, bin ich eher hart im Nehmen. Dennoch ist es schon öfter vorgekommen, dass mir gerade Magenkrämpfe die Luft geraubt haben und ich kaum noch atmen konnte und mir schwummrig war. Auch Übelkeit vor Schmerz kenne ich, aber so richtig in mich zusammengesunken bin ich nicht.

Seid ihr schon einmal vor Schmerz zusammengebrochen? Es muss ja nicht nur der physische Schmerz gemeint sein, sondern man kann ja auch vor psychischem Schmerz zusammenbrechen. Was waren bei euch die Gründe und wie hat sich das geäußert?

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» Prinzessin_90 » Beiträge: 35273 » Talkpoints: -0,01 » Auszeichnung für 35000 Beiträge



Ich bin sehr schmerzempfindlich geworden, sowohl psychisch wie auch physisch. Bei mir reagiert der Körper teilweise enorm stark auf die Psyche und wenn ich unter psychischem Stress stehe, äußert sich das durch extreme Schmerzen in der linken Gesichtshälfte und in den Gelenken oder im Rücken. Zum Glück kommt das recht selten vor, weil ich Stress einfach nur noch meide und versuche entspannt zu bleiben, egal was passiert. Außerdem besuche ich einen Therapeuten, bei dem ich schon einige Fortschritte gemacht habe und die Schmerzen langsam kontrollieren kann.

Teilweise bin ich dann sogar bewegungsunfähig oder schleppe mich nur sehr langsam durch die Gegend. Meistens kann ich es gut verbergen und überstehe auch den Tag recht gut oder ich überwinde den Schmerz ganz wunderbar. Aber vor einigen Tagen waren die Schmerzen so stark, ich bin nach Hause gekommen und habe mich sofort auf das Bett fallen gelassen und mir war nur noch schwindelig und ich habe innerlich geschrien. Das könnte ich als Zusammenbruch gelten lassen.

» Wibbeldribbel » Beiträge: 12618 » Talkpoints: 5,12 » Auszeichnung für 12000 Beiträge


Mir fallen zwei Ereignisse ein, bei denen ich wirklich sehr starken Schmerz hatte, der mich in der Tat bis nah an den Zusammenbruch gebracht hat und beide Male waren für mich sehr beängstigend und unangenehm, sodass ich wirklich dankbar wäre, wenn so etwas nie wieder passieren würde. Bis heute habe ich auch in beiden gleich geschilderten Fällen keine Ahnung, weshalb der Schmerz so plötzlich und intensiv aufgetreten ist und was letztendlich die Ursache war, denn so schnell, wie die Symptomatik kam, war sie später auch wieder verschwunden und hat (Gott sei Dank) keine bleibenden Spuren hinterlassen.

Das erste Mal bin ich ganz normal zuhause gewesen und habe auf der Couch gelernt. Ich wollte dann zur Toilette und bin aufgestanden, wobei ich plötzlich einen so heftigen stechenden Schmerz im rechten Unterbauch bekommen habe, dass mir beinahe die Beine den Dienst versagt haben. Ich war dann erst einmal gar nicht fähig, auch nur ein paar Schritte zu gehen, und habe mich stattdessen wieder auf die Couch gewuchtet, wo ich schwer atmend einige Zeit liegen geblieben bin.

Mein erster Gedanke galt einer Blinddarmperforation, sodass ich entsprechende klinische Tests an mir selbst durchgeführt habe - jedoch ohne triggerbaren Schmerz. Es dauerte rund 10 Minuten, bis ich mich wieder schmerzfrei bewegen konnte und dann war alles wieder vollkommen normal.

Beim zweiten Mal stand ich an der Supermarktkasse beim Lidl, der etwa 15 Minuten Fußweg von unserer Wohnung entfernt liegt, als ich bemerkt habe, dass ich starke Bauchschmerzen bekam. Ich dachte mir nichts dabei, da ich den Tag über noch nicht viel gegessen hatte und den Krampf auf meinen Hunger schob. Ich ignorierte den Schmerz also, verpackte ordnungsgemäß meinen Einkauf und machte mich mit noch einem Zwischenstopp bei einem anderen Laden wieder auf den Heimweg.

Dieser wurde jedoch zum längsten Kurzspaziergang meines Lebens, als die Beschwerden mit jedem Schritt zunahmen. Es blieb auch nicht beim Bauchweh, sondern bald brannte mir der gesamte Rücken sowie die Brust, sodass ich kaum Luft bekam und mich nur noch mit äußerster Mühe voranschleppen konnte.

Obwohl es von meinem Alter und Risikoprofil vollkommen unwahrscheinlich war, habe ich in diesem Moment fast schon befürchtet, einen Herzinfarkt zu erleiden, so heftig tat mir alles weh. Mir wurde auch zunehmend übel und ich bekam richtiges Herzrasen. Mein einziger Gedanke war, dass ich bitte bitte nicht mitten auf der Straße zusammenbrechen, sondern es noch bis nach Hause schaffen wollte.

Als ich dort schließlich völlig erschöpft ankam, habe ich allen Ballast nur noch in die Ecke gepfeffert, mich auf die Couch geworfen und mir den Blutdruck und Puls gemessen. Mein Herz hat sich angefühlt, als würde es mir aus der Brust springen, aber meine Werte wurden als normal angezeigt. In Ruhe hat sich die Symptomatik dann nach einiger Zeit verflüchtigt und ich konnte wieder durchatmen. Am nächsten Tag ließ ich mir ein EKG schreiben, auch dieses zeigte einen Normalbefund.

» MaximumEntropy » Beiträge: 8472 » Talkpoints: 838,28 » Auszeichnung für 8000 Beiträge



Bei mir waren es einmal sehr starke Unterleibsschmerzen, weshalb ich nahezu zusammengebrochen bin. Ich habe mich dann einfach auf den Boden gesetzt im Badezimmer, dass ich nicht direkt umklappe. Das war einfach eine Art Reflex und ich habe in diesem Moment gar nicht groß darüber nachdenken können. Ich kann mir vorstellen, dass so eine Situation in der Öffentlichkeit wirklich unangenehm und schlimm für den Betroffenen ist.

Im Endeffekt war es bei mir nicht schlimmes, sondern höchstwahrscheinlich nur eine geplatzte Zyste oder Mittelschmerzen. Ich kenne auch einige Freundinnen, welche durch Periodenkrämpfe oder Migräne schon zusammengebrochen sind. Meistens war dies jedoch verbunden mit sehr starkem Schwindel oder Übelkeit.

» bambi7 » Beiträge: 1289 » Talkpoints: 28,97 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



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