Alte Origami-Anleitungen nur mit Schneiden und Kleben
Origami ist eine Papierfaltkunst, die ursprünglich aus dem asiatischen Raum kommt. Ich kenne Origami-Arbeiten an sich so, dass sie komplett ohne Schere und Klebstoff auskommen. Klar wird eventuell das Papier zu geschnitten oder die fertigen Werke mit Kleber mal fixiert. Wobei letzeres gerne als Pfuscherei angesehen wird. Und ab und nutzt man noch Klebstoff, um die fertigen Werke aufzukleben.
Nun habe ich durch einen Zufall wirklich alte Anleitungsbücher für Origami in die Finger bekommen. Allerdings Bücher aus Deutschland. Die Bücher sind teilweise noch aus den 80er Jahren. Wobei Origami ja an sich nicht alt wird. Deshalb störte mich das Alter der Bücher erst mal gar nicht. Wobei damals Origami noch nicht so sehr verbreitet und bekannt war, wie es heute ist.
Was mich allerdings sehr verwunderte, dass bei fast jeder Faltarbeit entweder geschnitten oder geklebt wurde. Ich meine hier nicht nur das Zuschneiden des Papieres oder das kurze Fixieren aus Faulheit. Da wurden komplette Teile eingeschnitten und komplette Teile großzügig geklebt. Was ja an sich zum Grundsatz der Origami-Kunst so gar nicht passt.
War früher der Grundsatz für Origami-Arbeiten vielleicht noch nicht so bekannt wie heute? Oder war es früher eben so, dass man Oriagmi-Arbeiten eben klebte und Schnitte einfügte? Oder kann man vielleicht sagen, dass das dann einfach nur eingedeutschte Arbeiten sind?
Also Papierfaltkunst gibt es eigentlich in mehreren Ländern. Ich kann mir daher schon vorstellen, dass es auch hier schon Papierfaltkunst gab, bevor Origami langsam bekannter wurde und der Autor des Buches versucht hat, eine Brück zwischen hier üblichen Techniken und dem Exotischen zu schlagen und dann so eine Art Mischtechnik entwickelt hat. Schließlich kommen zu innovative Entwicklungen bei den Menschen nicht immer so gut an.
Ich hab als Kind das Papierfalten auch noch mit ordentlich Klebstoff gelernt. Ich erinnere mich da zum Beispiel an diese Männchen, wo man die Oberteile und Hosen aus Papier gefaltet hat und dann beide Kleidungen zusammen klebt, einen Kopf ausschneidet und in das Hemd klebt, und so weiter. Oder diese gefalteten Körbchen und Döschen, wo man auch geschnitten und geklebt hat. Oder diese gerollten Perlen für Kinderhalsketten aus buntem Altpapier, die fast halb aus Kleister und aus Papier bestanden.
Ich würde das dann halt einfach nicht Origami nennen. Aber Spaß macht es halt trotzdem, auch wenn es eine andere Technik ist.
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