Maßnahmen bei Hausstaubmilbenallergie
Vermutlich kennt jeder diese Allergie und einige haben sie bestimmt auch. Bei mir wurde sie nun doch schon recht stark diagnostiziert und da ich schon Asthma Bronchiale habe würde ich gerne dieser Allergie so wenig Futter wie möglich geben, damit sich das Asthma nicht verschlimmert. Daher würden mich die möglichen Maßnahmen, die ihr so gefunden habt im Kampf gegen die Allergie sehr interessieren.
Ein milbendichter Matratzenbezug wurde mit bereits vom Arzt verschrieben und da meine Decken schon recht alt sind habe ich mir auch gleich neue Decken gekauft, wegen eines Allergie Staubsaugers überlege ich noch, da die doch sehr preisintensiv sind. Welche Möglichkeiten gibt es noch, die euch vielleicht geholfen haben. Wie schaut es zum Beispiel mit extra Bezügen für Kissen und Bettdecke aus, oder ist das schon wieder übertrieben? Hat sich bei euch durch bestimmte Maßnahmen der Krankheitsverlauf in dem Sinne gebessert?
Da hast du aber Glück, dass dir ein milbendichter Matratzenbezug vom Arzt verschrieben (und von der Kasse bezahlt?) wurde. Für meine Kinder musste ich das selber zahlen. Vielleicht hat sich das inzwischen aber auch geändert. Bei mir ist das schon länger her. Bei welcher Kasse bist du denn?
Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt von der Stärke der Allergie ab. Es gibt im Extremfall Menschen, die ihr Zimmer nicht selber reinigen dürfen, weil sie sonst zu viel Staub einatmen. Bei meinen Kindern ist die Allergie im Laufe der Zeit besser geworden. Heute haben sie in normalen Umgebungen keine Beschwerden mehr. Sie haben jahrelang inhaliert und ich habe in ihrem Zimmer öfters als sonst vielleicht nötig nass gewischt. Außerdem hatte ich keinen Teppichboden oder Teppiche, sondern glatten Boden. Allerdings habe ich neulich gelesen, dass Teppichboden sogar besser sei, weil er den Staub hält. Das kann ich mir aber nicht vorstellen.
Der Hauptaufenthaltsort für die Milben ist alles in und um das Bett herum. Wir hatten auch die besagten Matratzenüberzüge und außerdem antiallergene Decken und Kissen. Ich denke, dass die Bezüge unerheblich sind, wenn man sie beim Waschen kocht. Ansonsten waren bei uns keine Maßnahmen nötig. Eine Zeit lang haben meine Kinder inhalieren müssen und sie hatten immer ein Notfallspray dabei.
anlupa hat geschrieben:Da hast du aber Glück, dass dir ein milbendichter Matratzenbezug vom Arzt verschrieben (und von der Kasse bezahlt?) wurde. Für meine Kinder musste ich das selber zahlen. Vielleicht hat sich das inzwischen aber auch geändert. Bei mir ist das schon länger her. Bei welcher Kasse bist du denn?
Der Arzt hat mir sogar zwei Bezüge verschrieben, weil ich meinte, dass ich ja auch oft bei meinem Freund schlafe. Der verschreibt aber alles sehr problemlos. Dann rief ich bei der Krankenkasse an und die meinten, ich solle das Rezept einfach zuschicken und sie schicken mir dann meine Bezüge und fertig. Ich bin bei der DAK Gesundheit.
anlupa hat geschrieben:Außerdem hatte ich keinen Teppichboden oder Teppiche, sondern glatten Boden. Allerdings habe ich neulich gelesen, dass Teppichboden sogar besser sei, weil er den Staub hält. Das kann ich mir aber nicht vorstellen.
Das kann ich mir auch nicht vorstellen. Teppiche bergen oft Gefahren. Ich habe zum Beispiel einem Teppich zum Teil mein Asthma zu verdanken. Außerdem hätten sich im Teppich dann doch erst Recht Milben gehalten und wenn du keine professionellen Reinigungsmittel nimmst bekommst du einen Teppich nie ganz sauber (meine Eltern waren Raumausstatter).
