Zurückhaltende Hilfe bei Ebola-Epidemie verbesserungswürdig?

vom 25.09.2014, 12:27 Uhr

Wenn irgendwo auf der Welt eine Epidemie ausbricht, kommt das in die Schlagzeilen. Das ist auch gut so, denn nur wenn die richtigen Leute davon erfahren, kann man auch Hilfe organisieren. Gerade bei Naturkatastrophen klappt das meist auch. Zumindest so lange, bis sich das öffentliche Interesse wieder anderen Meldungen zuwendet.

Ebola kommt immer mal wieder. Das ist nichts neues. Aber gerade dieses Jahr geht immer wieder durch die Schlagzeilen, dass die Epidemie dieses Mal schlimmer ist, als bisher. Dennoch hört man auch gleichzeitig, dass die Hilfe nicht so recht anläuft. Die Spenden fließen nicht in den Maße, das wohl nötig wäre. Kompetente und willige Helfer sind nicht ausreichend vorhanden.

Einfach so zusehen, wie arme Menschen sterben, das ist inhuman. Da sind sich die meisten Menschen einig. Das würde ich zumindest vermuten. Oder seht ihr es in dem Fall so, dass der Selbstschutz potentieller Helfer hier wichtiger ist, als Kranken zu helfen? Oder haben die Leute einfach Pech, dass sie in Entwicklungsländern wohnen, für dass sich die Medien sonst auch recht interessieren oder erwärmen können?

Reicht es, dass es Organisationen wie "Ärzte ohne Grenzen" gibt? Oder wäre es Zeit, da Organisationen zu gründen, die in solchen Fällen mehr Einfluss und Geldmittel hätten, um solche humanitären Katastrophen entweder abzuwenden oder im Keim zu ersticken? Müssten die Pharmafirmen da mehr zur Verantwortung gezogen werden, um die Versorgung mit Medikamenten in so einem Fall zu verbessern?

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» trüffelsucher » Beiträge: 12446 » Talkpoints: 3,92 » Auszeichnung für 12000 Beiträge



Angesichts der Gefährlichkeit wurde inzwischen doch wesentlich stärker gehandelt. Es gab auch schon vorher diverse Ausbrüche, die nach maximal 100 Toten in Afrika wieder verschwanden und deshalb gab es kaum Aufmerksamkeit in westlichen Ländern dafür. Daher kann ich auch die bisherige Zurückhaltung etwas verstehen.

Die WHO ist schon dafür zuständig und auch sie hat die Epidemie lange unterschätzt. Die Pharmafirmen können eine solche Krankheit auch erst nach intensiver Forschung richtig bekämpfen und ich sehe es sehr kritisch, dass nun faktisch am lebenden Mensch diverse Medikamente richtig erprobt werden. Da frage ich mich schon, ob hier nicht eine falsche Entwicklung in Gang gesetzt wird.

» Juri1877 » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »


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