Nächtliche Wadenkrämpfe andere Ursachen als Magnesiummangel?

vom 04.09.2014, 14:27 Uhr

Oft hieß es, habe man einen Wadenkrampf, so sei dies ein Magnesiummangel. Bananen und spezielle Tabletten sollten da Abhilfe schaffen. Aber inzwischen bin ich mir da recht unsicher, zumal Wadenkrämpfe immer nur nachts und nicht am Tag über auftreten. Letztendlich ist der Arztbesuch wohl unverzichtbar, aber dennoch denke ich, es muss doch noch andere Ursachen für einen nahezu nur in der Nacht stattfindenden Wadenkrampf zu haben, oder?

Welche Ursachen könnte der nächtliche Wadenkrampf noch haben? Wie kann man dem vorbeugen?

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» *steph* » Beiträge: 18439 » Talkpoints: 38,79 » Auszeichnung für 18000 Beiträge



Wadenkrämpfe können in der Tat andere Ursachen haben. Bei mir persönlich scheint es der Mangel an Magnesium zu sein. Sie treten bei mir selten auf. Und wenn, dann nur nach dem Sport. Ich trinke deshalb ab und zu nach dem Sport Magnesium und habe seitdem keine Probleme.

Eine häufige Ursache kann aber auch die Störung des Wasserhaushalts sein, wenn man zum Beispiel im Sommer zu viel schwitzt oder bei einem Magen-Darm-Infekt viel Flüssigkeit verliert.

Außerdem können häufige Wadenkrämpfe ein Vorbote von Diabetes sein. Das habe ich mal gelesen. Weil man in der Anfangsphase dieser Krankheit sehr viel Wasser trinkt und dann auch lassen muss und es dann wiederum zu einer Störung des Wasserhaushalts kommen kann.

Relativ unüblich, aber dennoch möglich ist eine Störung des Hormonhaushaltes oder des Stoffwechsels. Hierzu kann ich aber leider keine Details sagen. Auch das habe ich nur gelesen.

Am besten einmal einen Arzt aufsuchen. Er kann verschiedene Tests durchführen und vielleicht eine Ursache finden und erfolgreich behandeln.

» Youdid » Beiträge: 421 » Talkpoints: 4,87 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Allem voran meine Bitte: Wenn man Beschwerden nicht mit Hausmitteln kurieren kann, sollte man immer einen Arzt aufsuchen. Das schadet auf keinen Fall.

Möglicherweise kann es auch an den Tabletten liegen. Auch wenn da die Menge von X Milligramm Magnesium darin enthalten ist, heißt das noch lange nicht, dass der Körper auch annähernd die ganze Menge davon aufnimmt. Anders ausgedrückt: Nicht bei allen Magnesiumtabletten ist die Bioverfügbarkeit so gut, dass man damit wirklich den tatsächlichen Bedarf auch deckt. Dazu kann einen auch ein Apotheker beraten. Aber gute Mineralstofftabletten haben eben ihren Preis.

Natürlich kann es eine krankhafte Ursache haben, wenn man vielleicht einen höheren Bedarf an Magnesium hat, als üblich. Beispielsweise Blutdruckprobleme. Oder eine Niere, die zu viel Mineralien ausscheidet oder die Leber irgendwie anders arbeitet. Auch von der Schilddrüse können solche Problem mit bedingt werden. Oder man hat einfach Durchblutungsstörungen? Nimmt man vielleicht auch Entwässerungstabletten? Die können das nämlich auch begünstigen. Ist man vielleicht schwanger, falls man eine Frau ist? Oder leidet man an einer Essstörung, so dass der Bedarf nicht über die Nahrung gedeckt wird? Oder hat man vielleicht eine Erkrankung des Darmes, so dass die Mineralien zwar ausreichend gegessen werden, aber der Körper sie nicht vom Darm ausreichend in den Körper bringt?

Theoretisch können die Probleme auch im Bereich der Muskeln oder Nerven selbst liegen, dass die irgendwie erkrankt sind. Es kann auch vom Gehirnstoffwechsel ausgehen. Um das alles heraus zu finden, muss eben untersucht werden und nach und nach andere mögliche und unzutreffende Ursachen ausgeschlossen werden.

Ich denke, man sollte sich da aber besser nicht im Internet verrückt machen, sondern einfach nachsehen lassen, was bei einem selbst los ist. Dann hat man Gewissheit und das ist meistens beruhigender, als diffuse Vermutungen und eventuell daraus entstehende Ängste.

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» trüffelsucher » Beiträge: 12446 » Talkpoints: 3,92 » Auszeichnung für 12000 Beiträge



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