Wegen Pickel zu Hause bleiben?
Eine Kommilitonin von mir hat in letzter Zeit wieder sehr mit Akne zu kämpfen. Die letzten beiden Tage war sie dann auch zu Hause und hat mich gebeten ihr die Sachen zu schicken. Ich habe sie dann natürlich auch gefragt, warum sie denn nicht gekommen wäre und daraufhin meinte sie dann, dass sie einen sehr großen und entzündeten Pickel auf der Nase gehabt hätte und deswegen dann auch zu Hause geblieben ist. Sie meinte der Pickel sähe wirklich sehr fies aus und so könnte sie nicht aus dem Haus gehen.
Ich habe in dem Thread
Wo stören Pickel das Gesamtbild am meisten? auch geschrieben, dass mir Pickel auf der Nase am ehesten auffallen und ich finde, dass sie da am meisten stören. Allerdings denke ich auch, dass man da durch muss. Jedem kann es passieren, dass er da mal einen Pickel hat und deswegen muss man sich ja nicht direkt zu Hause verkriechen, sondern kann normal zur Uni gehen oder eben zur Arbeit. Keiner wird doch deswegen schlecht von jemandem denken, es schaut mitunter vielleicht einfach nur ein bisschen lustig aus.
Ich selbst habe zum Glück nicht so sehr mit Akne zu kämpfen, aber ich denke mal, dass ich wegen einem Pickel auf der Nase nicht direkt zu Hause bleiben würde. Auf wegen einem anderen fiesen Pickel, egal auf welcher Stelle, nicht. Es ist letztendlich ja nur menschlich und selbst wenn es einem unangenehm ist, muss man deswegen nicht direkt zu Hause bleiben. Wie findet ihr das, würdet ihr wegen einem solchen Makel direkt zu Hause bleiben? Habt ihr das schon mal gemacht? Ich kannte auch eine Freundin in der Schule die das häufiger gemacht hat, deswegen ist das bestimmt kein Einzelfall.
Ich finde es richtig albern, wenn man nur wegen einem Pickel zu Hause bleibt. Mir tun solche Leute dann immer Leid, weil ich finde, dass das nur Menschen machen die ihren Selbstwert von einem absolut perfektem Äußeren abhängig machen und ich finde, dass solche Menschen dringend psychologische Hilfe brauchen um ein gesundes Selbstwertgefühl zu entwickeln, das sich von solchen Bagatellen nicht beeinflussen lässt.
Ich könnte eher verstehen, wenn man pausenlos Nasenbluten hat und so gar nicht anders kann als die ganze Zeit über dem Waschbecken zu hängen, sodass man da zwangsweise zu Hause bleiben muss. Wie will man sich eine Jacke anziehen, wenn die Nase nicht aufhören will zu bluten und sogar ein "Korken" bestehend aus Taschentüchern in der Nase kaum helfen will? So eine starke Blutung ist zwar eher selten und auch unwahrscheinlich, aber das kommt dennoch vor.
Ansonsten würde ich eher dazu tendieren, nur dann zu Hause zu bleiben, weil einem entweder übel ist und man das Gefühl hat sich bald erbrechen zu müssen oder aber wenn man irgendetwas ansteckendes hat, was man nicht auf andere Personen übertragen möchte.
Wegen einem einzelnen Pickel würde ich nun sicherlich nicht zu Hause bleiben, sondern trotzdem ganz normal zur Uni oder zur Arbeit gehen. Fast jeder Mensch hat ja hin und wieder mit Pickeln zu kämpfen und es geht nicht, dass man deshalb einfach zu Hause bleibt. Vor allem dann, wenn man eigentlich irgendwelche Verpflichtungen hat, dann sollte man diesen auch nachgehen. Meinetwegen kann man nach der Uni oder nach der Arbeit auch zu Hause bleiben und irgendwelche Verabredungen absagen, wobei man zumindest das Nötigste machen sollte. Immerhin gibt es ja auch viele Abdeckprodukte, mit denen man einen Pickel auch abdecken kann.
Ich hatte jedoch letztes Jahr eine sehr starke periorale Dermatitis, so dass ich um den ganzen Mund und um meine Nase schreckliche rote Pickelchen bekommen hatte, die extrem auffällig waren und auch so genässt hatten, dass ich sie nicht abdecken konnte. Ich sah wirklich dermaßen schlimm aus, dass ich mich habe krankschreiben lassen. Ich habe es zwar versucht, zur Uni zu gehen, wobei ich die ganze Zeit nur mit gesenktem Kopf herumlaufen konnte und mich deshalb auch recht schnell dazu entschlossen habe, zu Hause zu bleiben. Das war bei meinem Aussehen aber wirklich verständlich, zumal ich die Pusteln auch gar nicht abdecken durfte, weil diese Reaktion ja eigentlich von zu viel Pflegeprodukten kommt und man daher weitestgehend auf alle Produkte im Gesicht verzichten soll.
