Abbau von Gold bedroht Menschen und Tiere in Lateinamerika
Rohstoffspekulanten lösten in Lateinamerika einen Goldrausch aus. Der Goldabbau bedroht ganze Landstriche. Nicht nur Gold- sondern auch andere Bergbauminen zerstören die Natur und die Gesundheit der Menschen. Die Bevölkerung lehnt die Zerstörung der Natur ab, ebenso den Einsatz von Zyanid. Die tödliche Zyanidlösung würde aufgespritzt auf das Erz. Das wollen die Menschen durch Hungerstreik verhindern. Gegen das geplante Goldminenprojekt im Regenwald von Costa Rica haben die Naturschützer Klage gegen den Staat erhoben. Die Entscheidung ist noch nicht gefallen.
Eine weitere Zerstörung unserer Erde kann nicht mehr hingenommen werden. Oder meint Ihr, dass es in Ordnung ist, wenn für 1,4 Gramm Gold eine Tonne Gesteins extrahiert werden muß? Und dafür das gefährliche Zyanid das Grund- und Oberflächenwasser vergiftet? Viele, viele Dörfer hätten kein sauberes, ungiftiges Trinkwasser mehr für die Bewohner. Im Goldbergbau ist es weltweit normal, eine schleichende Verseuchung hinzunehmen. Selbst in Europa gab es in den letzten 10 Jahren 30 ernste Zwischenfälle mit Zyanid. Das ist ein deutliches Warnsignal. Mit großer Mehrheit wurde im Mai 2010 eine Resolution zum Verbot dieser giftigen Chemikalie in der europäischen Bergbauindustrie vom EU-Parlament beschlossen.. Diese Initiative wurde von der EU-Kommisssion abgelehnt.
Gold wird in der ganzen Welt begehrt, nicht nur für Schmuck, sondern auch als Spekulationsobjekt. Weltweit wurden 2009 2.575 Tonnen Gold gefördert. Davon wird die Hälfte für die Schmuckindustrie benötigt. Als Geldanlage dienen knapp 40% und zirka 10% werden in der Technik benötigt. Allein die Rerserven der Deutschen Bundesbank betragen 3.400 Tonnen. Das Gold würde das Land für immer verlassen, zurück bliebe nur das giftige Erbe des Bergbaus. Das wäre nicht hinzunehmen. Durch mächtige Regenfälle und tropische Stürme, die in Costa Rica sehr häufig sind, kommt es zu Erdrutschen und Unfällen.
Die unschätzbare Artenvielfalt Costa Ricas ist berühmt. Viele verschiedene Baumarten, besonders die mächtigen Almendro-Bäume, sorgen für Nistplätze und Futter.Die Präsidentin Chinchilla von Costa Rica gab entgegen ihres Versprechens bei Amtsantritt für das geplante Goldminenprojekt im Regenwald von Crucitas der Minengesellschaft grünes Licht, wie bereits ihr Amtsvorgänger das getan hatte. Es geht um die mitten im biologischen Gebiet liegende Mine. Seid Ihr der Meinung, dass die Umweltschützer mit ihrer Klage gegen den Staat Erfolg haben werden?
Ich glaube nicht, dass die Klage gegen den Staat erfolgreich sein wird. Denn Geld regiert die Welt und wenn der Staat Vorteile irgendwo sieht dann wird das auch durchgezogen. Schließlich geht es hier um Wirtschaft und Wettbewerbsfähigheit.
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