Übelkeit, wenn nur über Blut gesprochen wird

vom 06.10.2014, 21:57 Uhr

Ich leide schon seit meiner Kindheit an dem Problem, dass mir immer sofort schlecht wird, sobald jemand nur über Blut redet. Ich muss Blut nicht einmal sehen, damit mir schlecht wird, sondern es reicht auch ganz einfach, wenn nur darüber gesprochen wird. Mir wird dann jedoch nicht nur schlecht, sondern ganz heiß und ich beginne zu schwitzen und mein Kreislauf sackt dann auch ziemlich schnell ab. Somit hatte ich auch schon einmal einen Kreislaufzusammenbruch, als ich damals in der ersten Stunde das Fach Biologie hatte und das Thema "Blut" dran war.

Ich habe jedoch nicht nur so ein extremes Problem mit Blut, sondern auch mit Knochen. Ich kann mir beispielsweise auch nicht selbst an meine Knöchel fassen oder irgendwo anklopfen, weil ich das so eklig finde und das Gefühl für mich so schlimm ist. Genauso wenig konnte ich als Kind Hühnerschenkel essen oder ich konnte in der Schule auch keine Körperteile sezieren.

Sobald jemand auch nur anfängt, von Blut oder Knochen zu reden, mit Knochen knackt, auf seinen Knochen herum trommelt oder ich irgendwo ein Hühnerschenkel sehe, wird mir sofort schlecht, wobei da eben auch schnell mein Kreislauf nicht mitspielt, weil ich das so eklig finde. Es ist aber auch so ein bedrückendes Gefühl, wenn ich mit solchen Sachen konfrontiert werde, so dass ich auch immer schnell eine Panikattacke bekomme, wenn ich beim Arzt bin oder irgendwie anders mit so einem Thema konfrontiert werde.

Kennt ihr das auch, dass euch schon schlecht wird, wenn jemand nur über Blut, Knochen oder ähnliche Themen spricht? Wie kann man sich das abgewöhnen und besser mit so etwas umgehen?

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» Prinzessin_90 » Beiträge: 35273 » Talkpoints: -0,01 » Auszeichnung für 35000 Beiträge



Wenn jemand so etwas erzählt, dann frage ich mich gerade bei Frauen, wie sie durch ihre Monatsblutung kommen. Das muss ja dann wirklich eine Katastrophe sein. Weiterhin frage ich mich bei deiner Schilderung hier, was du für ein Verhältnis zu deinem eigenen Körper hast, dass du solche Dinge nicht als normal ansehen kannst.

Ich kenne persönlich keinen, der so extrem ist und ich muss auch zugeben, dass ich Schwierigkeiten habe das zu glauben und ich bei solchen Schilderungen immer denke, dass man sich schon ein wenig in den Mittelpunkt stellen will. Das ist nur meine Meinung dazu, weil ich nicht denke, dass es sein kann. Gerade Frauen können sich nicht erlauben einmal im Monat bei jedem Toilettengang umzukippen oder mit Übelkeit zu kämpfen. Denn der Alltag muss ja weiter gehen.

Ich frage mich auch, wie du das hier schreiben konntest ohne dass dir übel wurde. Denn die Vorstellung wie du das hier schilderst muss ja schlimm sein für dich.

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» Diamante » Beiträge: 41749 » Talkpoints: -4,74 » Auszeichnung für 41000 Beiträge


Wie oft ist es dir denn beim Schreiben dieses Artikels schlecht geworden? Mir kommt das so unwahrscheinlich vor, was du schreibst. Es gibt viele Menschen, die kein Blut sehen können und denen es übel wird. Aber bei dir ist es ja so, dass du nicht einmal darüber reden kannst oder zuhören, wenn davon gesprochen wird.

Mit den Knochen, das ist mir noch unverständlicher. Wenn es so schlimm ist, dass dein Körper mit einem Kollaps reagiert, dann hättest du schon als Kind in psychische Behandlung gemusst. Waren deine Eltern deswegen nie bei einem Arzt mit dir?

Die Panikattacken und das bedrückende Gefühl bis hin zum Kreislaufzusammenbruch kannst du nicht so hinnehmen. Denn irgendwann wird es für deinen Körper zu viel. Ich möchte dir nur raten, dringend einen Arzt aufzusuchen. Denn du willst ja nicht dein ganzes Leben mit einer solchen Angst verbringen. Alleine wirst du das nicht in den Griff bekommen.

