Misstrauen bei neu verordneter, unbekannter Medizin

vom 01.11.2014, 17:22 Uhr

Ich kenne es so, wenn Frauen eine Medizin vom Arzt verschrieben bekommen, die sie nicht kennen, fragen sie genau nach. Sie geben sich meist nicht mit der Erklärung des Arztes zufrieden und stellen die Fragen nochmals in der Apotheke.

Zu Hause wird dann nochmals der Beipackzettel durchgelesen und wenn dann unbekannte Nebenwirkungen auftauchen, wird das Internet durchkämmt. Findet ihr dieses Misstrauen mancher Frauen normal oder ist es übertrieben? Wie geht ihr mit neuer, unbekannter Medizin um? Nehmt ihr sie so, wie der Arzt sie euch verordnete oder geht ihr so ähnlich vor, wie hier beschrieben?

» Cid » Beiträge: 20027 » Talkpoints: -1,03 » Auszeichnung für 20000 Beiträge



Wieso ausgerechnet Frauen? Ich kenne sowohl Menschen, die ihrem Arzt absolutes Vertrauen entgegenbringen und sich darauf verlassen, dass die von ihm verordneten Medikamente die erhoffte Wirkung zeigen, als auch Zeitgenossen, die sich für schlauer halten als jeder studierte Doktor und ihre Krankheiten mit Hilfe des Internets diagnostizieren und auch mal ein Medikament auf eigene Faust absetzen, weil Dr. Google davon abrät oder ein unbekannter Forum-User davon Fußpilz bekommen haben will.

Ich kann mit gutem Gewissen behaupten, dass mir mindestens 99 Prozent der handelsüblichen Medikamente nicht vertraut sind. Deshalb ist mir Medizin in der Regel unbekannt, wenn sie mir der Arzt verschreibt, wenn man von der Pille und Aspirin absieht. Ich lese dann den Beipackzettel und hoffe, dass ich von den Nebenwirkungen, die ja alle aufgezählt werden müssen, keine abbekomme. Von zusätzlichen Nachfragen sehe ich meistens ab, da mir auch Ärzte und Apotheker schon hanebüchenen Blödsinn erzählt haben.

Dem Beipackzettel vertraue ich da schon eher, da kein Pharmaunternehmen eine Klagewelle riskieren möchte. Zu sehr in die Tiefe schürfe ich aber nicht, da man sich auf diese Art auch verrückt machen kann und sich dann Neben- oder Wechselwirkungen einbildet, weil das Internet einem Sachen eingeredet hat.

» Gerbera » Beiträge: 11346 » Talkpoints: 56,04 » Auszeichnung für 11000 Beiträge


Ist bei Männern auch nicht anders. Ich arbeite gerade in einem Altenheim und dort fragen die Leute immer sofort nach, wenn ein Medikament dazu kommt und dann fragen sie einen richtig Löcher in den Bauch, wobei ich es da auch nachvollziehen kann. Selber nehme ich einfach das, was ich verschrieben bekommen habe und vertraue da dem Arzt. Den Beipackzettel lese ich trotzdem, da es ja doch immer mal wieder etwas zu beachten gibt.

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» Ramones » Beiträge: 47758 » Talkpoints: 8,52 » Auszeichnung für 47000 Beiträge



Frauen achten mehr auf ihre eigene Gesundheit als Männer. Selbstverständlich haben sie Vertrauen zum Arzt, aber sie möchten auch gerne wissen, ob es andere Alternativen gibt. Für ein so ausführliches Gespräch hat kaum noch ein Arzt Zeit. So wenden sie sich an eine Mitarbeiterin der Apotheke, wenn sie ihre Medizin dort holen.

Es geht lediglich darum zu wissen, was noch möglich ist außer der verordneten Medizin. Da ist der Apotheker doch mehr auf dem laufenden, weil er auch die Sachen verkauft und somit besser beraten kann als der Arzt.

» Cid » Beiträge: 20027 » Talkpoints: -1,03 » Auszeichnung für 20000 Beiträge



Cid hat geschrieben:Frauen achten mehr auf ihre eigene Gesundheit als Männer. Selbstverständlich haben sie Vertrauen zum Arzt, aber sie möchten auch gerne wissen, ob es andere Alternativen gibt. Für ein so ausführliches Gespräch hat kaum noch ein Arzt Zeit. So wenden sie sich an eine Mitarbeiterin der Apotheke, wenn sie ihre Medizin dort holen.

Da kennst du aber meinen Vater nicht. Der ist viel schlimmer als die Frauen, die du hier beschreibst und um einiges misstrauischer. Dem kannst du so schnell nichts andrehen und während meine Mutter in Ärzte und Medizin ein gewisses Grundvertrauen hat, misstraut er allem und jedem, der mit solchen Sachen Geld verdient.

Ich finde es falsch, bei solchen Sachen gleich zu pauschalisieren. Du darfst auch nicht vergessen, dass viele Männer ja auch die Medikamente ihrer Ehefrau und der Kinder bezahlen. Ich kann schon verstehen, wenn viele Männer da kein Geld verschwenden und sich keinen Mist andrehen lassen wollen der am Ende gar nichts hilft.

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» Olly173 » Beiträge: 14700 » Talkpoints: -2,56 » Auszeichnung für 14000 Beiträge


Ich kenne das Phänomen bei beiden Geschlechtern. Aber irgendwie erlebe ich mehr Männer, die ein Medikament erst gar nicht einnehmen, wenn eine seltene Nebenwirkung sie verunsichert.

Viele Frauen fragen dann nach. Ob sie sich an den Arzt oder die Apotheke wenden, das ist unterschiedlich. Aber eine nicht sonderlich geringe Anzahl Männer lässt sich ein Mittel ohne besondere Nachfrage verschreiben und dann in der Apotheke aushändigen. Daheim wird der Beipackzettel studiert und dann ganz allein und ohne Beratung entschieden, ob die Einnahme sinnvoll erscheint. Ob das der bessere Weg ist?

» cooper75 » Beiträge: 13450 » Talkpoints: 524,56 » Auszeichnung für 13000 Beiträge


Ich kenne auch sowohl Männer als auch Frauen die so vorgehen. Wenn ich etwas von meinen Ärzten verschrieben bekomme, vertraue ich schon darauf das sie mir das richtige verschreiben. Aber ich kann auch meist nicht anders und lese zumindest den Beipackzettel.

Da ich mehrere Medikamente einnehme, muss ich schon darauf achten ob sich die Medis vertragen und nicht irgendwelche unerwünschte Nebenwirkungen bei gemeinsamer Einnahme einstellen.

» DerEherochen » Beiträge: 5 » Talkpoints: 0,79 »



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