Krippentod: Wie kann man vorbeugen?
Meine Cousine bekommt bald ihr Baby und sie macht sich jetzt schon verrückt, was diesen Krippentod angeht. Sie hat Angst, dass ihr Baby irgendwann daran sterben könnte und fragt sich, was sie vorbeugend dagegen tun kann. Sie hat mit einem Kinderarzt gesprochen und der meinte, dass man das Baby in Rückenlage oder Seitenlage schlafen lassen sollte und dass es nicht mit ins Elternbett soll, weil man im Schlaf dem Kind den Atem nehmen kann, wenn man mit seinem Gesicht ans Gesicht des Baby kommt und atmet. Dann atmet nämlich das Baby die verbrauchte Luft der Eltern ein.
Was kann man denn noch gegen den Krippentod machen? Kann man Untersuchungen machen, die feststellen können, ob das Baby gefährdet ist oder nicht?
Eigentlich wird man meist auch noch im Krankenhaus aufgeklärt. Es gibt schon eine ganze Menge, was man machen kann. Die Rückenlage ist wohl der wichtigste Baustein. Kinder, die im ersten Lebensjahr auf dem Bauch schlafen, sind wohl viel häufiger betroffen.
Wichtig ist auch, dass die Mutter in der Schwangerschaft nicht raucht (auch nicht passiv) und keinen Alkohol trinkt und auch nach der Schwangerschaft das Kind passiv Zigarettenrauch ausgesetzt wird. Denn das schadet dem empfindlichen Organismus wohl enorm.
Wichtig ist auch, dass da Kind nicht überwärmt und nicht mit Decken zugedeckt wird. Wenn man zu sehr gewärmt wird und das nicht aufhört, bekommt ein Baby so eine Art Hitzeschlag (ein etwas hinkender Vergleich, ich weiß) und kann dann daran sterben, ohne dass man es merkt oder dass das Baby deshalb weint. Ein Kind das friert, weint jedoch in jedem Fall und macht sich bemerkbar. Auch Decken können gefährlich sein, wenn sie über das Gesicht des Kindes rutschen und die Atmung behindern. Besser als eine Decke ist ein gut sitzender Schlafsack.
Wichtig ist auch, dass das Kind viel Zuwendung bekommt und sich nicht vernachlässigt fühlt. Ebenso sollte man gerade Babys nicht zu sehr stressen. Gerade Familienfeiern oder Ausflüge mit zu vielen Reizen können Babys überfluten und stehen als Risikofaktor im Verdacht.
Auch wenn das Kind nicht ins Elternbett soll, so lange es sehr klein ist, ist der sicherste Schlafplatz trotzdem im Elternschlafzimmer im eigenen Babybett. Denn dann muss das Kind nicht erst wie verrückt schreien um auf Missstände aufmerksam zu machen, die Eltern merken Unregelmäßigkeiten schneller. Zudem hört das Kind die Schlafgeräusche der Eltern und fühlt sich geborgener.
Am besten informiert man sich selbst noch mal zum Thema "Plötzlicher Kindstod" und bringt sich auf den aktuellen Stand. Wenn man alle Schutzmaßnahmen angewandt hat, kann man sich zumindest keine Vorwürfe machen, wenn es doch passieren sollte.
Man sollte sich auch informieren, wie gut mittlerweile diese Sensormatten sind. Vielen ängstlichen Eltern geben diese die Sicherheit, dass sie es rechtzeitig merken, wenn das Kind in Gefahr ist.
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