» Cid » Beiträge: 20027 » Talkpoints: -1,03 » Auszeichnung für 20000 Beiträge



Ich kann das Unverständnis meiner Vorposter durchaus nachvollziehen. Wie übel wurde dir eigentlich beim Schreiben dieses Posts und ich frage mich ebenfalls, welches Verhältnis du zu deinem eigenen Körper hast? Ich kann es nachvollziehen, wenn Gespräche sehr blutig ausgeschmückt werden, dass es manchen Menschen anders werden kann. Aber du schilderst hier eine Reaktion, die ich persönlich beinahe für unwahrscheinlich halte. Dass jemandem mal mulmig wird, wenn sich ein Gespräch um den roten Lebenssaft dreht, ist nachvollziehbar, aber dass du gleich einen Kreislaufzusammenbruch bekommst, das ist schon merkwürdig.

Ich selbst habe kein Problem mit Blut. Vielleicht kann ich es deswegen nicht verstehen. Dafür habe ich mittlerweile Probleme mit Erbrochenem, das bringt mich schon zum Würgen. Aber eine solche Reaktion wie du scheinbar, weise ich auch hier nicht auf. Ich kippe bei meiner Monatsblutung auch ab und zu um, aber nicht wegen der Blutung, sondern weil sie mir auf den Körper schlägt. Das ist jedoch wieder etwas komplett Anderes, ich bin halt empfindlich bei körperlichen Reaktionen.

Was tust du denn, wenn jemand in deinem Freundeskreis mit den Knochen knackt, weil er einfach nur den Finger bewegt und es knirscht dann mal? Rennst du dann schreiend davon oder liegst halb bewusstlos auf dem Boden? Wenn das der Fall ist, dann solltest du ernsthaft eine Psychotherapie in Erwägung ziehen. Das meine ich wirklich nicht böse, ich besuche selbst den Psychologen regelmäßig aufgrund verhaltenstherapeutischer Ansätze, weil ich sehr ängstlich bin.

» Wibbeldribbel » Beiträge: 12618 » Talkpoints: 5,12 » Auszeichnung für 12000 Beiträge



Ich schätze auch Gespräche über Blut und Knochen nicht sehr. Dies kommt aber darauf an, in welchem Zusammenhang. Wenn man eine Krankheit besprechen muss, kann man eventuell diese Begriffe nicht einfach so ausklammern. Eigentlich habe ich eher Probleme, Spritzen in der Anwendung zu sehen, als über Blut reden zu müssen.

» celles » Beiträge: 8677 » Talkpoints: 4,08 » Auszeichnung für 8000 Beiträge


Ich persönlich halte deine Darstellung für ziemlich unwahrscheinlich und stark dramatisiert. Wenn wirklich alles stimmen sollte was du sagst, müsstest du ja allein schon während du den Thread verfasst hast mindestens 3 Kreislaufzusammenbrüche gehabt haben. Ob du unter diesen Umständen den Thread überhaupt hättest fertig stellen können sei jetzt mal dahingestellt, wird von mir aber dennoch stark angezweifelt.

Ich habe schon seit längerem den Verdacht, dass du ein starkes Problem mit dir selbst und mit deinem eigenen Körper hast und ich halte das persönlich für nicht besonders gesund. Es gibt auch Momente, in denen ich ein Problem damit habe mich zu akzeptieren wie ich bin, da ich Minderwertigkeitskomplexe habe, die sich mal mehr und mal weniger stark äußern. Seitdem ich keinen Kontakt mehr zu meiner Mutter habe, die mein Selbstwertgefühl chronisch untergraben hat, geht es mir in dieser Hinsicht besser. Aber bei mir war das noch nie so extrem wie bei dir. Um deiner eigenen Gesundheit willen würde ich dir raten, die Sprechstunde eines Arztes oder Therapeuten aufzusuchen und das meine ich wirklich zu deinem Besten.

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» Olly173 » Beiträge: 14700 » Talkpoints: -2,56 » Auszeichnung für 14000 Beiträge


Ich kenne auch eine Frau, die Probleme mit Blut und Blut sehen hat. Für sie ist es dann auch jedes mal sehr unschön, wenn sie ihre Periode hat. Das stelle ich mir doch sehr stressig und anstrengend vor. Mir macht das eigentlich nicht so viel aus. Aber wenn es Blut in großen Mengen ist, dann finde ich es auch nicht schön und würde eher weg schauen.

Bei so einem krassen Fall wie deinem, frage ich mich, ob du nicht irgendwie Hilfe bekommen kannst. Es gibt ja mittlerweile für ziemliche viele Phobien eine Therapiemöglichkeit. Hast du dich da mal erkundigt? Das würde dir dein Leben vielleicht schon etwas erleichtern.

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» Nelchen » Beiträge: 32238 » Talkpoints: -0,25 » Auszeichnung für 32000 Beiträge



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