Psychische Belastung durch Schreiben eines Mobbingtagebuch
Schülerin A soll ein Mobbingtagebuch schreiben und hat mal angefangen die Mobbingattacken aufzuschreiben. Aber immer wenn die Schülerin darüber schreibt ist sie völlig fertig mit den Nerven und durchlebt diese Attacken gleich noch einmal in dem sie sich genauer damit befasst.
Ist es nicht eine Zumutung für ein Kind so ein Mobbingtagebuch zu schreiben? Was bringt es, wenn man so ein Mobbingtagebuch schreibt. Eigentlich kann man damit ja auch nichts beweisen. Denn Papier ist geduldig und man kann alles aufschreiben. Aber es belastet die Schülerin sehr. Sollte sie es dennoch weiter schreiben?
Wenn es A so dermaßen belastet, würde ich ihr eher davon abraten, das Mobbingtagebuch zu schreiben. Wie du schon sagst, beweist so ein Tagebuch überhaupt nichts. Theoretisch könnte man da alles aufschreiben und sich zur Not auch etwas ausdenken. Ich sehe den Sinn eines solchen Mobbingtagebuchs nicht so wirklich, wenn ich ehrlich bin.
Ich würde eher den Nutzen von diesem Tagebuch abwägen. Wenn es A nicht so sehr belasten sollte, würde ich eher dazu raten, aber wenn es sie so fertig macht, bevor sie überhaupt angefangen hat zu schreiben, macht das doch keinen Sinn. Das würde in meinen Augen nur eventuelle Depressionen verstärken und die psychische Gesundheit verschlechtern.
Ich finde die Beurteilung schwierig, aber es stimmt schon, dass es kein Beweis ist, ein solches Tagebuch zu schreiben. Aus welchem Grund soll sie dieses Tagebuch denn schreiben? Wird es den Lehrern vorgelegt, damit die Schüler, die sie mobben, zur Rechenschaft gezogen werden? Oder ist es vielleicht die Aufgabe eines Therapeuten, damit die Situation der Schülerin besser beurteilt werden kann? Anstelle der Eltern würde ich aber auf jeden Fall mal mit der Person reden, die zum Führen des Tagebuchs geraten hat.
Vielleicht hat derjenige gehofft, dass die Schülerin durch das Schreiben damit besser fertig wird und einen Fall von Mobbing so für sich aufarbeiten und damit abschließen kann, wenn sie notiert, was passiert ist. Aber ich finde auch, dass es so wenig Sinn macht, wenn sich die Schülerin beim Schreiben nochmal in das Problem hineinsteigert. So kommt sie doch auch zu Hause nicht zur Ruhe, was ich aber für wichtig halte, wenn sie schon in der Schule so viele Probleme durch das Mobbing hat.
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