Also würdest du die Extrabezüge für Decke und Kissen schon sinnvoll halten? Bin so unsicher, weil es so viele Meinungen darüber gibt. Die einen sagen Mikrofaserbezüge reichen und andere sagen es müssen keine antiallergenen Decken sein, sondern besonder Steppbetten wären sinnvoll und so weiter. Bei so viel Meinungen ist man echt nur noch verwirrt.
Ich habe auch Hausstaub-Allergie. Ich habe mir einfach solche preiswerten Decken mit Synthetikfaser-Füllung gekauft. Wichtig ist, dass die Füllung möglichst in einzelne Bahnen oder Kammern eingenäht ist, damit sich nicht alles beim Waschen zusammenballt. Diese Decken und Kissen passen problemlos in meine Waschmaschine. Wenn es staubig riecht oder ich niesen muss, werden die Decken und Kissen einfach gewaschen. Dadurch halten die Dinger zwar nicht so lange, aber wenn man nicht das allerteuerste nimmt, halten sich die Kosten in Grenzen.
Das mit dem Waschen klappt problemlos, weil man ja nicht auf die Milben selbst, sondern auf den Kot der Milben allergisch reagiert. Und der wird beim Waschen und Schleudern gut entfernt. Mittlerweile habe ich sogar wieder ein Kissen mit Daunen und Federn. Auch das kann man leicht selbst waschen. Man muss es eben nur unbedingt nach der Wäsche im Wäschetrockner trocknen, damit die Federn nicht faulen. Damit fahre ich eigentlich ganz gut.
Wenn man Teppich hat, dann fliegt schon weniger Staub frei in der Luft herum. Und mit so einem Nass-Trocken-Sauger kann man eigentlich schon ganz gut diese Reinigen. Allerdings habe ich persönlich mittlerweile lieber wischbare Böden und nur noch einen Läufer. Auf wischbaren Böden bilden sich ja auch irgendwann solche Staubmäuschen, die man dann auch einfach aufwischen kann. Und wenn man feucht wischt, dann staubt es auch nicht so.
Auf jeden Fall kannst du ja beim Wischen solche Staubmasken aus dem Baumarkt tragen. Gerade beim Aufräumen in Kleiderschränken ist bei mir das Niesen besonders schlimm. In solchen Fällen sind solche recht preiswerten Masken Gold wert. Wenn man kann, sollte man den Kleiderschrank auch nicht im Schlafzimmer stehen haben und getragene Kleidung niemals in den Schrank hängen, da sich sonst die Milben dort mit den Hautschuppen gütlich tun. Ich achte auch darauf, dass ich nur noch waschbare Kleidung kaufe, damit das kein Problem ist. Eine Nasendusche finde ich sehr hilfreich, wenn man doch mal eine Nies-Attacke hat. Damit kann man sich einfach die Schleimhäute frei spülen.
Mit den Staubsaugern mit diesen Beuteln drin habe ich nur schlechte Erfahrungen gemacht. Seit ich so einen beutellosen habe, geht es mir deutlich besser. Er hat zwar einen Feinstaubfilter (was wichtig ist) aber er ist nicht spezielle für Allergiker gemacht. Nach jeder Benutzung wird der Behälter entleert. Am besten draußen über der Mülltonne und mit Staubschutzmaske im Gesicht. Alle paar Saugvorgänge wird auch der Feinstaubfilter mit Wasser gereinigt. So ist die Abluft immer relativ sauber und ich muss beim Saugen kaum noch niesen. Das war früher deutlich anders, weil die Beutelsauger früher doch einiges an Staub wieder ausgepustet haben. Mein Staubsauger ist ein No-Name Produkt und hat unter hundert Euro gekostet. Ob diese edlen Geräte mit Wasser als Filter und was es noch so für Allergiker gibt besser sind, weiß ich nicht.
trüffelsucher hat geschrieben:Ich habe auch Hausstaub-Allergie. Ich habe mir einfach solche preiswerten Decken mit Synthetikfaser-Füllung gekauft. Wichtig ist, dass die Füllung möglichst in einzelne Bahnen oder Kammern eingenäht ist, damit sich nicht alles beim Waschen zusammenballt. Diese Decken und Kissen passen problemlos in meine Waschmaschine. Wenn es staubig riecht oder ich niesen muss, werden die Decken und Kissen einfach gewaschen. Dadurch halten die Dinger zwar nicht so lange, aber wenn man nicht das allerteuerste nimmt, halten sich die Kosten in Grenzen.
