Hilft der Nasenballon bei Paukenergüssen in den Ohren?
Mein Sohn hat recht häufig mit Paukenergüssen in den Ohren zu kämpfen. Er hatte bereits Paukenröhrchen in den Ohren, die ihm aber im letzten Sommer, nach einem Jahr in den Ohren, entfernt wurden. Laut dem Krankenhaus und unserem Hals-Nasen-Ohren-Arzt soll es üblich sein, die Röhrchen nach einem Jahr wieder zu entfernen, es sei denn, es handelt sich dabei um Dauerröhrchen.
Leider hat mein Sohn nach einigen Monaten gleich wieder den ersten Paukenerguss gehabt. Daraus resultierte dann eine Mittelohrenentzündung, bei der das Trommelfell auf der rechten Seite platzte. Das linke Ohr platzte nicht, behielt dafür aber die Flüssigkeit hinter dem Trommelfell, die eben diese Paukenergüsse sind.
Da unser Arzt unserem Sohn nicht schon wieder eine Operation zumuten möchte, gab er uns ein Rezept für einen Nasenballon mit. Dieser hilft wohl nicht immer, kann aber immerhin in einigen Fällen helfen, die Ergüsse aufzulösen, so dass man eine Operation vermeiden kann.
In unserem Fall half der Nasenballon tatsächlich. Unser Sohn musste mit der Nase einen Ballon aufblasen, bis es im Ohr knackte. Das musste er ungefähr drei Mal hintereinander und zwei bis drei Mal am Tag machen. Ich bin doch sehr erstaunt, dass so ein kleiner Ballon so gut helfen kann.
Musstet ihr oder euer Kind so einen Nasenballon auch schon einmal benutzen? Hat er euch oder eurem Kind geholfen, den Paukenerguss im Ohr zu lösen oder hat er euch gar nichts gebracht?
Was ist daran so erstaunlich? Studien zeigen, dass der Ballon anderen Therapien überlegen ist. Das ist auch logisch, denn das Problem entsteht eigentlich durch die Eustachi-Röhre, die sich wegen einer Schwellung beim Gähnen und Schlucken nicht öffnet.
Damit sammelt sich nicht nur Flüssigkeit hinter dem Trommelfell, es entsteht auch ein Unterdruck, der das Trommelfell nach innen zieht. Das Hörvermögen lässt nach und ein unangenehmes Druckgefühl entsteht. Paukenröhrchen im Trommelfell sorgen für einen Druckausgleich, aber die Röhre wird nicht frei. Zusätzlich steigt das Infektionsrisiko.
Mit dem Ballon wird so ein großer Druck aufgebaut, dass der Unterdruck im Ohr auf dem von der Natur vorgesehenen Weg ausgeglichen wird. Meist funktioniert die Röhre nach einigen Wochen sogar wieder, denn die Ursache wird behandelt. Nur funktioniert das erst, wenn das Kind den Anweisungen folgen kann.
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