Einseitige Kopfschmerzen immer Migräne die Ursache?

vom 16.09.2014, 21:58 Uhr

Meine Mutter hat viel einseitige Kopfschmerzen bis zur Übelkeit. Sie wurde gar nicht groß untersucht und bekam Tabletten gegen Migräne. Die Ärztin, die sie zur Vertretung besucht hat meinte, dass einseitige Kopfschmerzen bis zur Übelkeit immer Migräne sind. Nun bekommt sie ziemlich starke Tabletten, die auch helfen. Diese Kopfschmerzen kommen auch zyklusartig. Also nicht ständig sondern mit längeren Pausen.

Kann man einseitige Kopfschmerzen immer Migräne zuordnen oder kann es auch was anderes sein? Welche besonderen Kennzeichen hat eine Migräneerkrankung?

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» MissMarple » Beiträge: 6786 » Talkpoints: 0,00 » Auszeichnung für 6000 Beiträge



Ich leide seit Jahren unter Migräne, bei mir ist der Auslöser Gestagen. Also leider die Pille, beziehungsweise wenn ein gewisser Pegel abfällt im Blut tritt bei mir die Migräne auf. Wenn ich die Pille nicht nehme bin ich Migräne frei, kann es sein das deine Mutter auch auf einen bestimmten Wirkstoff reagiert? Oder das es bei ihr auch mit der Regel zu tun hat? Das ist bei Frauen mit der Hauptgrund das eine Migräne auftritt.

Die Migräne kann sich auch an anderen Stellen des Kopfes bemerkbar machen. Es ist nicht immer die gleiche Stelle. Deine Mutter sollte sich eine zweite Meinung einholen, bevor sie zu stark Dosierte Tabletten nimmt. Bei einer Migräne fängt man nicht immer direkt mit einer Hammer Dosis an, das müssen die betroffenen für sich selber in einer längeren Phase herausfinden wie viel Wirkstoff genommen werden muss. Sie wird auch ein Migränetagebuch führen müssen, daran kann erkannt werden unter welchen Lebensumständen der Scherz auftritt. Ich wünsche deiner Mutter alles gute und das sie lange ohne Schub bleibt.

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» 19kitty90 » Beiträge: 573 » Talkpoints: 2,58 » Auszeichnung für 500 Beiträge


Ich habe auch manchmal einseitige Kopfschmerzen, aber bei mir liegt es an der Halswirbelsäule. Diese ist ja über Nerven mit der Stirn verbunden und ich habe dann ein ziehendes Gefühl bzw. einen Schmerz im Bereich einer Augenbraue, weil dort genau der Nerv entlangführt. Auf die Idee, dass es was mit der Wirbelsäule zu tun haben könnte, kommt man so leicht gar nicht, aber es ist so. Dauert aber meist nicht lange und geht dank bestimmter Bewegungsübungen wieder weg.

» Zitronengras » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »



Ich hatte auch fast 2 Jahre lang einseitige Kopfschmerzen. Deswegen habe ich auch eine MRT und drei CTs machen lassen. Zum Glück waren beide ohne Befund. Bei mir waren daran entzündete Wurzelspitzen Schuld, die dank der Nerven bis in den Kopf ausstrahlten und stachen. Ich denke, dass die meisten Ärzte nur aus dem Lehrbuch sprechen und man oft nicht die richtige Diagnose bekommt. Vielleicht solltet Ihr vielleicht auch mal die Zähne genauer ansehen lassen? :?

» celles » Beiträge: 8677 » Talkpoints: 4,08 » Auszeichnung für 8000 Beiträge



Ich hatte mal eine Weile sehr starke einseitige Kopfschmerzen und es entpuppte sich dann als eine Stirnhöhleninfektion. Da hatte ich allerdings keine Übelkeit, es gibt aber auch Menschen, bei denen starker Schmerz generell Übelkeit auslöst.

Warum gehst du denn aber davon aus, dass die Ärztin bei deiner Mutter mit der Diagnose falsch lag? Für mich klingt es eher danach, als hätte sie sie untersucht und ihr ja auch ein Mittel verschrieben, dass ihr nun hilft. Nur weil die Untersuchung nicht lang war, heißt es doch nicht, dass ein geschulter und erfahrener Mediziner nicht eindeutig erkennen kann, was dem Patienten fehlt.

» channale » Beiträge: 1371 » Talkpoints: 37,37 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


Es gibt viele Arten von Kopfschmerz und davon sind natürlich auch einige auf eine Seite beschränkt. Aber eine Migräne ist vom Beschwerdebild her so typisch, das ein Arzt sie rein nach der Beschreibung erkennt. Und selbst wenn er falsch liegen sollte, ist das ein eher kleines Problem. Die Medikamente gegen Migräne (Triptane) sind keine Schmerzmittel im üblichen Sinn. Sie beseitigen die Ursache der Schmerzen, die bei der Migräne von erweiterten und entzündeten Blutgefäßen im Gehirn kommen. Ist es keine Migräne, wirken sie auch nicht. Dann muss der Arzt weitersuchen. Aber wie gesagt, die Beschreibung eines Migränepatienten ist in der Regel vollkommen eindeutig, selbst wenn der noch nicht einmal vermutet, dass es Migräne sein könnte.

» cooper75 » Beiträge: 13450 » Talkpoints: 524,56 » Auszeichnung für 13000 Beiträge


Wenn nur geklärt wurde, dass einseitige Kopfschmerzen mit Übelkeit vorlagen, dann ist das noch nicht zwingend ein Anzeichen für eine Migräne, aber es ist schon mal ein Hinweis, dass es eine Migräne sein könnte. Ein Arzt wird dann in der Regel noch weitere Dinge, wie die Anfallshäufigkeit und die Länge der Anfälle erfragen. Auch Lichtempfindlichkeit und eventuelle neurologische Störungen werden dabei abgeklärt. Mit diesem Paket an Fragen kann ein Arzt schon ganz gut einschätzen, ob er einen Patienten mit Migräne vor sich hat oder ob es einen anderen Grund für die Kopfschmerzen gibt.

Wie cooper75 es schon schrieb, gibt es ja spezielle Mittel gegen Migräne, die ein Arzt in dem Fall verordnen kann. Wenn deine Mutter eines der Triptane bekommen hat und dieses auch geholfen hat, dann ist es ziemlich sicher, dass eine Migräne die Ursache für ihre häufigen Probleme mit Kopfschmerzen ist. Wenn es natürlich ein anderes Schmerzmittel war, das verordnet wurde, dann hilft das auch bei anderen Arten von Kopfschmerzen. Das würde ich mal überprüfen, um sicher zu sein. Triptane erkennt man daran, dass sie auf -triptan enden. Bekannte Wirkstoffe sind zum Beispiel Sumatriptan oder Naratriptan.

» Barbara Ann » Beiträge: 28946 » Talkpoints: 58,66 » Auszeichnung für 28000 Beiträge



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