Was tun, wenn man sich vor Übelkeit nicht zum Arzt traut?

vom 22.10.2014, 14:50 Uhr

Wie ich in einem anderen Thread bereits geschrieben habe, leide ich seit einigen Tagen unter sehr starken Magenschmerzen und unter starker Übelkeit und Erbrechen, sowie Appetitlosigkeit. Eigentlich sollte ich unbedingt zum Arzt gehen, weil es mir wirklich nicht gut geht und weil ich diese Woche auch noch zur Uni und zur Arbeit muss.

Nun ist es jedoch so, dass ich mich gar nicht richtig zu Arzt traue, weil mir die ganze Zeit so übel ist und ich Angst habe, mich im Wartezimmer übergeben zu müssen. Das wäre mir sehr unangenehm, wobei die Wahrscheinlichkeit doch recht groß ist.

Sollte ich mir einfach eine Tüte mit zum Arzt nehmen, in die ich mich zur Not übergeben kann oder sollte ich einfach abwarten, bis es mir von selbst wieder besser geht?

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» Prinzessin_90 » Beiträge: 35273 » Talkpoints: -0,01 » Auszeichnung für 35000 Beiträge



In meinen Schwangerschaften musste ich öfter mal zur Kontrolluntersuchung obwohl ich Schwangerschaftsübelkeit hatte. Letztlich ging das dann doch irgendwie. Jede Arztpraxis hat in der Regel auch eine Patiententoilette. Dort hin kann man sich verkriechen, wenn es gar nicht geht. Man muss nur vorher am Empfang Bescheid sagen, wo man ist. Und für die kurze Zeit im Sprechzimmer hat eigentlich jeder Arzt auch Nierenschalen oder spezielle Tüten zum Brechen da, falls sich der Patient doch übergeben muss.

Sicher ist das für das medizinische Personal nicht schön, wenn ein Patient würgt oder erbricht. Aber das ist eben deren Beruf. Wenn du ganz unsicher bist, was du tun sollst, würde ich einfach mal bei den Arzthelferinnen anrufen und um Rat bitten. Die werden dir dann schon erklären, wie du im Sinne der Praxis am besten vorgehen kannst. Schämen musst du dich nicht, denn du bist ja krank. Das ist was anderes, als wenn man beispielsweise betrunken irgendwo erbricht und das vermeidbar gewesen wäre.

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» trüffelsucher » Beiträge: 12446 » Talkpoints: 3,92 » Auszeichnung für 12000 Beiträge


Ich kann das total gut nachvollziehen und habe es bisher auch vermieden mit so schlimmer Übelkeit zum Arzt zu gehen. Vielleicht kannst du schon etwas gegen Übelkeit einnehmen? Ich habe für so einen Fall MCP Tropfen zu Hause. Diese helfen wir da meistens ganz gut.

Für den Notfall kannst du dir ja eine Tüte einpacken, dass gibt einem schon ein bisschen mehr Sicherheit und ansonsten sagst du beim Arzt direkt, dass dir sehr schlecht ist und du befürchtest dich übergeben zu müssen. Vielleicht wirst du dann schneller dran genommen. Du könntest auch vorher in der Praxis anrufen und dein Problem schildern. Die Sprechstundenhilfe wird dir sicher einen guten Zeitpunkt sagen können, wo es nicht so voll ist.

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» Nelchen » Beiträge: 32238 » Talkpoints: -0,25 » Auszeichnung für 32000 Beiträge



Hast du schon mal deinen Hausarzt angerufen? In der Regel kommen die auch außerhalb der normalen Sprechzeiten nach Hause. So ist das zumindest in Thüringen und auch hier in Sachsen. Ich habe neulich erst unsere Hausärztin angerufen, weil mein Mann krank war und nicht in die Praxis kommen konnte. Je nach dem was man am Telefon dann sagt, entscheidet der Arzt ob er sofort kommt, nach der Sprechstunde oder ob man den Notdienst lieber vorbei schickt.

» Punktedieb » Beiträge: 17970 » Talkpoints: 16,03 » Auszeichnung für 17000 Beiträge



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