Ich hab mir jetzt dummerweise im Realausverkauf schon neue Bettwäsche mit Federn gekauft, da diese von 120 Euro auf 15 reduziert war. Dann achte ich beim nächsten mal drauf, dass ich gesteppte Bettwäsche wähle.
trüffelsucher hat geschrieben:Das mit dem Waschen klappt problemlos, weil man ja nicht auf die Milben selbst, sondern auf den Kot der Milben allergisch reagiert. Und der wird beim Waschen und Schleudern gut entfernt. Mittlerweile habe ich sogar wieder ein Kissen mit Daunen und Federn. Auch das kann man leicht selbst waschen. Man muss es eben nur unbedingt nach der Wäsche im Wäschetrockner trocknen, damit die Federn nicht faulen. Damit fahre ich eigentlich ganz gut.
Ja das hatte ich auch schon gelesen, aber meine jetzige Bettwäsche ist schon sehr alt und ich denke mal sehr verseucht trotz Waschens. Da muss echt ne neue her. Faulen die Federn denn immer, wenn man sie nach dem Waschen nicht in einen Trockner steckt? Ich habe nämlich leider keinen Trockner und hätte die Bettdecke dann nach dem Waschen auf den Balkon rausgehängt.
trüffelsucher hat geschrieben:Wenn man Teppich hat, dann fliegt schon weniger Staub frei in der Luft herum. Und mit so einem Nass-Trocken-Sauger kann man eigentlich schon ganz gut diese Reinigen. Allerdings habe ich persönlich mittlerweile lieber wischbare Böden und nur noch einen Läufer. Auf wischbaren Böden bilden sich ja auch irgendwann solche Staubmäuschen, die man dann auch einfach aufwischen kann. Und wenn man feucht wischt, dann staubt es auch nicht so.
Teppich habe ich gar keinen in der Wohnung da wir unsere Igel hier gerne mal rumlaufen und umherwuseln lassen. Habe mir jetzt aber den Swiffer geholt und werde täglich mein Zimmer und 2-3 die Woche die Wohnung durchfeudeln um alles gering zu halten und die Swiffer Staubmagneten für die Regale und so. So ein Sauger interessiert mich schon auch sehr. Nur bin ich bei dem Preis, den diese haben, doch sehr unsicher welchen ich wählen soll. Zu teuer darf der Staubsauger eben auch nicht sein.
trüffelsucher hat geschrieben:Auf jeden Fall kannst du ja beim Wischen solche Staubmasken aus dem Baumarkt tragen. Gerade beim Aufräumen in Kleiderschränken ist bei mir das Niesen besonders schlimm. In solchen Fällen sind solche recht preiswerten Masken Gold wert. Wenn man kann, sollte man den Kleiderschrank auch nicht im Schlafzimmer stehen haben und getragene Kleidung niemals in den Schrank hängen, da sich sonst die Milben dort mit den Hautschuppen gütlich tun. Ich achte auch darauf, dass ich nur noch waschbare Kleidung kaufe, damit das kein Problem ist. Eine Nasendusche finde ich sehr hilfreich, wenn man doch mal eine Nies-Attacke hat. Damit kann man sich einfach die Schleimhäute frei spülen.