Unreinheiten im Gesicht können einen wirklich psychisch mitnehmen, wie ich durch meine periorale Dermatitis mitbekommen habe und von daher kann ich es gut nachvollziehen, dass man sich auch schrecklich unwohl fühlen kann, wenn man Pickel hat. Allerdings ist ein einziger Pickel wirklich kein Grund, deshalb zu Hause zu bleiben. Trotzdem kann ich es nachvollziehen, dass das Selbstwertgefühl natürlich ganz extrem unter so etwas leidet, je nachdem, wie selbstbewusst man sonst ist und unsichere Personen werden sich durch so etwas natürlich gleich noch unsicherer fühlen. Von daher sollte jeder entscheiden, wie er sollte und während dem Studium hat man ja auch noch die Freiheit, einfach zu Hause zu bleiben. Im richtigen Berufsleben geht das dann aber natürlich nicht mehr so einfach.
Ich denke, dass man nicht wegen so einer Kleinigkeit zu Hause bleiben muss. Es ist einfach nur albern, wegen so einer Kleinigkeit nicht zur Uni zu gehen. Man verpasst ja jede Menge und selbst wenn man es sich dann geben lässt ist es nicht dasselbe als wenn man da sein würde. Ein Pickel ist doch etwas ganz normales und deswegen sollte man nicht zu Hause bleiben. Andere Menschen haben vielleicht ganz andere Probleme und müssen damit leben.
Ich würde auf gar keinen Fall wegen einem Pickel der Universität fern bleiben. Da gibt es wahrlich andere Orte, die ich vielleicht aufgrund eines Pickels meiden würde, aber die Universität wäre die letzte Option.
Es ist doch eine ganz natürliche Sache, die sich im Normalfall auch wieder einrenkt. Außerdem kann man einen Pickel ja kaschieren. Es gibt spezielle Abdeckstifte, die solch einen Pickel verstecken, deshalb finde ich es nicht gut, dass deine Kommilitonin wegen eines Pickels die Uni "schwänzen" möchte.
Wenn sie nur ein Quäntchen Selbstbewusstsein hat, dürfte diese Tatsache überhaupt kein Problem darstellen. Es gibt noch Berufssparten oder Anlässe, wo so etwas viel peinlicher ist, als in einer Universität.
Es ist klar, dass es unangenehm ist, mit einem Pickel nach draußen zu gehen, vor allem, wenn er so auffällig ist und man ihn auch nicht abdecken kann. Aber trotzdem würde ich wegen eines Pickels ganz sicher nicht zu Hause bleiben. Während der Schulzeit habe ich so ein Verhalten nicht mitbekommen und ich bin mir ganz sicher, dass ich dafür keine Entschuldigung von meinen Eltern bekommen hätte. Ich denke auch, dass man einfach da durch muss. Im Berufsleben kann man auch nicht wegen jeder Kleinigkeit fehlen und daran sollte man sich vorher schon mal gewöhnen.
Also vorab: mir tut diese Frau wirklich unendlich Leid. Ich kann mir vorstellen das es eine sehr große Belastung ist, wenn man sein Gesicht als entstellt betrachtet wenn man Akne hat, und die dann zusätzlich entzündet ist. Natürlich kann es einem da schwer fallen so in die Öffentlichkeit zu treten.
Deswegen Zuhause zu bleiben finde ich allerdings lächerlich. Auch wenn es nicht die schönste Sache der Welt ist, ein Grund um sich Zuhause zu verkriechen ist es nicht. Und es zeugt nicht unbedingt von einen großen Selbstbewusstsein. Wir sind doch alles erwachsene Frauen, da sollten wir uns doch von Pickeln nicht mehr aus der Ruhe bringen lassen.
Das ist doch lächerlich. Wegen einem Pickel nicht in die Schule, Uni oder Arbeit gehen? Da braucht man schon ein sehr kleines Selbstwertbewusstsein. Ein Mensch zeichnet sich doch nicht über seine Pickel bzw. Aussehen aus. Bei kleinen Mädchen die sich in der Schule dafür schämen, kann man es auf das Alter schieben, aber als Erwachsene Frau? Finde ich persönlich beschämend.
Generell denke ich, wenn man seinen Pflichten, wie Schule, Uni oder Arbeit, nicht nachgeht, schadet man sich selber extrem. Grade in der Schule verpasst man viel Stoff, dass einem dann später fehlt. Die ganze Nachhol-Arbeit nur wegen einem Pickel? Grade Frauen können solche "Mängel" gut überdecken mit Make-Up oder ähnlichen Mittel.
Insgesamt finde ich einen Pickel eine komische Ausrede nicht zur Arbeit zu kommen. Mir würde so etwas niemals einfallen.
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