Das mit den Masken ist echt ein super Tipp, danke dir. Das mit dem Kleiderschrank klappt leider erst bei der nächsten Wohnung, da ich in einer WG wohne und unser Flur definitiv nicht groß genug ist.
trüffelsucher hat geschrieben:Mit den Staubsaugern mit diesen Beuteln drin habe ich nur schlechte Erfahrungen gemacht. Seit ich so einen beutellosen habe, geht es mir deutlich besser. Er hat zwar einen Feinstaubfilter (was wichtig ist) aber er ist nicht spezielle für Allergiker gemacht. Nach jeder Benutzung wird der Behälter entleert. Am besten draußen über der Mülltonne und mit Staubschutzmaske im Gesicht. Alle paar Saugvorgänge wird auch der Feinstaubfilter mit Wasser gereinigt. So ist die Abluft immer relativ sauber und ich muss beim Saugen kaum noch niesen. Das war früher deutlich anders, weil die Beutelsauger früher doch einiges an Staub wieder ausgepustet haben. Mein Staubsauger ist ein No-Name Produkt und hat unter hundert Euro gekostet. Ob diese edlen Geräte mit Wasser als Filter und was es noch so für Allergiker gibt besser sind, weiß ich nicht.
Welchen Staubsauger hast du denn genau?
Ich habe einen von efbe-Schott, denn es mal als beutellosen Sauger im Globusmarkt als Sonderangebot gab. Allerdings hat der sich mittlerweile auch als nicht so toll erwiesen. Das Modell gibt es in dem Laden natürlich nicht mehr und der Feinstaubfilter wird nun mittlerweile trotz Waschen nicht mehr sauber. Zudem hat sich auf Dauer irgendwie die Technologie mit dem gefalteten Filter nicht als so Dauerhaft erwiesen. Theoretisch bräuchte ich die Filter jetzt als Ersatzteile. Ich bin auch gerade mit der Recherche beschäftigt, was denn die Filter kosten würden. Aber ich fürchte fast, dass das recht teuer wird, weil heute der Trend ja eher Richtung neu kaufen geht. Und da bin ich auch gerade dabei zu recherchieren, welche Sauger da in Frage kämen.
Zu den Federn: Ob sie immer faulen, weiß ich nicht. Vielleicht klappt es ja auch, wenn man die Federn bei absolut heißem Sommerwetter unter ständigem Aufschütteln trocknet. Allerdings habe ich auch schon gelesen, dass man die Federdecken eigentlich gar nicht so in die heiße Sonne legen soll. Keine Ahnung, was jetzt stimmt. Allerdings habe ich mit solchen kleinen und recht fest gestopften Zierkissen fürs Sofa schon die Erfahrung gemacht, dass ohne Trockner auf dem mäßig durchlüfteten Trockenboden das frisch gewaschene Kissen während der Trocknung fürchterlich zu muffeln angefangen hat. Da ich gelesen habe, dass Federn anfangen zu faulen, wenn man sie nicht richtig trocknet, dann bin ich eben davon ausgegangen, dass der Geruch davon kam. Ich habe die Kissen dann damals weg geworfen und mir auch billige waschbare gekauft, was ich bislang nicht bereut habe.
Wenn man keinen Trockner selbst hat, vielleicht kann man ja jemanden im Familienkreis oder Freundeskreis um einen Gefallen bitten? Eventuell indem man die Stromkosten ersetzt? Oder man geht in einen Waschsalon, denn dort sollten auch Trockner vorhanden sein, oder? Alternativ kommt ein bis zwei mal im Jahr auch zu uns eine mobile Federnreinigung in die Stadt. Die wirft immer solche Handzettel in den Briefkasten. Aber ob die Decken danach wieder allergikersauber sind, weiß ich nicht. Da würde ich ausdrücklich nach fragen. Oder man verschenkt das kaum benützte Bettzeug einfach irgendjemanden ohne die Allergie und kauft der Gesundheit zu Liebe was neues. Die meisten Discounter haben ja mittlerweile auch schon immer mal wieder preiswertes Allergikerbettzeug, das kochbar ist im Sortiment.
Milbenträger Nummer eins ist natürlich erst einmal das Bett. Ein staubdichter Überzug ist deshalb auf jeden Fall schon einmal ein guter erster Schritt. Es gibt zudem auch Decken und Kissen, die sich bei 95°C waschen lässt. Die hohe Temperatur sollte Milben effektiv zerstören. Alternativ soll es wohl helfen, wenn man zum Beispiel das Kopfkissen in die Gefriertruhe legt. Mit dieser Kombination hat man sicherlich schon einmal die größten Quellen beseitigt.
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